Zum Saisonauftakt der 2. Klasse West hat sich der SV Mining/Mühlheim vom ATSV Kohlgrube/Wolfsegg 2:2 getrennt. Für Trainer Michael Kinberger blieb nach der Partie ein zwiespältiger Eindruck, weil seine Mannschaft zweimal in Führung lag und den Sieg dennoch nicht ins Ziel brachte. Ausschlaggebend waren aus seiner Sicht vor allem zu leichte Gegentore und eine Chancenauswertung, die den Gästen am Ende zwei Punkte kostete.

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Der Beginn war nach Kinbergers Eindruck auf beiden Seiten von Vorsicht und Nervosität geprägt. „Am Anfang war bei beiden Mannschaften große Nervosität da“, sagte der Trainer des ATSV Kohlgrube/Wolfsegg, der seine Mannschaft danach aber immer besser in der Partie sah. „Dann haben wir das Spiel besser in den Griff gekriegt und verdient die Führung erzielt.“ Diese Führung fiel in der 28. Minute durch Florian Ratzberger. Der Treffer gab den Gästen zunächst recht, weil sie die unsichere Anfangsphase aus ihrer Sicht hinter sich gelassen hatten. Umso ärgerlicher war dann der Ausgleich durch Michael Gartner in der 39. Minute, weil Kohlgrube/Wolfsegg damit statt einer Führung nur ein 1:1 mit in die Pause nahm. „Beim Gegentor haben wir uns ein bisschen unglücklich angestellt“, meinte Kinberger rückblickend.
Auch nach dem Seitenwechsel brachte sich der ATSV Kohlgrube/Wolfsegg zunächst wieder in die bessere Ausgangslage. In der 55. Minute stellte Deniz Odabas auf 1:2, nachdem der erste Abschluss noch abgewehrt worden war und der Nachschuss im Tor landete. „Nach der Pause haben wir wieder die Führung geholt“, sagte Kinberger, der diesen Treffer als Folge einer starken Aktion seiner Mannschaft sah. Lange sah es damit zumindest nach einem Auswärtssieg aus, ehe der SV Mining/Mühlheim in der Schlussphase noch einmal zurückkam. In der 87. Minute traf Richard Bocian zum 2:2. Für den Trainer der Gäste war das ein bitterer Moment. „Das war ein sehr unglückliches Gegentor. Der Ball ist abgefälscht worden, über die ganze Abwehr drüber, und hinten ist ein Spieler frei gestanden“, schilderte er die Szene aus seiner Sicht.
Dass es am Ende nur zu einem Punkt reichte, machte Kinberger sehr deutlich an zwei Dingen fest. „Vor allem zu leichte Gegentore und einfach die Chancenauswertung“, sagte er, ohne lange um den heißen Brei herumzureden. Gerade bei den vergebenen Möglichkeiten sah er den entscheidenden Punkt, weil seine Mannschaft das Spiel nach seiner Meinung früher hätte zumachen können. „Wenn die Chancenauswertung besser funktioniert hätte, wäre der Sieg gar nie in Gefahr gewesen.“ Gleichzeitig wollte er die Leistung seiner Mannschaft nicht komplett schlechtreden. „Gut funktioniert hat eigentlich trotzdem das Abwehrverhalten“, sagte Kinberger, auch wenn ihn die Art der Gegentreffer sichtbar störte. Den SV Mining/Mühlheim beschrieb er als „kampfstarke, robuste Mannschaft“, die mit einfachen Mitteln und viel Körperlichkeit immer wieder Probleme gemacht habe.
In der Gesamtbetrachtung blieb beim Trainer daher ein gemischtes Gefühl zurück. „Es ist zwar ein wenig enttäuschend, aber im Ganzen geht es in Ordnung“, sagte Kinberger. Er verwies auch darauf, dass seine Mannschaft am Ende sogar noch Glück gehabt habe, nicht ganz leer auszugehen. Damit war die Enttäuschung zwar da, lange aufhalten will sich Kinberger damit aber nicht. „Wir haben nicht viel Zeit. Freitag wartet der nächste Gegner auf uns, und das wird sicher eine schwerere Aufgabe“, sagte er mit Blick auf die kurze Pause bis zur nächsten Runde.