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"Normalerweise muss man das Spiel gewinnen" – SV Mining/Mühlheim lässt gegen Lohnsburg Chancen liegen

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Mining/Mühlheim
Union Lohnsburg

In der 2. Klasse West trennten sich der SV Mining/Mühlheim und der FußballClub Union Lohnsburg mit einem 1:1-Unentschieden. Nach dem 0:1 durch Dominik Schrattenecker kämpften sich die Gastgeber durch den Ausgleich von Kilian Scherfler zurück, trotzdem blieb bei Interimstrainer Stefan Federer das Gefühl, dass deutlich mehr drin gewesen wäre. "Normalerweise muss man das Spiel gewinnen", sagte er, weil seine Mannschaft aus seiner Sicht die klareren Chancen hatte und über weite Strecken nur wenig zuließ.

Blauer Fußball und blauer Fußballschuh

Foto von Janosch Diggelmann auf Unsplash


Standard bringt Gäste vor der Pause in Führung

Die Partie entwickelte sich zunächst so, wie es sich Federer von seiner Mannschaft erwartet hatte. Mining/Mühlheim verteidigte, wie der Interimstrainer betonte, "sehr, sehr aggressiv" und zog viele Eins-gegen-eins-Duelle in der Defensive konsequent durch. Ganz sauber war der Zugriff im Mittelfeld nach seiner Einschätzung noch nicht, nach vorne konnte der SV das Tempo aber immer wieder auf den Platz bringen. Kurz vor der Pause gerieten die Gastgeber dann dennoch in Rückstand, als Dominik Schrattenecker in der 40. Minute für Lohnsburg zum 0:1 traf. Gerade dieses Gegentor wurmte Federer, weil es nach seiner Sicht aus einer Standardsituation entstand, in der seine Mannschaft im eigenen Fünfer nicht gut aussah. "Der Spielvorteil in Summe war in Ordnung", sagte er, weil er seine Elf trotz des Halbzeitrückstands klar näher am Führungstor als am Gegentor gesehen hatte.

Scherfler gleicht aus, Teamgeist stimmt

Nach dem Seitenwechsel blieb Mining/Mühlheim aber im Spiel und kam in der 64. Minute durch Kilian Franz Scherfler zum 1:1. Für Federer war das nur die folgerichtige Antwort auf eine Leistung, mit der er insgesamt viel anfangen konnte. "Unser Ziel war, eine Mannschaftsleistung zu sehen und einen Zusammenhalt im Team", sagte er, und genau das habe seine Elf gezeigt. Besonders wichtig war ihm, dass es auf dem Platz keine negative Kommunikation gab. "Wir wollen uns gegenseitig helfen und schauen, dass jeder für den anderen kämpft." Gerade weil viele junge Spieler eingebaut wurden, sei dieser gemeinsame Auftritt ein wichtiger Schritt gewesen. Auch die Führungsspieler und der Kapitän hätten sich gut ins Spiel eingefunden und die Mannschaft angeführt, was für den Interimstrainer nach den vergangenen Wochen ein wesentlicher Punkt war.

Viele Chancen, aber nur ein Punkt

Dass es am Ende trotzdem nur bei einem Remis blieb, führte Federer klar auf die Chancenverwertung zurück. "Wir haben sehr viele Großchancen kreiert und fast nichts zugelassen", sagte er, ehe er noch konkreter wurde: "In der zweiten Halbzeit kommen wir zweimal alleine drei Meter vor dem Tor zum Kopfball und verwerten das nicht." Dazu kamen aus seiner Sicht zumindest eine klare Elfmeter-Szene und weitere Möglichkeiten, bei denen nur Zentimeter fehlten. "Hier ist das Selbstvertrauen ein großes Thema", meinte Federer, obwohl er die Qualität seiner Offensivspieler ausdrücklich hervorhob. Der Union Lohnsburg bescheinigte er eine robuste und strukturierte Defensivarbeit, wirklich gefährlich seien die Gäste für ihn aber vor allem nach Standards geworden. So bleibt für den SV Mining/Mühlheim nach dem 1:1 ein Punkt, mit dem man arbeiten kann. "Wir können trotzdem damit arbeiten", sagte Federer. Mit elf Punkten aus elf Spielen steht der SVvorerst auf Rang neun.

2. Klasse West: Mining/M. : Lohnsburg - 1:1 (0:1)

  • 64
    Kilian Franz Scherfler 1:1
  • 40
    Dominik Schrattenecker 0:1