In der Bezirksliga Nord musste die Union Oberneukirchen eine knappe 0:1-Heimniederlage gegen den spielstarken SK ADmira Linz hinnehmen. Nach einer ausgeglichenen ersten Hälfte fiel die Entscheidung kurz nach der Pause per Elfmeter. Für Oberneukirchen blieb es danach bei wenigen Offensivmomenten, während die Linzer ihren Vorsprung clever verwalteten. Trainer Gerhard Meindl ordnete den Ausgang nüchtern ein: Admira war ballsicherer, beweglicher und wollte den Sieg einfach mehr. Für seine Mannschaft geht der Blick trotz Ausfällen nach vorne.

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Beide Teams tasteten sich lange ab, die Null stand zur Pause, und Oberneukirchen hatte das Gefühl, gut mitzuhalten. „Wir haben die erste Halbzeit nicht so schlecht gespielt und mitgehalten“, sagte Gerhard Meindl, der an der Seitenlinie viel Organisation und Laufarbeit sah. Nach dem Seitenwechsel kippte die Partie schnell. In der 48. Minute gab es Strafstoß für die Gäste, den Jonas Musongi zum 0:1 verwertete. Meindl schilderte die Szene klar: „Wir verlieren im Mittelfeld den Ball, dann der Pass in die Tiefe. Unser Spieler berührt ihn an den Füßen, er fällt – Elfmeter.“ Von da weg fanden die Hausherren offensiv kaum mehr Durchschlagskraft: „Nach der Pause hatten wir keine Torchancen mehr.“
In seiner Einordnung blieb Meindl fair. „Admira war spielerisch stärker. Sie waren ballsicherer und sehr beweglich“, erklärte der Coach, der vor allem im Zentrum Vorteile bei den Linzern sah: „Rein vom Spielverlauf her im Mittelfeld waren sie überlegen.“ Auch die Physis spielte für ihn eine Rolle: „Sie sind athletisch top drauf, lauter junge Burschen, die gut kombiniert haben.“ Der Elfer kurz nach Wiederbeginn war für ihn der Knackpunkt. „Vielleicht war davor Abseits, das müssen wir uns am Video anschauen. Der Strafstoß selbst war klar.“ Ein mögliches Remis? „Vielleicht hätten wir einen glücklichen Punkt machen können, aber Admira hatte schon noch bessere Chancen. Der Sieg geht so in Ordnung.“ Zur Leitung des Unparteiischen meinte Meindl: „Im Großen und Ganzen hat es gepasst, vielleicht ein bissl kleinlich – die Schuld liegt eher bei uns.“
Warum Oberneukirchen nach der Pause nicht mehr zulegen konnte, hat für Meindl auch mit der aktuellen Personallage zu tun. „Wir müssen aus allen Reserven und aus der 1b Spieler holen, weil wir Verletzte und Angeschlagene haben. Das zieht sich seit Wochen“, sagte er. „In Schweinbach waren wir spielerisch wesentlich stärker, aber diese Woche sind wieder zwei, drei fix ausgefallen. Der Kader verändert sich ständig – das ist momentan nicht so leicht.“ In der Tabelle steht Oberneukirchen nach Runde 23 mit 31 Punkten solide im Mittelfeld, während Admira mit 35 Zählern oben dranbleibt. Der Ausblick bleibt positiv: „Wir wollen spielerisch retour kommen und in den letzten drei Spielen auf jeden Fall noch punkten. Wir spielen unser Spiel, haben unseren Spaß und eine gute Stimmung in der Mannschaft.“