Zum Abschluss der Bezirksliga Nord setzte sich die Union Oberneukirchen bei der SPG Katsdorf mit 4:2 durch. In einer offenen Partie legten die Gäste zweimal vor, kassierten spät den Ausgleich – und entschieden die Sache in der Schlussphase. Trainer Gerhard Meindl sprach von einem verdienten Dreier und legte den Fokus auf die Bedeutung dieses Abends: „Das ist für uns der größte Erfolg seit dem Vereinsbestehen.“ Mit dem Sieg fixierten die Oberneukirchner Rang drei – ein Ausrufezeichen zum Saisonende.

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Oberneukirchen startete zielstrebig, ohne dabei die Balance zu verlieren. Die Gäste nutzten ihren ersten echten Angriff und gingen in Minute 17 durch Johannes Ratzenböck mit 1:0 in Führung. Gerhard Meindl schilderte den Auftakt gern noch einmal: „Nach einem Abschlag von Mario Meindl auf Johann Huemer ist er über die Seite durch, dann kam der Stanglpass zu Johannes Ratzenböck – 1:0.“ Katsdorf steckte das weg und kam nach knapp einer halben Stunde zurück: Alexander Taferner vollendete sauber zum 1:1 (29.). „Der Ausgleich war aus unserer Sicht nicht glücklich, aber wir haben ruhig weitergespielt“, meinte Meindl.
Nach der Pause setzten die Gäste sofort wieder ein Zeichen: Erneut war es Ratzenböck, der in Minute 53 per Kopf das 2:1 besorgte – nach einem „schönen, scharfen Eckball“, wie der Coach betonte. Katsdorf blieb jedoch dran und glich spät wieder aus: Edin Mujakic traf in der 81. Minute zum 2:2. „Das haben wir hinten verschlafen, es war aber auch ein schönes Tor von Katsdorf“, blieb Meindl fair. Die Antwort der jungen Oberneukirchner ließ kaum Luft holen: Zwei Minuten später traf Niklas Maureder zum 3:2 (83.), nachdem Vorbereiter Julian Grasböck den Ball auf der Seite „bravourös erkämpft“ und klug aufgelegt hatte. In der 88. Minute sah Paul Raab bei den Hausherren Rot, und kurz darauf machte Grasböck mit einem direkt verwandelten Freistoß zum 4:2 endgültig den Deckel drauf. „Der Freistoß ging über die Mauer – ein schöner Abschluss“, so Meindl.
Der Trainer hob nach dem Schlusspfiff weniger Einzelspieler hervor als das Gesamtpaket. „Wir haben uns vorgenommen, noch einmal alles abzurufen und voll konzentriert ins Spiel zu gehen. Mit den Jungen und Frischen war das richtig gut. Wir waren kämpferisch stark, offensiver unterwegs und haben uns schöne Chancen erarbeitet. Das war eine geschlossene, gute Mannschaftsleistung“, sagte Meindl. Er nahm auch die zwei Wackler nicht auf die Goldwaage: „Wir haben zweimal Glück gehabt, da hat Katsdorf an die Stange geschossen – aber wir hatten auch viele Möglichkeiten. Der Sieg geht in dieser Höhe in Ordnung.“ Gleichzeitig fand er Worte des Respekts für die Gastgeber: „Katsdorf hat sich noch einmal richtig aufgebäumt und eine gute Leistung gebracht. Man hat nicht gemerkt, dass sie Absteiger sind.“ Dass die Partie insgesamt fair verlief, unterstrich er ebenfalls: „Es war sehr friedlich, ohne grobe Fouls. Die rote Karte am Ende war eine Notbremse, da konnte der Schiedsrichter nichts anderes machen.“
Über das Resultat hinaus war dem Coach der größere Rahmen wichtig. „Für Oberneukirchen ist das sehr überraschend, aber sicher nicht unverdient: der dritte Platz in der Bezirksliga im ersten Jahr. Das freut uns sehr und geht in die Vereinsgeschichte ein“, erklärte Meindl sichtlich zufrieden. Gleichzeitig gab er Einblicke in die nächsten Schritte. „Leider verlässt uns Johann Huemer, er probiert es in der Landesliga, dafür kommt Tobias Wollendorfer von Pregarten wieder zurück zu uns, was sehr erfreulich ist. Unser 1b-Trainer und Co-Trainer Hannes Grasböck geht nach 15 Jahren in den Ruhestand.“ Die Weichen seien dennoch gestellt: „Der neue 1b-Trainer ist intern gefunden, in der Mannschaft gibt es sonst nicht viele Umstellungen. Ansonsten bleibt die Transferzeit ruhig, und das ist gut so.“ Mit diesem Fundament und dem 4:2 in Katsdorf im Rücken verabschiedet sich Oberneukirchen in den Sommer – selbstbewusst, aber bodenständig.