In der Bezirksliga Nord setzte es für DSG Sportunion Altenberg ein 1:2 gegen DSG Union Metallbau Blauensteiner Naarn. Nach einem offenen, intensiven Spiel entschied ein später Treffer die Partie – und brachte den Gästen den Meistertitel. Naarns Trainer Michael Kragl sprach von einer geschlossenen Leistung und davon, dass sein Team das hohe Tempo bis zum Schluss durchgezogen hat. Die Reise nach Altenberg wurde für die mitgereisten Fans zum vollen Erfolg, und der Titeljubel war der verdiente Lohn für einen starken Auftritt unter Druck.

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Naarn erwischte den besseren Start und legte das Tempo hoch. „Wir sind von Anfang an ein hohes Tempo gegangen, hatten in den ersten zwanzig Minuten zwei, drei sehr gute Chancen. Die haben wir leider nicht genutzt“, sagte Michael Kragl. Dann schlugen die Gäste per Standard zu: Nach einer Ecke köpfte Andreas Bauernberger in Minute 19 zum 0:1 ein. Altenberg blieb dran und kam – ebenfalls nach einer Ecke – durch Paul Weissengruber in der 28. Minute zum 1:1. Mit diesem Resultat ging es in die Pause. Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie offen, Altenberg lauerte weiter auf Umschaltmomente, Naarn hielt die Schlagzahl hoch. In der Schlussphase setzten die Gäste den entscheidenden Nadelstich: In Minute 81 traf Julian Kollingbaum zum 1:2 und sorgte für den Meisterjubel.
Für Kragl war weniger eine einzelne Szene ausschlaggebend als das Gesamtpaket. „Der wichtigste Moment war die geschlossene Mannschaftsleistung. Wir haben daran geglaubt, dass wir das heute gemeinsam schaffen, das Tempo hochzuhalten und konsequent unser Spiel durchzuziehen“, erklärte der Trainer. Er hob vor allem die Haltung seines gesamten Kaders hervor: „Besonders gut war die Einstellung, der Wille zum Sieg – von allen sechzehn Spielern. Jeder hat gewusst, was zu tun ist. Wir haben bis zum Schluss gekämpft und uns zum Glück belohnt.“ Respekt gab es auch für den Gegner: „Altenberg war richtig stark in Umschaltmomenten und hat uns gefordert. Offensiv haben sie enorme Qualität. Wir haben in manchen Situationen sehr gut verteidigt oder auch das nötige Glück gehabt.“ Gerade in dieser Mischung aus Geduld, Kompaktheit und dem Glauben an den späten Treffer sah Kragl den Schlüssel zum Titel-Abend.
Auch zum Schiedsrichter fand Kragl klare Worte: „Der Schiedsrichter war souverän, wie wir es gewohnt sind. Vielleicht hätten wir einmal einen Elfmeter bekommen können, aber grundsätzlich war das eine sehr solide, unaufgeregte Leitung.“
Abseits des Rasens setzte der Naarner Anhang wichtige Akzente. „Es war ein Matchball, ein Entscheidungsspiel um die Meisterschaft. Einige Naarner sind nach Altenberg gereist und haben uns unterstützt – das hat sich gelohnt“, betonte Kragl. Der 2:1-Erfolg krönte den Abend: Mit nun 53 Punkten nach 25 Runden ist Naarn nicht mehr einzuholen und damit verdient Meister. In die letzte Runde geht die Kragl-Elf mit breiter Brust – und mit dem Wissen, dass sie sich den Titel mit harter Arbeit und einem späten Siegtor gesichert hat.