Nach dem Aufstieg in die Bezirksliga Nord richtet sich der Blick bei Union Oberaigner Nebelberg auf die erste Saison in der neuen Klasse. Trainer Stefan Eidenberger spricht von einer „überragenden“ vergangenen Spielzeit und betont zugleich, dass seine Mannschaft ohne Druck in die kommenden Monate geht. Der Kader bleibt fast komplett zusammen, das klare Ziel ist der Klassenerhalt, auch wenn der Trainer weiß, dass das eine große Aufgabe wird.

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Der Rückblick des Trainers fällt entsprechend deutlich aus. „Mit dem Aufstieg in die Bezirksliga Nord haben wir das beste Ergebnis in der Vereinsgeschichte erreicht“, sagt Stefan Eidenberger und macht gleich klar, welchen Stellenwert die vergangene Saison für Union Oberaigner Nebelberg hatte. Für ihn war es nicht nur ein erfolgreiches Jahr, sondern in Summe „einfach überragend“. Eidenberger verweist dabei auf mehrere Punkte, die für ihn zusammengehören: den Herbstmeistertitel, ein starkes Frühjahr und am Ende auch den erfolgreichen Weg durch die Relegation. Gerade diese Entwicklung hebt er hervor, weil sie zeigt, dass Union Oberaigner Nebelberg die Leistung nicht nur über einige Wochen, sondern über einen langen Zeitraum gebracht hat. „Wir haben dann die Relegation erreicht, in der wir zwei sehr, sehr gute Spiele gemacht haben und dann natürlich etwas glücklich im Elfmeterschießen den Aufstieg erreichen konnten“, sagt der Trainer. Diese Einordnung passt zu seinem gesamten Rückblick: viel Stolz auf das Geleistete, aber auch ein nüchterner Blick darauf, dass im Fußball manchmal Kleinigkeiten mitentscheiden.
Vor dem Start in das neue Kapitel setzt Union Oberaigner Nebelberg vor allem auf Kontinuität. „Prinzipiell verlässt kein Spieler den Verein“, sagt Stefan Eidenberger, auch wenn mit Jakob Kern bereits feststeht, dass er mit Ende September wegen eines Studiums nach Innsbruck ziehen wird. Ansonsten soll der Kader unverändert bleiben, was für einen Aufsteiger ein wichtiges Signal ist. Gleichzeitig macht der Trainer kein Geheimnis daraus, dass er noch auf Verstärkung hofft. „Wir hoffen natürlich noch auf ein, zwei Neuzugänge, aber wir haben momentan noch nichts fixiert“, sagt Eidenberger. Auch später bleibt er bei dieser Linie und erklärt, dass es zwar Gespräche mit „drei, vier Spielern“ gibt, aber eben noch nichts unterschrieben ist. Stabilität gibt es auch abseits des Rasens: Trainerteam und Funktionärsstab bleiben unverändert. „Wir sind ein kleiner Verein und da hilft sowieso jeder mit“, sagt Eidenberger. Genau dieses Miteinander ist für ihn ein wesentlicher Grund, warum Union Oberaigner Nebelberg ohne größere Umstellungen in die neue Saison gehen kann. Ganz sorgenfrei ist die Lage dennoch nicht, weil es bei den Verletzten noch Geduld braucht. Alexander Wurm und Hannes Lauss haben sich im letzten Meisterschaftsspiel verletzt und sollen laut Trainer voraussichtlich erst gegen Mitte der Sommervorbereitung wieder einsteigen. Bei Johannes Renner hofft Eidenberger auf eine Rückkehr schon zu Beginn der Sommervorbereitung, während Raphael Hellauer nach seiner Kreuzbandverletzung wohl erst gegen Mitte oder Ende der Herbstmeisterschaft wieder einsatzfähig sein wird.
Was Union Oberaigner Nebelberg in die neue Liga mitnimmt, ist nicht nur der sportliche Erfolg, sondern auch ein starkes Vertrauen in die eigene Gruppe. Einen einzelnen Spieler möchte Stefan Eidenberger nach dieser Saison bewusst nicht herausheben. „Ich möchte nach dieser überragenden Saison absolut keinen Spieler herausheben, weil einfach die gesamte Mannschaft fast Unmenschliches geleistet hat“, sagt der Trainer. Für ihn war vor allem auffällig, wie sehr sich die Mannschaft „läuferisch entwickelt hat“. Dieses Pauschallob an den gesamten Kader passt zur Rolle des Vereins, den Eidenberger selbst als kleinen Klub beschreibt, in dem viele gemeinsam anpacken. Mit genau diesem Zugang will Union Oberaigner Nebelberg nun auch die Bezirksliga Nord annehmen, obwohl vieles neu ist. Eidenberger sagt offen, dass man sich erst ein Bild von den Gegnern machen müsse. Bekannt ist für ihn im Moment vor allem ein Gegner, den er als „junge, spielstarke Mannschaft“ beschreibt. Gerade deshalb geht der Aufsteiger mit Respekt, aber nicht mit Angst in die Saison. „Wir freuen uns sehr auf die neue Liga und auf die vielen Derbys“, sagt Eidenberger. Noch klarer wird seine Haltung beim Saisonziel: „Wir gehen ohne Druck in die neue Saison, weil unser klares Ziel heißt, die Klasse zu halten. Das wird eine Mammutaufgabe, der wir uns aber sehr gerne stellen.“ Damit ist die Richtung vorgegeben. Union Oberaigner Nebelberg will den historischen Aufstieg nicht als Endpunkt sehen, sondern als Start in eine Saison, in der jeder Punkt hart erarbeitet werden muss.