Großer Derby-Abend in der Bezirksliga Nord: Die Union Lembach setzte sich zuhause mit 2:0 gegen den SV HOLZMANN Haslach durch. Nach dem 1:0 zur Pause legten die Lembacher nach und brachten den verdienten Sieg souverän über die Zeit. Trainer Amarildo Zela sprach von einer „fantastischen zweiten Halbzeit“ und hob die mannschaftliche Geschlossenheit hervor. Die Torschützen Jakob Pechmann (34.) und Martin Schinkinger (57.) sorgten für klare Verhältnisse gegen den Tabellendritten – und für spürbare Erleichterung bei den Gastgebern.
Lembach startete wach und mutig in die Partie. „Wir waren von Anfang an spritzig und fokussiert“, erklärte Trainer Amarildo Zela. Chancen gab es zunächst nur in Ansätzen, echte Hochkaräter blieben aus. Nach rund einer halben Stunde musste Zela allerdings umstellen: „Markus Hintringer hat sich wieder verletzt, wir mussten wechseln und die Positionen anpassen.“ Der Rhythmus litt darunter nicht – im Gegenteil. Lembach blieb am Drücker und belohnte sich in Minute 34: Jakob Pechmann stellte auf 1:0. Entstanden sei das Tor „über die linke Seite nach einer Flanke“, so Zela, der den Vorsprung zur Pause als „verdient“ einordnete.
Nach dem Seitenwechsel legte Lembach noch einmal zu. „Die zweite Halbzeit war fantastisch, mit viel Tempo und vielen Torchancen. Wir haben das Spiel total dominiert“, schwärmte Zela. Seine Mannschaft habe „hinten nicht einmal eine Torchance zugelassen“ und sei „sehr kompakt gestanden“. Offensiv erspielten sich die Gastgeber mehrere Hundertprozentige – das 2:0 fiel in der 57. Minute: „Das war eine super Aktion über links: Flanke von Daniel Zauner, und Martin Schinkinger köpft ungefähr vom Elfmeterpunkt genau ins Kreuzeck.“ Zela ergänzte: „Wir hätten sogar höher gewinnen können – die Fans zahlen für solch ein Spiel gerne die Eintrittskarte.“
Der Sieg hatte für Lembach auch eine emotionale Note. „Haslach war für uns ein Angstgegner, wir haben seit 2001 nicht mehr gewonnen“, sagte Zela. Umso höher bewertete er das 2:0 gegen den Tabellendritten: „Zu null gegen Haslach – das ist stark.“ Er sprach von einer robusten, aggressiven Gästemannschaft, die aus dem Spiel heraus aber kaum gefährlich wurde. Trotz zahlreicher personeller Sorgen – „Adnan Nocic fällt mit Zerrung zwei, drei Wochen aus, Sakic war privat verhindert, insgesamt haben wir über zehn Ausfälle“ – lieferte sein Team, das schon früh den Hintringer-Wechsel verkraften musste, eine reife Vorstellung. Zela: „Wir treten geschlossen auf, machen die Räume dicht und sind im Umschalten brandgefährlich. Hut ab – ein großes, großes Lob an meine Mannschaft.“
Ganz ohne Diskussionspunkt kam das Derby nicht aus. Zela schilderte eine Szene um die 70. Minute, in der sein durchgebrochener Stürmer gefoult worden sei: „Wenn er pfeift, ist es als letzter Mann Rot – schade, aber das kann passieren.“ Gleichzeitig betonte er: „Ein großes Kompliment an die drei Schiedsrichter, solch ein Derby zu pfeifen ist nicht leicht – sie haben das gut gemacht.“
Sportlich blickt Lembach nach zuletzt zwei erfolgreichen Wochen (sechs Punkte) und dem 2:0 gegen den Dritten selbstbewusst nach vorne. „Wir werden Woche für Woche eingespielter. Wenn wir so weitermachen, sind wir für jede Mannschaft eine Überraschung“, sagte Zela – und richtete den Blick auf die nächste Aufgabe beim Tabellenzweiten St. Oswald.