In der 2. Klasse West hat der SV Schildorn gegen die Union Polling ein 8:0-Schützenfest gefeiert und die Partie laut Trainer Sebastian Strasser von der ersten Minute an bestimmt. Der Coach sprach nach dem Schlusspfiff von einem „sehr eindrucksvollen Auftritt“ seiner Mannschaft, die über 90 Minuten kaum etwas zuließ, im Passspiel sauber blieb und schon bis zur Pause mit 5:0 davonzog.

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Der Spielverlauf war aus Schildorner Sicht schnell klar zu erkennen. Norbert Major brachte die Gastgeber bereits in der 5. Minute in Führung, und genau dieses frühe 1:0 war für Strasser ein wichtiger Punkt. „Das 1:0 hat natürlich den Damm gebrochen“, sagte der Trainer, der den Auftritt seiner Mannschaft als von Beginn an dominant beschrieb. Harald Winter legte in der 19. Minute das 2:0 nach, ehe die Partie binnen kurzer Zeit noch deutlicher wurde. In der 23. Minute trafen zunächst Norbert Major zum 3:0 und dann Martin Stockinger zum 4:0. Thomas Buttinger stellte in der 40. Minute auf 5:0, damit war die Begegnung praktisch schon vor dem Seitenwechsel klar entschieden. Strasser fasste diese erste Hälfte passend zusammen: „Wir waren dominant von Beginn weg, hatten gutes Passspiel, gute Passqualität und hohes Tempo nach vorne.“ Für ihn war es deshalb auch „nur eine Frage der Zeit“, bis seine Mannschaft das Spiel auf ihre Seite zieht.
Dass dieses 8:0 nicht nur hoch, sondern auch klar begründet war, führte der Schildorn-Trainer danach ausführlich aus. „Wir waren im Passspiel extrem exakt und druckvoll, super Tempofußball, gute Abläufe in der Offensive und sehr gutes Gegenpressing bei Ballverlusten und dadurch immer wieder mit hohen Ballgewinnen“, sagte Strasser. Genau darin sah er den entscheidenden Faktor für den Erfolg. Dazu kam, dass Schildorn nach seiner Einschätzung auch gegen den Ball sehr aufmerksam blieb und eine gute Restverteidigung hatte. „Wir sind sicher gestanden hinten, haben kaum was zugelassen und haben über 90 Minuten ganz klar das Spiel dominiert“, meinte der Coach. Besonders auffällig war aus seiner Sicht, dass Polling im Aufbau viel Risiko nahm und die Gastgeber daraus Nutzen zogen. „Wir haben sie immer wieder auch zu großen Fehlern gezwungen, haben dadurch oft hohe Ballgewinne gehabt und dann nur mehr wenige Pässe bis zum Torabschluss gehabt“, erklärte Strasser. Seine Mannschaft habe dem Gegner praktisch keinen Raum gegeben, sich zu entfalten. Noch deutlicher wurde er bei der Einschätzung der Defensivleistung: „Ich glaube, wir haben über das gesamte Spiel nur eine einzige Torchance vom Gegner zugelassen und das war ein Distanzschuss mittig aufs Tor.“
Nach dem 5:0 zur Halbzeit veränderte sich laut Strasser vor allem die Haltung des Gegners. „Nach der Halbzeit ist der Gegner ganz tief gestanden und wollte Schadensbegrenzung betreiben“, sagte der Trainer. Trotzdem blieb Schildorn das aktivere Team und hielt die Partie unter Kontrolle. Norbert Major schnürte in der 51. Minute mit dem 6:0 seinen Dreierpack, ehe Peter Buttinger in der Schlussphase noch zweimal nachlegte und mit Treffern in der 70. und 73. Minute auf 8:0 stellte. Strasser sprach für die zweite Hälfte von einem „eher kontrollierteren Spiel“, machte aber gleichzeitig klar, dass die Dominanz seines Teams auch danach nicht abriss. „Wenn wir noch drei, vier oder fünf große Chancen nutzen, dann geht es auch in die Zweistelligkeit“, sagte er und nannte das ein „kleines Manko“. Insgesamt blieb aber der Eindruck eines rundum starken Auftritts, den der Trainer mit den Worten zusammenfasste: „Sonst war das ein sehr, sehr starker Auftritt meiner Mannschaft.“
Mit dem 8:0 hat der SV Schildorn in Runde drei den dritten Sieg eingefahren und steht damit mit neun Punkten ganz vorne in der Tabelle. Strasser wollte den klaren Heimsieg trotzdem nicht größer machen, als er aus seiner Sicht einzuordnen ist. „Das ist aufgrund dieses Spieles schwer zu bewerten, weil der Gegner kaum zur Entfaltung gekommen ist“, sagte er mit Blick auf mögliche Schwachstellen. Der Coach verwies darauf, dass andere Partien dafür aussagekräftiger seien, und blieb in seiner Einschätzung bewusst bodenständig. „Wir bleiben einfach demütig, versuchen uns Woche für Woche zu steigern und daran zu arbeiten, dass wir unsere Form beibehalten“, erklärte Strasser. Auch rund um das Spiel gab es für ihn keinen großen Gesprächsbedarf mehr. Strittige Szenen sah er keine, die Leistung von Schiedsrichter Bebic nannte er „souverän“. Am Ende blieb deshalb vor allem ein klarer Befund: Schildorn war über die gesamte Spielzeit überlegen, ließ hinten fast nichts zu und nutzte seine Überlegenheit vor allem vor der Pause konsequent aus.