Spielberichte

"Das 1:1 hat uns gezeigt, dass etwas geht" – Kohlgrube/Wolfsegg dreht das Heimspiel noch

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ATSV Kohlgrube/Wolfsegg
SV Schildorn

In der 2. Klasse West hat sich ATSV Kohlgrube/Wolfsegg im Heimspiel gegen SV Schildorn mit 2:1 durchgesetzt. Nach dem frühen Rückstand blieb die Mannschaft von Michael Kinberger dran, glich noch vor der Pause aus und entschied die Partie spät vom Elfmeterpunkt. Der Trainer sprach von einer über 90 Minuten klar überlegenen Vorstellung und sah vor allem im 1:1 den Moment, in dem seine Mannschaft noch mehr an den Sieg glaubte.

Mehrere Spieler auf dem Platz - ein Betreuer trägt eine Eisbox

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Rückstand früh, Antwort noch vor der Pause

Das Spiel begann aus Sicht der Gastgeber mit einem Dämpfer, denn schon in der 11. Minute brachte Harald Winter die Gäste mit 1:0 in Führung. Kinberger nannte dieses 0:1 "eher ein unglückliches Tor", betonte aber zugleich, dass seine Mannschaft dadurch nicht aus dem Tritt kam. Kohlgrube/Wolfsegg blieb laut seinem Trainer die aktivere Elf, investierte mehr und suchte weiter konsequent den Weg nach vorne. In der 32. Minute kam dann die passende Antwort durch Deniz Odabas. Kinberger beschrieb den Treffer als "super herausgespielt": Nach einem Steckpass schob Odabas "mit links flach ins untere Eck" ein. Mit dem 1:1 ging es auch in die Pause, und genau dieser Treffer war für den Trainer der Knackpunkt. "Das 1:1 war der wichtigste Moment, weil wir gesehen haben, dass etwas geht", sagte er.


Druck bleibt hoch, Prosic macht es spät vom Punkt

Nach dem Ausgleich blieb Kohlgrube/Wolfsegg am Drücker und ließ aus Sicht des Trainers keinen Zweifel daran, welche Mannschaft mehr für das Spiel tat. "Wir waren 90 Minuten komplett überlegen, haben 90 Minuten mehr für das Spiel getan und sind verdient als Sieger vom Platz gegangen", sagte Kinberger. Besonders zufrieden war er mit der Art, wie seine Mannschaft die Partie angelegt hat. "Die Passgeschwindigkeit hat gepasst, die Räume haben gepasst", meinte der Trainer, der auch die Defensivarbeit, das Laufpensum und die Moral hervorhob. Schildorn hielt die Begegnung lange offen, doch Kinberger sprach davon, dass seine Elf "Chance um Chance" gehabt habe, während von den Gästen eher wenig gekommen sei. Die Entscheidung fiel schließlich in der 86. Minute. Amar Prosic verwandelte vom Elfmeterpunkt nach Einschätzung seines Trainers "super souverän" zum 2:1.

Viel Lob für die eigene Leistung, Respekt für den Gegner

Bei aller Zufriedenheit über den Heimsieg sparte Kinberger nicht an Respekt für den Gegner. Schildorn sei "sehr ambitioniert" aufgetreten, läuferisch ordentlich gewesen und auch körperbetont, sagte er. Dazu komme, dass man die Stürmer "nie aus den Augen lassen" dürfe, weil ständig Gefahr entstehen könne. Gleichzeitig sah er bei den Gästen aber auch eine Schwäche, die seine Mannschaft gut genutzt habe. "Wenn sie unter Druck sind, machen sie Fehler, und die Fehler haben wir dann in Tore umgemünzt", erklärte Kinberger. Für ihn war der Auftritt der eigenen Elf deshalb nicht nur wegen des Ergebnisses stark. "Von vorne bis hinten war das eine super Leistung", sagte der Trainer und meinte damit nicht nur die beiden Treffer, sondern auch die Geschlossenheit, die Laufarbeit und den kämpferischen Einsatz.

Ein fairer Abend und ein Sieg, der für den Trainer folgerichtig war

Auch rund um die Spielleitung gab es nach dem Schlusspfiff kaum Gesprächsstoff. Kinberger sprach "im Großen und Ganzen" von einem sehr fairen Spiel, in dem beide Mannschaften "nur über spielerische Mittel Fußball spielen wollten". Strittige Entscheidungen habe es aus seiner Sicht nicht gegeben. So blieb unter dem Strich ein Abend, der sich für den Trainer schlüssig anfühlte. Nicht eine einzelne Szene stand für ihn im Mittelpunkt, sondern das Gesamtbild. "Es war einfach alles", sagte er und meinte damit Passspiel, Räume, Defensive, Chancenverwertung, Laufarbeit und Moral. Genau daraus leitete er auch die Erklärung für den 2:1-Erfolg ab: Kohlgrube/Wolfsegg blieb nach dem Rückstand ruhig, war über weite Strecken das aktivere Team und belohnte sich spät, aber verdient.

2. Klasse West: ATSV Kohlgrube : Schildorn - 2:1 (1:1)

  • 86
    Amar Prosic 2:1
  • 32
    Deniz Odabas 1:1
  • 11
    Harald Winter 0:1