In der Landesliga West musste sich die SPG IKUNA Natternbach/St. Willibald am Dienstagabend beim SK Schachner Bad Wimsbach 1933 klar mit 1:5 geschlagen geben. Trainer Thomas Stranzinger sah vor allem die schwache Anfangsphase als Knackpunkt, wollte aus der Niederlage aber auch Positives mitnehmen. „Uns haben in den ersten 15 bis 20 Minuten Optimismus, Ehrgeiz und Mut gefehlt“, sagte er nach dem zweiten Saisonspiel.

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Für die SPG begann die Partie denkbar ungünstig. Bereits in der 3. Minute brachte Tarik Ramakic den SK Bad Wimsbach in Führung, und genau dieser Treffer blieb bei Thomas Stranzinger sofort hängen. „Entscheidend war ganz sicher das 1:0, weil davor ganz klar Abseits war und das nicht geahndet wurde“, sagte der Trainer, der den frühen Rückstand als ersten schweren Schlag sah. Unabhängig von dieser Szene machte er aber auch deutlich, dass seine Mannschaft selbst zu lange gebraucht habe, um in die Partie zu finden. „Wir haben relativ spät ins Spiel gefunden. Gegen einen sehr guten Gegner haben wir phasenweise im Tempo mitgehalten, aber in gewissen Spielphasen waren wir einfach zu spät.“ Dazu passte auch seine Einschätzung zur Anfangsphase, in der der Aufsteiger dem Gegner aus seiner Sicht zu viel erlaubte. „Uns haben in den ersten 15 bis 20 Minuten Optimismus, Ehrgeiz und Mut gefehlt“, sagte Stranzinger. Bis zur Pause setzte sich der SKW dann auch auf 3:0 ab: Ramakic erhöhte in der 28. Minute auf 2:0, Oliver Koplarovics legte in der 36. Minute das 3:0 nach.
Gerade deshalb fiel das Fazit des Trainers nicht nur auf die nackten Zahlen zurück. Thomas Stranzinger sah sehr wohl eine Phase, in der die SPG Natternbach/St. Willibald näher dran war, als es das Endergebnis später vermuten ließ. „Wir haben eine sehr gute Phase bis zum 2:0 gehabt. Wir haben eine gute Möglichkeit zum 1:1 gehabt und diese ungenützt gelassen“, erklärte er. Danach kippte die Partie für die Gäste aber endgültig in die falsche Richtung. Stranzinger sprach beim zweiten Treffer von einem Eigenfehler auf der Außenbahn, an dessen Ende ein Foulelfmeter gestanden habe, „was aber gerechtfertigt war“. Nach diesem 0:2 sei der Faden etwas verloren gegangen, und noch vor der Pause stellte Koplarovics auf 3:0. Trotzdem lobte der Trainer die Reaktion seiner Mannschaft nach dem Seitenwechsel ausdrücklich. „Positiv war, dass die Mannschaft weitergekämpft hat. In der zweiten Halbzeit haben wir wirklich gezeigt, was in dieser Mannschaft steckt.“ Bad Wimsbach blieb aber abgeklärter und zog in der 79. Minute durch Bayram Gas auf 4:0 davon. Tobias Lehner gelang in der 83. Minute noch der Treffer zum 4:1 für die SPG, ehe Florian Schöfbenker in der 89. Minute den 5:1-Endstand herstellte.
Dass die Niederlage so deutlich ausfiel, erklärte Thomas Stranzinger auch mit der Qualität des Gegners. Der Trainer sparte nicht mit Lob für den SK Bad Wimsbach und ordnete die Kräfteverhältnisse sehr klar ein. „Es war ein sehr, sehr guter Gegner, auf jeder Position ein guter Fußballer. Es ist eine eingespielte Mannschaft mit guter Dynamik und einem guten taktischen Auftreten“, sagte er. Für die SPG, die als Aufsteiger in der Liga weiter Erfahrung sammeln will, sei genau so ein Abend auch Teil des Lernprozesses. Auch die Leistung von Schiedsrichter Alesi ordnete Stranzinger differenziert ein: In den ersten zehn Minuten sei er aus seiner Sicht „eher verhalten“ gewesen, abgesehen von der Abseitsdiskussion vor dem 1:0 habe es später aber keine strittigen Situationen gegeben, „ansonsten hat er sehr gut gepfiffen“. Trotz der zweiten Niederlage und trotz null Punkten nach zwei Runden wollte der Trainer den Blick deshalb nicht nur auf das Ergebnis richten. „Die Mannschaft ist lernwillig, wir müssen in dieser Liga dazulernen und haben großen Optimismus, dass wir in den nächsten Wochen auch voll anschreiben.“