Der SV Schildorn hat am 26. Spieltag der 2. Klasse West mit 3:1 bei SK WIEHAG Altheim 1b gewonnen. Nach einem Doppelschlag vor der Pause und dem dritten Treffer kurz nach Wiederbeginn brachte die Strasser-Elf den Auswärtssieg trotz Altheimer Antwort sicher ins Ziel. Trainer Sebastian Strasser hob die stabile Defensive und die rechte Angriffsseite hervor und meinte: „Das 2:0 war entscheidend – danach war es einfacher zu spielen und gut zu verteidigen.“

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Die erste Hälfte lief genau nach dem Geschmack der Gäste. Strasser sprach von „Feldüberlegenheit“, wies aber auch auf zwei heikle Momente hin: „Wir haben gleich zu Beginn und später noch einmal nach einem individuellen Fehler zugelassen. Unser Tormann hat das zweimal sehr gut gehalten.“ Danach bekam Schildorn über links Zug zum Tor – mit Wirkung. In Minute 22 traf Norbert Major zum 0:1. „Momir Tuvaljevic setzt sich außen durch, der Tormann kann nur abklatschen, Martin Stockinger geht energisch nach und bringt den Ball noch einmal zur Mitte – dort macht Norbert Major das 1:0“, schilderte Strasser den Angriff. Nur eine Minute später fiel das 0:2 (23.) – ein unglückliches Eigentor von Maximilian Gurtner nach einer weiteren Hereingabe von der linken Seite. Mit der 2:0-Führung im Rücken ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild. Altheim hatte nun mehr vom Spiel, Schildorn schaltete einen Gang zurück. „Unsere Idee war, mehr zu verwalten und Kontersituationen sauber auszuspielen“, erklärte Strasser. Der Plan ging früh auf: In der 51. Minute erhöhte Marcel Rescheneder auf 0:3. „Das war eine super Aktion über rechts mit Marcel Rescheneder und Lukas Reiter. Marcel kommt im Strafraum rechts an den Ball und schließt ins lange Eck ab“, so der Trainer. Altheim blieb dran und kam in der 70. Minute durch Niklas Reichinger zum 1:3 – ein Treffer, den Strasser ebenfalls einordnete: „Ein langer Ball über rechts, wir klären nicht entschlossen genug, dann kommt ein flacher Pass Richtung Elfer und sie verwerten.“ Abgesehen davon ließ Schildorn kaum Hochkaräter zu. „Großteils haben wir als Mannschaft sehr gut verteidigt, Altheim hatte bis auf Halbchancen dann wenig“, betonte Strasser.
In der Analyse blieb der Schildorn-Coach bei zwei Punkten stehen. Erstens: der Doppelschlag vor der Pause. „Das 2:0 war sehr, sehr wichtig und wahrscheinlich entscheidend. Danach ist es viel einfacher, das Spiel zu kontrollieren und gut zu verteidigen“, sagte Strasser. Zweitens: die mannschaftliche Disziplin gegen den Ball. „Die Arbeit gegen den Ball war sehr gut organisiert, genau so, wie wir es besprochen haben“, lobte er seine Elf. Gleichzeitig sparte er die Hausaufgaben nicht aus: „Individuell haben wir heute den einen oder anderen Fehler angeboten. Das muss wieder besser werden.“ Auch mit dem Ball sah er Licht und Schatten: „In der ersten Halbzeit haben mir die spielerischen Mittel sehr gut gefallen, später waren dann zu viele Ungenauigkeiten und Dribblings dabei.“
Strasser fand deutliche Worte des Respekts für den Gastgeber. „Wir haben gewusst, dass Altheim spielerisch sehr, sehr gut ist. Sie stehen ja nicht umsonst in der Frühjahrstabelle weit vorne“, sagte er und ergänzte: „Wahrscheinlich hat ihnen im letzten Drittel die Kaltschnäuzigkeit gefehlt, sonst war das sehr ordentlich.“ Das Auftreten seiner Mannschaft gefiel ihm besonders in der Kompaktheit: „Wir waren in der Organisation defensiv besser und im letzten Drittel einfach gefährlicher.“ Diskussionen gab es keine, auch das Gespann bekam Anerkennung: „Es war keine kritische Situation dabei. Die Schiedsrichterleistung war gut.“ Mit dem Auswärtssieg und einer stabilen Grundordnung im Gepäck will Schildorn den Schwung mitnehmen: „So können wir selbstbewusst weiterarbeiten.
Zum Abschluss möchte ich meinen Jungs einfach gratulieren für das Top-Frühjahr. Wir waren die beste Mannschaft im Frühjahr und haben 32 Punkte gesammelt, keine Niederlage erlitten. Es ist brutal. In jeder anderen Liga steigst du mit diesem Punktschnitt wahrscheinlich auf. Trotzdem möchte ich Aspach und Pram für die herausragenden Leistungen und zum Aufstieg sehr herzlich gratulieren. Wir freuen uns jetzt auf die kurze Pause und werden dann so weitermachen, wie im Frühjahr."