In der 2. Klasse West haben sich der SK WIEHAG Altheim 1b und der SV Waldzell am Freitagabend mit einem 1:1-Unentschieden getrennt. Nach torloser erster Hälfte brachte Lukas Schrattenecker die Gäste in Front, ehe Tomas Ferrarezi ausglich. Trainer Oliver Schiessl sah vor allem vor der Pause Vorteile für sein Team, sprach insgesamt aber von einer ausgeglichenen Partie und sagte passend zum Spiel: "Mit dem 1:1 müssen beide Teams zufrieden sein."

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Für Oliver Schiessl lag ein wichtiger Teil dieser Partie schon in der ersten Halbzeit. Der Waldzeller Trainer sprach von einem offenen Spiel, sah seine Mannschaft in dieser Phase aber leicht im Vorteil. "An und für sich war es eine sehr ausgeglichene Partie in der ersten Halbzeit, eher mit dem Momentum auf unserer Seite", sagte er. Gerade deshalb wurmte ihn, dass aus diesen Minuten kein Treffer wurde. Schiessl meinte, seine Mannschaft habe sich "einige gute Torchancen erspielt", den Matchplan gut umgesetzt und gerade auf einem größeren Platz ordentlich begonnen. Das sei für Waldzell keineswegs selbstverständlich, weil die Mannschaft sonst einen kleineren Platz gewohnt sei. Umso mehr ärgerte ihn, dass man die guten Ansätze nicht konsequent genug zu Ende spielte.
Zur Halbzeit stand es noch 0:0, doch aus Waldzeller Sicht war da das Grundthema des Abends schon klar erkennbar. "Bis zur 35. Minute hätten wir das eine oder andere Tor machen müssen, am Ende der ersten Halbzeit waren wir dann zu passiv, da hätte durchaus auch Altheim in Führung gehen können", sagte Schiessl rückblickend. Nach dem Seitenwechsel ging seine Mannschaft dann doch in Führung. In der 56. Minute traf Lukas Schrattenecker zum 0:1, und auch diese Szene gefiel dem Trainer. "Bei dem Führungstor hatten wir den nötigen Nachdruck, wir wollten dieses Tor unbedingt erzielen", sagte Schiessl. Viel Zeit, um aus dieser Führung Sicherheit zu ziehen, bekam Waldzell aber nicht. Schon in der 64. Minute stellte Tomas Ferrarezi für Altheim auf 1:1. Damit war das Spiel wieder dort, wo es laut Schiessl über weite Strecken ohnehin gewesen war: völlig offen.
Den Gegentreffer ordnete der Waldzeller Trainer als unglückliche Szene ein, ohne an der Entscheidung selbst groß zu rütteln. "Das Gegentor war ein Konter, bei dem mein Verteidiger den Ball auf die Hand geschossen bekommt", schilderte Schiessl die Situation. Für ihn war der Elfmeter daher berechtigt. "Es war ein klarer Elfmeter", sagte er, auch wenn für Waldzell "der Wermutstropfen" blieb, dass der Ausgleich wieder aus einem Strafstoß entstand. Überhaupt beschrieb Schiessl die Partie als ein ständiges Wechselspiel. Das Momentum sei immer wieder von einer Mannschaft zur anderen gegangen. Altheim sei in schnellen Gegenstößen stets gefährlich gewesen. Dazu kamen laut Schiessl auf beiden Seiten noch Aluminiumtreffer, was den ausgeglichenen Eindruck zusätzlich unterstrich.
Ganz ohne Diskussionen ging der Abend aus Waldzeller Sicht trotzdem nicht zu Ende. Schiessl verwies auf eine Szene in der 86. Minute, in der er ein Handspiel von Altheim gesehen hatte. "Für mich war das auch ein klares Handspiel. Schiedsrichter Kugler hat gesagt, er hat die Szene nicht so wahrgenommen", erzählte der Trainer nach dem Spiel. Einen Vorwurf wollte er daraus aber nicht machen. "Der Referee war sehr gut, bis auf die eine Szene", sagte Schiessl und sprach damit insgesamt von einer soliden Leistung des Unparteiischen. Sportlich blieb bei ihm am Ende eine nüchterne Einordnung. In der ersten Halbzeit habe der SV Waldzell zu wenig aus seinen Chancen gemacht, in den letzten zehn Minuten sei dann der SK Altheim stärker gewesen, da hatte Waldzell auch etwas Glück, nicht in Rückstand zu geraten. Deshalb lautete sein Fazit folgerichtig: "Mit dem 1:1 müssen beide Teams zufrieden sein." Für Waldzell bedeutet das nach Runde elf einen weiteren Punkt und sieben Zähler in der Tabelle.