Union M-TEC Arnreit-Trainer Reinhard Eisner ordnete das 0:0 gegen den USV St. Oswald/Freistadt in der Bezirksliga Nord nüchtern ein: „An sich war das Remis gerecht.“ In einer ausgeglichenen ersten Hälfte blieben beide Teams lange ohne Durchschlagskraft. Arnreit hatte vor der Pause die beste Möglichkeit, nach dem Platzverweis gegen die Gäste aber kaum noch klare Abschlüsse, weil St. Oswald/Freistadt tief verteidigte. Nach dem Wechsel lag das Ballbesitzplus bei Arnreit, zwingend wurde es jedoch nicht. Wind und ein holpriger Frühlingsrasen erschwerten zudem saubere Aktionen. Unterm Strich blieb es ein chancenarmes Duell, in dem Details, Standards und Zweikampfführung den Ton angaben.

Image by Phillip Kofler from Pixabay
Eisner sprach von wenigen klaren Szenen und beschrieb die beste Arnreiter Möglichkeit so: „In der ersten Halbzeit hatten wir eine Großchance, bei der nach einem Stanglpass im Zentrum jemand einen Tick zu spät kam.“ Darüber hinaus blieb es bei Halbchancen und unpräzisen Abschlüssen. Das deckt sich mit seiner Gesamtanalyse: In Hälfte eins war das Geschehen ausgeglichen, nach der Pause hatte Arnreit mehr den Ball – ohne die defensive Ordnung des Gegners aufzubrechen. „Der Gegner hat oft in einem tiefen Block gespielt und war eher aufs Umschaltspiel aus. Dagegen haben wir uns zu wenige klare Chancen erspielt“, so Eisner. Standardsituationen sorgten zwar vereinzelt für Gefahr, echten Abschlussdruck entwickelte Arnreit daraus jedoch nicht.
Prägend für die Statik war die Unterzahl der Gäste: Für St. Oswald/Freistadt sah Adrian Höller Gelb-Rot. Im Anschluss rückte der USV noch tiefer zusammen, Arnreit fand gegen den kompakten Block kaum Lücken. Bei ruhenden Bällen blieb es meist beim kurzen Aufbäumen: „Es gab ein paar Standardsituationen, wo es kurz einen Wirbel gab, aber keine klaren Abschlüsse oder Riesenchancen.“ Eisner hob auch die Linie des Unparteiischen hervor: „Es gab keine strittigen Szenen. Die Gelb-Rote war als zweite Gelbe klar. In der ersten Halbzeit hätten wir bei einer Vorteilsituation profitieren können, da wurde abgepfiffen – insgesamt hatte der Schiedsrichter das sehr gut unter Kontrolle.“
Spielprägend waren laut Eisner auch äußere Bedingungen und Zweikampfbilder: „Es war eine intensive Partie auf teils schlechtem, noch holprigem Frühlingsrasen. Dadurch wurden Eins-gegen-eins-Duelle selten gewonnen und genaue Passstafetten kamen nicht durch.“ Anpassungen nahm Arnreit vor allem im Ballbesitz vor, der Wind beeinflusste jedoch beide Halbzeiten spürbar: „Wir wollten unser Ballbesitzspiel etwas anpassen. In der zweiten Halbzeit spielten wir gegen den Wind – ein Nachteil; in der ersten Halbzeit mit dem Wind ein kleiner Vorteil, aber genauso für den Gegner.“ Mit Blick auf das kommende Auswärtsspiel ist die Lage klar umrissen: „Es ist sehr wichtig, weil wir nicht in den Abstiegskampf hineingezogen werden wollen. Zu Hause ist der nächste Gegner stark – das wird eine sehr schwere Aufgabe.“ Tabellarisch liegt Arnreit bei 18 Punkten im Mittelfeld, der nächste Kontrahent kommt auf 14 – die Konstellation unterstreicht die Bedeutung des anstehenden Duells.