In der 2. Klasse West hat der SV Mining/Mühlheim gegen die Union Treubach/Roßbach mit 1:3 verloren. Die Gäste nahmen damit in Runde drei wichtige Punkte mit, obwohl Mining laut Coach Manfred Hauch zunächst tonangebend war. Entscheidend war aus seiner Sicht, dass seine Mannschaft die ersten Chancen nutzte, danach die Partie immer besser in den Griff bekam und nach dem Seitenwechsel mit dem 2:0 die Weichen klar stellte.

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Manfred Hauch schilderte den Beginn der Partie durchaus offen und ohne jede Beschönigung. "Von Beginn an war Mining eigentlich tonangebend. Wir konnten aber die ersten Chancen nützen und haben dann das Spiel übernommen", sagte der Trainer der Gäste. Genau in dieser Anfangsphase lag aus seiner Sicht der erste Knackpunkt des Nachmittags. Mining war gut im Spiel und hatte zunächst die besseren Ansätze, konnte daraus aber nichts Zählbares machen. Treubach/Roßbach war in dieser Phase deutlich konsequenter. In der 28. Minute brachte Jakub Dusek seine Mannschaft mit 1:0 in Führung. Hauch sprach von einem "schönen Konter", der sauber herausgespielt gewesen sei und bei dem seine Elf immer wieder nachgesetzt habe, bis der Ball schließlich im Tor war. Mit diesem Vorsprung gingen die Gäste auch mit einer 1:0-Führung in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel sah Hauch dann jenen Moment, der das Spiel endgültig in die gewünschte Richtung kippen ließ. "Das wichtigste Moment war dann das 2:0 nach dem Seitenwechsel, das die Partie eigentlich in die Richtung geleitet hat", erklärte er. Dieses 2:0 fiel in der 62. Minute, wieder war Jakub Dusek zur Stelle. Für Treubach/Roßbach war das nicht nur der zweite Treffer, sondern auch ein Stück Absicherung nach einer Partie, die davor lange offen gewesen war. Als Dusek in der 70. Minute auch noch das 3:0 nachlegte, war der Auswärtssieg praktisch entschieden. Hauch beschrieb auch diesen Treffer als gut herausgespielt, diesmal durch die Mitte vorgetragen und von Dusek sehr gut abgeschlossen. Mining kam in der 83. Minute durch Damir Sehic zwar noch zum 1:3, mehr als Ergebniskosmetik war dieser späte Treffer aus Sicht der Hausherren aber nicht mehr.
Was Hauch an seiner Mannschaft besonders gefiel, war nicht nur die Effizienz vor dem Tor, sondern vor allem die Art, wie seine Elf die Partie nach der Anfangsphase angenommen hat. "Wir haben sehr gut verteidigt, und der Siegeswille war heute ausschlaggebend", sagte er. Noch deutlicher wurde er mit einem zweiten Satz, der viel über seine Sicht auf dieses Spiel aussagte: "Wir haben mehr gewollt als der Gegner und haben das wirklich durchsetzen können." Damit stellte er nicht bloß den Dreier in den Vordergrund, sondern auch die Haltung seiner Mannschaft. Gleichzeitig sprach Hauch dem Gegner die Qualität nicht ab. "Der Gegner war von Anfang an sehr gut im Spiel, hat die Chancen aber nicht nutzen können", meinte der Trainer. Mining sei zudem "mit sehr vielen Einzelspielern sehr gut bestückt" und werde "auch noch ihre Punkte machen", so seine Einschätzung nach dem Schlusspfiff.
Großen Gesprächsstoff neben dem sportlichen Verlauf gab es für Hauch nicht, auch weil die Partie aus seiner Sicht in geordneten Bahnen verlief. "Schiedsrichter Akyol hat auf beiden Seiten sehr fair gepfiffen. Er hat eine solide Leistung abgelegt", sagte der Trainer und betonte dazu noch einmal: "Es war eine faire Partie." Für seine eigene Mannschaft blieb deshalb vor allem hängen, dass sie nach schwierigerem Beginn immer besser in die Begegnung hineinfand und im richtigen Moment effektiv war. "Es war eigentlich ein Spiel auf Augenhöhe, aber durch das Momentum ist es dann zu uns gekommen. Wir waren effektiv und haben das 3:1 drübergebracht", fasste Hauch zusammen. In der Tabelle steht die Union Treubach/Roßbach nach drei Runden damit bei sechs Punkten, während der SV Mining mit einem Zähler weiter auf den nächsten Schritt wartet.