In der Bezirksliga Nord teilten sich der SV HOLZMANN Haslach und die SPG Katsdorf beim 1:1 die Punkte. Nach einem turbulenten Start mit Treffern auf beiden Seiten blieb Haslach über weite Strecken das aktivere Team, scheiterte aber mehrfach an der eigenen Effizienz. Trainer Philipp Aigner sprach von einem „kampfbetonten“ Spiel, lobte die Disziplin seiner Mannschaft und haderte mit der Chancenverwertung – sowie mit einem aus seiner Sicht nicht gegebenen Handelfmeter, betonte aber zugleich die insgesamt „sehr gute“ Schiedsrichterleistung.

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Keine Anlaufzeit, sofort lag Würze in der Partie: In der 1. Minute stellte Edin Mujakic für Katsdorf auf 0:1. Haslachs Trainer Philipp Aigner ärgerte sich über den Fehlstart: „Katsdorf ist praktisch mit dem Anpfiff nach einem Fehler in unserer Defensive in Führung gegangen.“ Seine Elf schüttelte sich aber kaum, denn nur zwei Minuten später war Julian Friedl zur Stelle und stellte in der 3. Minute auf 1:1. Aigner fasste die rasante Anfangsphase so zusammen: „Wir haben uns nicht beirren lassen und unseren Plan konsequent durchgezogen.“ Nach dem schnellen Ausgleich kippte das Spielgefühl in Richtung Haslach. „In weiterer Folge war es eher ein Spiel auf ein Tor“, sagte Aigner. Über schöne Kombinationen in die Tiefe und gefährliche Standards erspielten sich die Hausherren mehrere Möglichkeiten, doch vor der Pause blieb das torlose Anrennen ohne Ertrag. „Wir haben es verabsäumt, noch vor der Halbzeit das 2:1 zu machen“, so der Coach, der die taktische Ordnung und die Einstellung seiner Truppe ausdrücklich lobte.
Aus Haslacher Sicht lag der Sieg früh in der Luft. „Gleich nach dem 1:1 hatten wir in der ersten Viertelstunde zwei dicke Chancen, einmal ging der Schuss an die Stange“, berichtete Aigner. Auch nach dem Seitenwechsel blieb seine Mannschaft am Drücker, fand weitere Abschlüsse – und doch fehlte das letzte Quäntchen. „Ganz klar hat heute die Torchancenverwertung gefehlt“, brachte es der Trainer auf den Punkt. Für Gesprächsstoff sorgte zudem eine Szene im zweiten Durchgang: „In der 60. Minute wurde bei einem Schuss, der vielleicht sogar ins Tor gegangen wäre, mit der Hand geblockt – für mich ein klarer Handelfmeter, aber leider nicht gegeben“, sagte Aigner, der auch in Halbzeit eins eine 50:50-Szene sah. Trotz dieser Kritik blieb der Ton respektvoll: „Der Schiedsrichter hat eine sehr, sehr gute Leistung gebracht, sehr souverän“, sagte Aigner. Katsdorf verteidigte tief, blockte viele Wege zu und setzte auf lange Bälle – aus Aigners Sicht „destruktiv, aber effektiv“.
Aigner hob neben der Spielanlage auch die Mentalität seiner Mannschaft hervor: „Taktische Disziplin und Einstellung haben sehr gut gepasst. Wir wollten zu jeder Sekunde das knappe Spiel gewinnen und haben – im Vergleich zu den letzten Partien – wieder zahlreiche Chancen herausgespielt.“ Dass am Ende „nur“ ein Punkt blieb, führte er auf fehlende Kaltschnäuzigkeit und ein wenig Pech zurück. Gleichzeitig verteilte er fairen Applaus an den Gegner: „Katsdorf ist als sehr laufstarkes Kollektiv bekannt, hat heute sehr tief und diszipliniert verteidigt und sich den Punkt durch den Einsatz auch verdient.“
Positiv vermerkte Aigner zudem Personalien: Vizekapitän Niklas Hackl überzeugte – und Marcel Weichselbaumer feierte nach Verletzung sein Comeback. In der Tabelle bleibt Haslach mit 32 Punkten Dritter, Katsdorf hält bei 22 Zählern auf Rang 13. Für Haslach gilt es nun, an die Leistung anzuknüpfen, die Chancen konsequenter zu nützen – dann werden die nächsten Dreier wieder greifbar.