In der 2. Klasse West trennte sich der FußballClub Union Lohnsburg vom USV Knoblinger Neuhofen/I. 1b mit 0:0. Bei großer Hitze war die Partie anfangs zerfahren, Lohnsburg fand danach besser hinein und ließ vor der Pause die Führung liegen. Nach dem Seitenwechsel wurde es offener, Chancen gab es hüben wie drüben – am Ende blieb es beim torlosen Remis, das Sportchef Tobias Streif nüchtern mit fehlendem Selbstvertrauen seiner Mannschaft einordnete.
Der Nachmittag begann zäh. „Das Spiel war von Beginn an zerfahren, wegen der hohen Temperaturen. Es war hektisch, mit vielen Fehlpässen“, sagte Lohnsburgs Sportlicher Leiter Tobias Streif. Mit der Zeit bekam sein Team mehr Struktur. „Unsere Lohnsburger Jungs sind dann besser ins Spiel gekommen, wir hatten gute Ballstafetten – aber leider kein Tor.“ Die besten Momente vor der Pause führten nicht zum 1:0: Nach einem Steckpass von Lukas Salhofer tauchte Sebastian Machl alleine vor dem Neuhofen-Keeper auf, der Abschluss fand jedoch nicht ins Ziel; den zweiten Ball setzte Jonas Grüll am langen Eck vorbei. Und als ein Einwurf zwanzig Meter vor dem Tor abgelegt wurde, strich der Schuss von Felix Auer knapp über die Latte. Zur Halbzeit stand es folgerichtig 0:0.
Nach dem Seitenwechsel startete Lohnsburg erneut mit Druck. „Gleich zu Beginn hatten wir wieder gute Aktionen“, so Streif. Gabriel Vietz lief einmal im Eins-gegen-eins auf den Torwart zu, blieb aber ohne Ertrag. Bei Standards brannte es ebenfalls: „Ein Eckball wäre aus meiner Sicht direkt ins Tor gegangen, unser Innenverteidiger konnte nicht mehr ausweichen und köpfte den Ball an die Latte – danach war der Ball draußen.“ Doch auch Neuhofen kam nun besser zur Geltung. „Der Gegner war am Anfang etwas lasch, kam aber verändert aus der Pause und ist in der zweiten Halbzeit besser aufgetreten“, erklärte Streif. Besonders über Jonathan Adegoke wurden die Gäste immer wieder gefährlich. Zweimal retteten Lohnsburger auf der Linie, die Null blieb stehen. „In der zweiten Halbzeit waren Chancen auf beiden Seiten da.“ Die Partie blieb fair, der Unparteiische leitete unaufgeregt. „Der Schiedsrichter hat das Spiel fair und gut geleitet“, lobte Streif.
Warum es trotz Möglichkeiten nicht zum Heimsieg reichte, machte Streif klar fest: „Uns hat heute das Selbstvertrauen gefehlt: in der Ballannahme, im Passspiel und im Abschluss.“ Seine Einschätzung zur Gesamtleistung fiel ehrlich aus: „Mit Fortdauer der ersten Halbzeit wurde es besser, aber in Summe war es leider zu wenig.“ Daran will Lohnsburg arbeiten. „In der Sommerpause wollen wir daran arbeiten, mehr Selbstvertrauen aufzubauen.“ Abseits des Rasens passt die Entwicklung. „Die Stimmung im Verein ist extrem positiv, wir bauen viele junge Spieler ein“, betonte der Sportchef – auch nach einer schwächeren Saison bleibt die Lust auf Fußball groß. In der letzten Runde wartet mit dem SV Pram ein echtes Kaliber aus dem Spitzenfeld. „Nächste Woche wartet ein sehr starker Gegner – mal schauen, ob wir im Aufstiegsrennen noch ein bisschen einwirken können“, so Streif.