Zum Auftakt der Bezirksliga Nord hat sich USV St. Oswald/Freistadt in einem intensiven 0:0 von SPG Print&Wear Putzleinsdorf/Hofkirchen getrennt. Für Trainer Milen Veselinov Valkov war es ein Spiel, das mit der Roten Karte gegen Filip Rezac kurz vor der Pause eine andere Richtung nahm. Weil seine Mannschaft danach leidenschaftlich verteidigte und trotzdem noch gute Umschaltmomente hatte, konnte er mit dem Punkt am Ende gut leben.

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Nach einer aus Sicht von Milen Veselinov Valkov sehr guten und intensiven Vorbereitung hatte sich USV St. Oswald/Freistadt für den Ligaauftakt einiges vorgenommen. Lange sah der Trainer auch genau das Spiel, das er erwartet hatte. „Bis zur Roten Karte war es eine ausgeglichene Partie“, sagte Valkov und beschrieb damit eine erste Hälfte, in der sich keine Mannschaft entscheidend absetzen konnte. Dann aber änderte sich das Bild. In der 42. Minute sah Filip Rezac Rot, und damit war für USV St. Oswald/Freistadt plötzlich vieles anders. Valkov machte kein Geheimnis daraus, dass diese Szene die Partie klar beeinflusste: „Nach der Roten Karte hat das Spiel eine andere Richtung genommen.“ Umso wichtiger war für ihn, dass seine Mannschaft das 0:0 noch in die Halbzeit brachte. „Unser Ziel war, das 0:0 in die Pause zu holen und dann in der Halbzeit zu reagieren“, erklärte der Trainer.
Nach dem Seitenwechsel musste USV St. Oswald/Freistadt in Unterzahl reagieren, und genau darin sah Valkov einen wichtigen Punkt des Remis. „Wir mussten in Unterzahl auf 4-4-1 umstellen und in einen kompakten Block gehen“, sagte der Trainer. Vieles lief dabei nicht perfekt. Vor allem im Aufbau und in der Spieleröffnung sah er Luft nach oben. „Das hat nicht nach Wunsch funktioniert“, sagte Valkov offen. Gleichzeitig hob er aber hervor, was seine Mannschaft nach der Umstellung gut machte. „Das Wichtigste war, kompakt zu verteidigen, entschlossen zu verteidigen und leidenschaftlich zu verteidigen.“ Gerade unter den Bedingungen mit 32 Grad und trockenem Feld war das laut Valkov keine einfache Aufgabe. Dazu kam, dass auf beiden Seiten der Gedanke mitschwang, auf keinen Fall verlieren zu wollen. USV St. Oswald/Freistadt musste in dieser Phase leiden, und genau das gefiel dem Trainer: „Teilweise leiden zu können und das auch zu akzeptieren, war für meine Mannschaft ein Schlüsselmoment.“
Trotz Unterzahl blieb USV St. Oswald/Freistadt nicht nur mit Verteidigen beschäftigt. Valkov betonte, dass seine Mannschaft im Lauf der zweiten Hälfte immer besser ins Spiel fand und nach Umschaltmomenten auch zu Möglichkeiten kam. Den klarsten Moment sah er in der 81. Minute. „Der Schlüsselmoment war für mich die Szene nach dem Schnittpass von Jonas Oprießnig auf Felix Pröll“, sagte der Trainer. Im Fünferraum war die Chance da, doch der Torhüter der SPG Print&Wear Putzleinsdorf/Hofkirchen parierte stark. Ganz am Ende hätte die Partie aber ebenso gut in die andere Richtung kippen können. Für ihn war genau das die passende Erklärung für dieses torlose Spiel: Beide Mannschaften hatten noch ihre Momente, keine konnte den entscheidenden setzen. Entsprechend fiel auch sein Urteil aus: „Wir hätten das Spiel gewinnen können, aber genauso verlieren.“
Am Ende überwog bei USV St. Oswald/Freistadt deshalb nicht der Ärger über verpasste Chancen, sondern die Anerkennung für die eigene Reaktion auf die lange Unterzahl. Valkov sprach seiner Mannschaft ausdrücklich ein Lob aus und nannte dabei genau jene Dinge, die ihm wichtig waren: „Moral, Charakter und Entschlossenheit.“ Auch die Einschätzung zum Resultat fiel klar aus. „Das Unentschieden geht absolut in Ordnung“, sagte der Trainer, der den Gegner außerdem als starke Mannschaft mit erfahrenen Spielern und guten Leuten auf den Außenbahnen einordnete. Dass SPG Print&Wear Putzleinsdorf/Hofkirchen vorne mitspielen will, war für ihn vor dem Spiel schon klar. Für USV St. Oswald/Freistadt bleibt damit zum Start ein Punkt, der vor allem über Einsatz und Disziplin geholt wurde. Gleichzeitig machte Valkov deutlich, woran gearbeitet werden muss: Im Aufbau und in der Spieleröffnung will USV St. Oswald/Freistadt noch sauberer und sicherer werden.