Spielberichte

„Wir haben uns mit den Bedingungen besser zurechtgefunden“ – ATSV Kohlgrube/Wolfsegg feiert souveränen Heimsieg

ATSV Kohlgrube/Wolfsegg
SV Riedau 1b

In der 2. Klasse West hat der ATSV Kohlgrube/Wolfsegg sein erstes Heimspiel gegen den SV Riedau 1b mit 3:0 gewonnen. Für Sportchef Dominik Eder lag der Schlüssel weniger im nackten Ergebnis als im Umgang mit Wind, Regen und schwierigen Verhältnissen. „Wir sind mit den äußeren Bedingungen sehr gut zurechtgekommen“, sagte Eder nach einer Partie, die seine Mannschaft aus seiner Sicht über die vollen 90 Minuten kontrollierte.

Sechs Weiß-Grüne Bälle auf Rasen

Foto: Harald Dostal/fodo.media

2:0-Pausenführung stellte die Weichen

Dass der ATSV Kohlgrube/Wolfsegg am Ende so klar als Sieger vom Platz ging, führte Dominik Eder vor allem auf die erste Halbzeit zurück. „Entscheidend war die 2:0-Führung zur Halbzeit“, sagte der Sportliche Leiter und machte damit auch den Spielverlauf klar. Die Heimischen hatten laut Eder schon davor einige Möglichkeiten, um in Führung zu gehen, ehe in der 32. Minute das 1:0 fiel. Auslöser war ein Handspiel eines am Boden liegenden Verteidigers, den fälligen Strafstoß verwandelte Amar Prosic souverän. Kurz vor der Pause legte der ATSV Kohlgrube/Wolfsegg dann nach. Eder sprach von einer „schön herausgespielten Aktion“: Nach einer starken Balleroberung im Mittelfeld ging der Pass in die Tiefe auf Marcel Ebner, der in der 41. Minute „eiskalt ins kurze Eck abgeschlossen hat“. Mit diesem Doppelschlag hatte sich die Heimelf eine Führung erarbeitet, die dem Spiel eine klare Richtung gab.

Trotz vieler Ausfälle blieb Kohlgrube/Wolfsegg am Drücker

Bemerkenswert war dieser Auftritt für Eder auch deshalb, weil die personellen Voraussetzungen alles andere als einfach waren. „Insgesamt haben acht Kaderspieler gefehlt“, berichtete er und nannte Verletzungen und Urlaube als Gründe. Umso höher bewertete er die Leistung jener Spieler, die von Beginn an auf dem Feld standen, aber auch jener, die von der Bank kamen. Eder sprach ausdrücklich von viel „Einsatz und Leidenschaft“ und hob hervor, dass auch die Ersatzspieler ihren Anteil an diesem Erfolg hatten. Nach dem Unentschieden in der Vorwoche wollte der ATSV Kohlgrube/Wolfsegg im ersten Heimspiel eine Reaktion zeigen, und genau das gelang. In der zweiten Halbzeit machte Ermin Buljubasic in der 73. Minute mit dem 3:0 endgültig alles klar. Eder sagte zwar, das Ergebnis sei schon bis dahin „nicht gefährdet“ gewesen, sah aber trotzdem noch Luft nach oben: Ein weiterer Elfmeter blieb ungenutzt, dazu gab es noch die eine oder andere Möglichkeit, den Vorsprung weiter auszubauen.

Wenig zugelassen und als geschlossene Mannschaft überzeugt

Neben der Chancenverwertung gefiel Eder vor allem die Art, wie seine Mannschaft gegen den Ball arbeitete. „Wir haben den Kampf angenommen, viele Zweikämpfe gewonnen und defensiv sehr souverän verteidigt“, sagte er. Für den SV Riedau 1b blieb aus seiner Sicht deshalb kaum etwas Zwingendes übrig. „Der Gegner hatte nicht wirklich eine Großchance in den ganzen 90 Minuten“, so Eder, der nur von ein paar Halbchancen sprach. Auch zum Gegner selbst hielt er sich mit Urteilen zurück, weil es das erste Duell mit den Riedauern war und man vorab durchaus einen starken Gegner erwartet hatte. Umso zufriedener war er mit dem eigenen Auftritt. Auch rund um die Spielleitung gab es für ihn nichts zu diskutieren. Beide gepfiffenen Strafstöße seien klar gewesen, ansonsten habe Schiedsrichter Fürlinger die Partie „ganz gut im Griff“ gehabt. Zum Schluss hob Eder noch einmal die mannschaftliche Geschlossenheit hervor und bedankte sich ausdrücklich bei den Routiniers in dieser schwierigen Kadersituation. Sein Fazit fiel entsprechend deutlich aus: „Es war eine sehr starke, geschlossene Mannschaftsleistung und ein verdienter Heimsieg.“ Für den ATSV Kohlgrube/Wolfsegg war dieser 3:0-Erfolg damit nicht nur das erste Heimspiel der Saison, sondern auch ein Auftritt, der nach dem Remis zuletzt wieder klar in die richtige Richtung zeigte.

2. Klasse West: ATSV Kohlgrube : SV Riedau 1b - 3:0 (2:0)

  • 73
    Ermin Buljubasic 3:0
  • 41
    Marcel Ebner 2:0
  • 32
    Amar Prosic 1:0