Zum Saisonabschluss der Bezirksliga Nord musste Union Thaller Fassaden Julbach gegen SK ADmira Linz einen langen Abend lang ackern – und gewann am Ende 2:1. Nach torloser erster Hälfte brachte ein weiter Schuss Julbach in Front, die Admira glich aus, ehe ein Fehler im Aufbau das Spiel entschied. Für Admiras Sportchef-Stellvertreter Matthias Kowatsch war schnell klar, warum es nicht reichte: „Uns hat der Killerinstinkt gefehlt.“ Trotzdem lobte er Einsatz und Moral seiner jungen Truppe.

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Die Admira kam gut ins Spiel, suchte den Weg nach vorn und erspielte sich vor der Pause mehrere klare Möglichkeiten. „Admira war über das ganze Spiel eigentlich die klar bessere Mannschaft, hat sich super Torchancen herausgespielt“, hielt Matthias Kowatsch fest. Gerade im ersten Durchgang fehlte jedoch der letzte Punch: „Wir haben bei zwei, drei Großchancen verpasst, das erste Tor zu machen.“ Zur Halbzeit stand es 0:0, kurz nach dem Wiederanpfiff kippte die Partie dann erstmals: Jakob Lauss traf in der 51. Minute für Julbach – laut Kowatsch „aus einem unglaublichen Weitschuss von der Mittellinie“. Ein echter Stimmungskiller für die Gäste, die bis dahin viel investiert hatten.
Die Reaktion der Linzer ließ nicht lange auf sich warten. Aus der anhaltenden Überlegenheit heraus gelang Alexander Obermühlner in Minute 67 der verdiente Ausgleich zum 1:1. „Admira ist dann sehr gut zurückgekommen, hat den Ausgleich geschafft – wieder aus einer Vielzahl von Chancen“, so Kowatsch. Doch die Freude hielt nicht bis zum Schluss. In der 76. Minute schlug Julbach erneut zu: Michael Kasper verwertete nach einem Fehler im Admira-Aufbauspiel zum 2:1. „Das war die Entscheidung. Danach war die Luft draußen, da ist nichts mehr gegangen“, sagte Kowatsch offen. Für Julbach sei es „sehr, sehr cool“ gewesen – laut dem Admira-Funktionär passte der Sieg auch deshalb, weil die Union an diesem Tag ihren langjährigen Kapitän verabschiedete.
Woran es lag, musste Kowatsch nicht lange suchen: „Verloren haben wir es in der Chancenverwertung.“ Noch deutlicher formulierte er es später: „Der Killerinstinkt vor dem Tor hat gefehlt.“ Den Gegner sah er eher pragmatisch: „Julbach hat nicht viel aufgebaut, sondern mehr mit langen Bällen agiert.“ Dazu kamen zwei nicht gegebene Admira-Treffer: „Es hat zwei Abseitstore von uns gegeben, die nicht gegeben wurden. Ob’s wirklich Abseits war, ist schwer zu sagen – das geht schnell.“ Ein Seitenhieb blieb aber aus, im Gegenteil: „Der Schiedsrichter hat sein letztes Spiel geleitet und noch einmal eine gute Leistung gebracht. Gratulation zu seiner großartigen Unterhaus-Karriere.“
Trotz der Niederlage überwog beim Sportlichen Leiter-Stellvertreter der Blick aufs Ganze. Laut Abschlusstabelle schließt die Admira die Runde mit 38 Punkten auf Rang fünf ab, Julbach folgt mit 34 Zählern auf Platz acht – ein solides Fundament für den Admira-Neustart nach dem Abstieg. „Nach dem Abstieg wussten wir nicht, wo wir mit der sehr jungen Mannschaft stehen. Mit vielen eigenen Spielern haben wir eine neue Ära eingeleitet und sind sehr positiv gestimmt“, erklärte Kowatsch. Besonders wichtig sei ihm das Miteinander: „Es ist eine super Mannschaft entstanden, die bis zum Schluss alles gegeben hat.“ Das Team bleibe großteils zusammen. „Wir wollen in den nächsten ein, zwei Jahren wieder nach vorne schauen und den Admira-Spirit beleben – auch in höheren Ligen.“