Spielberichte

Rottner erlöst Admira spät – Kowatsch: „Wir haben bis zum Schluss daran geglaubt“

SK ADmira Linz
Vorderweißenbach

In der Bezirksliga Nord feierte der SK ADmira Linz gegen Union Wippro Vorderweißenbach einen späten 1:0-Heimsieg. Lange tat sich die Admira schwer, ehe Jakub Rottner in der 86. Minute nach Zuspiel von Khalif Basic eiskalt entschied. Kurz darauf sah Nico Katzmayr Rot (87.). „Es war am Ende ein bisschen ein glücklicher Sieg“, ordnete Sportchef-Stv. Matthias Kowatsch ein – und lobte Torhüter Tim Schwandner sowie den ungebrochenen Glauben der Mannschaft bis zur letzten Minute.

Mannschaft schwört sich vor dem Spiel ein - im Vordergrund ist das Tor zu sehen

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Zäher Auftakt, Keeper hält Admira im Spiel

Die Admira kam laut Matthias Kowatsch ordentlich aus der Kabine. „Zu Beginn hat Admira ganz gut reingefunden, ist über die Flügel gut runtergekommen, aber der entscheidende Ball in die Mitte ist nicht geglückt.“ Mit Fortdauer bekamen jedoch die Gäste Oberwasser. „Vorderweißenbach ist dann besser geworden und hat die klareren Torchancen gehabt“, sagte der sportliche Leiter-Stellvertreter offen. Dass es zur Pause 0:0 stand, lag aus Admira-Sicht vor allem am Mann zwischen den Pfosten: „Unser Torwart Tim hat extrem gut gehalten und mehrere Großchancen vereitelt.“ Tim Schwandner blieb in den kritischen Momenten ruhig, hielt die Null fest und verschaffte seiner Mannschaft die nötige Zeit, um im Spiel zu bleiben, obwohl die Gäste phasenweise mehr vom Spiel hatten.

Entscheidung in Minute 86 – Basic bedient Rottner

Nach dem Seitenwechsel flachte die Partie spürbar ab. „In der zweiten Halbzeit war das Spiel sehr schlecht – wenig Torchancen, wenig zusammenhängende Aktionen“, beschrieb Kowatsch die zähe Phase ohne große Höhepunkte. Als vieles bereits auf ein torloses Remis hindeutete, setzte die Admira doch noch den entscheidenden Stich. „Es war eine schöne Ballstafette. Der Ball kam ungefähr auf Höhe der Mittellinie zu Khalif Basic, der einen wunderbaren Pass in die Tiefe gespielt hat. Jakub Rottner ist auf den Torwart zugelaufen und hat von Sechzehnerhöhe ins linke Eck abgeschlossen“, so Kowatsch zum 1:0 in der 86. Minute. Nur wenige Augenblicke später die nächste Schlüsselszene: „Es hat eine rote Karte gegeben, klarer Torraub. Der Schiedsrichter hat das sehr souverän geklärt.“ Der Unparteiische zeigte Vorderweißenbachs Nico Katzmayr in Minute 87 Rot – aus Admira-Sicht eine eindeutige Entscheidung, die den knappen Vorsprung zusätzlich absicherte.

Glaube, Geschlossenheit und ein besonderer Abschied

In seiner Gesamteinschätzung blieb Kowatsch realistisch, ohne den Gegner kleinzureden. „Sie waren grundsätzlich kompakt und haben sehr gute Chancen rausgespielt. Am Ende des Tages hat dort und da ein bisschen die Qualität gefehlt, um das Tor zu machen.“ Bei der Admira standen andere Tugenden im Vordergrund. „Es war nicht die beste Leistung“, gab er zu, „aber wie fast in jedem Spiel glauben bei uns alle bis zum Schluss daran, dass man gewinnen kann. Diese Geschlossenheit zeichnet uns heuer aus.“ Der späte Treffer passte zur inneren Überzeugung: „Entscheidend war, bis zum Schluss dran zu glauben – das hat heute den Unterschied gemacht.“

Rund um den Abpfiff kam noch ein besonderer Moment dazu: „Es war das letzte Heimspiel von unserem Trainer, Ralph Slamer. Es waren einige Zuseher da, das Wetter hat gut gepasst, und die Mannschaft hat am Platz noch ein kleines Fest gehabt.“ Mit den drei Punkten und dem Vorrücken auf Rang drei fand der Abend trotz zähem Spielverlauf ein stimmungsvolles Ende – für Kowatsch insgesamt „eine sehr gute Leistung“.

Bezirksliga Nord: SK ADmira : Vorderweißenbach - 1:0 (0:0)

  • 86
    Jakub Rottner 1:0