Spielberichte

Bitterer Abstieg! Union Schweinbach zieht in Nebelberg im Elfmeterschießen den Kürzeren

Im Rückspiel der AUTO GÜNTHER Relegation 2026 trafen in der Begegnung zwischen der Union Oberaigner Nebelberg und der Sportunion Schweinbach der Vizemeister der 1. Klasse Nord und der Vorletzte der Bezirksliga Nord aufeinander. Nach einem knappen 2:1-Sieg der Schweinbacher im Hinspiel wurde den rund 1000 Zuschauern im Waldparkstadion für ihr Eintrittsgeld einiges geboten. Die Eidenberger-Elf egalisierte nach 90 bzw. 120 Minuten das Ergebnis vom Hinspiel, setzte sich im Elfmeterschießen mit 4:3 durch und feierte mit dem erstmaligen Aufstieg in die Bezirksliga den größten Erfolg in der 53-jährigen Vereinsgeschichte. Für die Gäste hingegen war nach einer ordentlichen Rückrunde und dem Erfolg im ersten Spiel, am Sonntagnachmittag Schluss mit lustig, müssen die Schweinbacher den schweren Gang in die 1. Klasse antreten.

 

Lauss bringt Vizemeister in Führung

Der Vizemeister musste auf vier Stammspieler verzichten, fehlte verletzungsbedingt neben Kapitän Alexander Wurm auch Innenverteidiger Hannes Lauss. Aufgrund der Personalprobleme musste der 41-jährige Florian Pfeil in die Bresche springen, der in der Abwehr eine bärenstarke Performance ablieferte. Die Zuschauer bekamen zunächst zwei defensiv orientierte Mannschaften zu sehen, die darauf bedacht waren, Fehler zu vermeiden. Nach 25 Minuten brandete im Stadion Jubel auf, als Markus Lauss mit einem Pass in die Tiefe in Szene gesetzt wurde, der 30-Jährige abzog, der Ball abgelenkt wurde und unhaltbar einschlug. Auch nach diesem Treffer waren Torchancen auf beiden Seiten Mangelware, weshalb es mit einer knappen Führung der Hausherren in die Kabinen ging.

Pattstellung nach 90 Minuten

Auch nach der Pause entwickelte sich ein ausgeglichenes Duell, die Nebelberger agierten jedoch mit mehr Nachdruck und hatten in Minute 55 den Aufstieg vor Augen. Sebastian Fenzl wurde ideal freigespielt, der 29-Jährige bewahrte bei einem Gestochere die Ruhe und beförderte die Kugel in die Maschen. Nach diesem Treffer intensivierten die Gäste ihre Offensivbemühungen, agierten aber nicht wirklich zwingend. Doch am Beginn der Schlussviertelstunde waren die Schweinbacher zurück im Spiel. Bei einem Angriff der Gäste zögerte Nebelberg-Keeper Kevin Ascher, ehe der Ball in die Mitte kam und Marcel Pichler das Spielgerät versenkte. In der restlichen Spielzeit  erarbeiteten sich die Gäste eine optische Überlegenheit, die Nebelberger Hintermannschaft stand jedoch sicher und ließ nichts zu. Der Pfiff von Schiedsrichter Midzic beendete die reguläre Spielzeit.

Abseitstor von Hellauer - Goalie Ascher pariert zwei Elfer

In der Verlängerung begegneten sich die Mannschaften auf Augenhöhe, beide Teams agierten jedoch mit angezogener Handbremse. In Minute 102 bejubelten die heimischen Fans das vermeintliche 3:1, aufgrund einer möglichen Abseitsstellung wurde dem Treffer von Sebastian Hellauer jedoch die Anerkennung versagt. Bis zum Ende der Verlängerung tat sich nicht viel, weshalb ein Elfmeterschießen die Entscheidung bringen musste. Die ersten sechs Schützen trafen jeweils ins Schwarze, ehe Schweinbachs Maximilian Schobesberger an Goalie Ascher scheiterte. Nachdem Routinier Pfeil seinen Elfmeter verwandelt hatte, parierte Ascher auch den Versuch von Paul Wurzinger. Danach brachen im Waldparkstadion alle Dämme, wurde der größte Erfolg der Nebelberger Vereinsgeschichte ausgelassen gefeiert.

Gerald Wöss, Obmann Union Nebelberg:
"Natürlich entscheidet in einem Elferschießen auch das nötige Quäntchen Glück, aber ich denke, dass wir in den 120 Minuten mehr investiert und somit in Summe das Duell verdient gewonnen haben. Mit dem Vizemeistertitel haben wir bereits den größten Erfolg der Vereinsgeschichte gefeiert und konnten mit dem heutigen Aufstieg unserer Historie ein weiteres Kapitel anfügen. Jetzt feiern wir diesen Erfolg gebührend und sehen der Bezirksliga Nord - mit den Derbys gegen Oepping, Julbach, Haslach, Putzleinsdorf oder Arnreit - mit großer Vorfreude entgegen".