Zwischen Lembach und Vorderweißenbach entwickelte sich in der Bezirksliga Nord ein intensives Spiel mit hohem Tempo, vielen Zweikämpfen und entsprechend emotionalen Reaktionen. Lembach-Trainer Amarildo Zela erklärte nach dem Abpfiff gegenüber Ligaportal, seine Mannschaft hätte sich mehr verdient und die positive Entwicklung werde sich bald auch in den Ergebnissen widerspiegeln. Dem widerspricht Vorderweißenbach-Coach Josef Příhoda deutlich.
Příhoda sieht die Partie differenziert und widerspricht zentralen Punkten der gegnerischen Analyse. Laut Videocam-Statistik habe sein Team ein Ballbesitzverhältnis von 56:44 verzeichnet. Auch die Foulstatistik (17:15 für Lembach) spreche nicht für die angesprochenen „brutalen Fouls“.
Insgesamt habe er ein ausgeglichenes Spiel gesehen, das in beide Richtungen hätte kippen können. Lembach habe sehr pragmatisch agiert und häufig mit langen Bällen auf einen körperlich starken Stürmer gearbeitet, wodurch man zwar zu Offensivaktionen kam, jedoch eher zu Halbchancen als zu klaren Möglichkeiten.
Vorderweißenbach hingegen habe versucht, spielerische Lösungen zu finden. Der eigene Treffer sei nach einer sehenswerten Kombination entstanden, während Lembach nach einer Standardsituation aus der eigenen Hälfte erfolgreich war.
Zudem verweist Příhoda auf eine strittige Szene, bei der seinem Team ein reguläres Tor wegen Abseits aberkannt worden sei. Gleichzeitig betont er, den Fokus nicht auf Schiedsrichterentscheidungen legen zu wollen.
Sein Fazit: Das Unentschieden sei ein gerechtes Ergebnis, für Lembach zudem ein wichtiger Punkt nach dem zwischenzeitlichen Rückstand.
Union Lembach – Trainer Amarildo Zela: "Ich bin stolz auf meine Mannschaft"