Spielberichte

Hasanovic nach 0:1: „Wenn wir da in Führung gehen, wird es ganz anders“

Vorderweißenbach
USV St. Oswald/Fr.

In der Bezirksliga Nord verlor der Gegner von Union Wippro Vorderweißenbach, USV St. Oswald/Freistadt, knapp mit 0:1. Nach torloser erster Hälfte entschied ein Treffer in Minute 66 die Partie. Aus Sicht von St.-Oswald-Trainer Samir Hasanovic lagen die Knackpunkte aber anderswo: eine vergebene Großchance kurz nach der Pause und ein später, verschossener Elfmeter. „Wenn wir da in Führung gehen, wird es ganz anders“, sagte er, blieb fair gegenüber Gegner und Schiedsrichter – und lobte seine Mannschaft zum Saisonabschluss.

Spieler rutscht mit Ball auf Rasen

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Zähes Ringen bis zur Pause

Beide Teams starteten mit offenem Visier in dieses letzte Saisonspiel. „Von Anfang an wollten beide Mannschaften gewinnen“, stellte Samir Hasanovic klar. Der Coach von St. Oswald verwies gleichzeitig auf die Ausgangslage: Die Gastgeber standen unter Druck, während seine Elf Platz zwei bereits abgesichert hatte. „Vorderweißenbach kämpft gegen den Abstieg, wir hatten noch eine kleine Chance auf die Relegation“, erklärte er. Auf dem Platz entwickelte sich vor der Pause ein intensives, aber fehlerbehaftetes Spiel. „Die erste Halbzeit war dynamisch, aber mit vielen Fehlern im Mittelfeld. Große Möglichkeiten gab es auf beiden Seiten kaum“, so Hasanovic. Folgerichtig ging es mit 0:0 in die Kabinen – ein Zwischenstand, der dem Geschehen entsprach. St. Oswald hielt defensiv ordentlich dagegen, doch nach vorn fehlte in diesen 45 Minuten der letzte Pass, um wirklich zwingend zu werden.

Zwei Momente kippen die Partie

Nach dem Seitenwechsel bekam Vorderweißenbach Rückenwind. „Nach der Pause hatte Vorderweißenbach mehr Druck. Man hat die Nervosität wegen der Punkte gespürt“, schilderte Hasanovic. Genau in diese Phase fiel aus seiner Sicht die größte Chance für die Gäste: „Über rechts hatten wir die erste große Szene: Stanglpass, der Goalie reagiert stark, Filip Rezac kommt dran, der Ball läuft auf der Linie – drinnen oder nicht?“ Der Trainer haderte nicht lange, blieb aber dabei: „Wenn wir da in Führung gehen, wird das Spiel ganz anders.“ Stattdessen schlugen die Hausherren zu. In Minute 66 traf Wendelin Anton Wolfmayr zum 1:0 für Vorderweißenbach. „Wir haben danach alles versucht, aber der Gegner hat gut verteidigt“, sagte Hasanovic. Die große Ausgleichschance kam spät: „In der 83. Minute bekommen wir einen Handelfmeter. Benjamin Krempl übernimmt – und schießt drüber.“ Es blieb beim 0:1 aus Gästesicht.

Fairer Ton und Vizemeister-Fazit

Trotz der Enttäuschung blieb Hasanovic in der Analyse ruhig und respektvoll. Über den Unparteiischen verlor er kein böses Wort: „Ich schaue nicht auf den Schiedsrichter. Es gab keine strittige Szene, alles ist normal gelaufen.“ Den Unterschied machte für ihn letztlich die Effizienz: „Der Gegner ist heute glücklich, dass er das Tor macht und gewinnt. Respekt an den Gegner.“ Gleichzeitig richtete der Coach den Blick auf sein Team und die ganze Saisonleistung. „Großes Lob an meine Mannschaft. Wir haben unsere Aufgabe gemacht und sind Vizemeister – sieben Punkte Vorsprung.“ In Summe sprach er von einem „fast ausgeglichenen“ Auswärtsspiel, in dem zwei Szenen nach der Pause das Pendel in Richtung Vorderweißenbach ausschlagen ließen. Der Tenor zum Schluss: knappe Niederlage, klare Worte – und viel Anerkennung für eine starke Saison von St. Oswald.

Bezirksliga Nord: Vorderweißenbach : St. Oswald/Fr. - 1:0 (0:0)

  • 66
    Wendelin Anton Wolfmayr 1:0