In der Landesliga West hat der SV Luksch Riedau am zweiten Spieltag bei der Union Humer Gunskirchen mit 0:1 verloren. Lange sprach vieles für eine enge, chancenarme Partie ohne große Ausschläge, ehe ein unglücklicher Ballverlust den Ausschlag gab. Riedaus Sektionsleiter Udo Niemetz sah ein ausgeglichenes Spiel, in dem seine Mannschaft zwar kämpferisch überzeugte, im Offensivspiel aber zu wenig Durchschlagskraft entwickeln konnte.

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Viel Tempo nach vorne und eine Flut an Möglichkeiten bekamen rund 300 Zuschauer in dieser Partie nicht zu sehen. Udo Niemetz beschrieb die 90 Minuten als „ein ausgeglichenes Spiel mit wenig Chancen auf beiden Seiten, fair geführt, im Großen und Ganzen eben ausgeglichen“. Genau diesen Charakter hatte die Begegnung auch über weite Strecken. Beide Mannschaften waren darum bemüht, kompakt zu stehen, Fehler zu vermeiden und dem Gegner möglichst wenig Räume zu geben. Dass es zur Pause noch 0:0 stand, passte daher zum Verlauf. Aus Sicht von Riedau war in der ersten Hälfte dennoch erkennbar, wo die Gastgeber ihre Momente suchten. Niemetz sagte: „In der ersten Halbzeit war die Union Gunskirchen teilweise durch lange Bälle oder auch durch Standards, Eckbälle gefährlich.“ Auf der anderen Seite kam auch der Aufsteiger zu einzelnen Ansätzen, ohne daraus wirklich viel zu machen. Die beste Gelegenheit vor der Pause hatte Jannik Wesner, dessen Freistoß kurz vor dem Seitenwechsel von Union-Torhüter Huso Cajtinovic entschärft wurde. Es blieb damit bei einer ersten Halbzeit, in der beide Teams ordentlich dagegenhielten, sich aber kaum einmal klar durchsetzen konnten.
Der eigentliche Knackpunkt war für Niemetz weniger ein einzelner Moment als vielmehr das, was seiner Mannschaft über die gesamte Spielzeit hinweg im Offensivbereich fehlte. „Beide Mannschaften haben versucht, hinten kompakt zu stehen, keine Fehler zu machen. Leider hat bei uns das Umschaltspiel nicht ganz so funktioniert. Wir haben es spielerisch versucht zu lösen, das war leider wenig erfolgreich“, erklärte der Sektionsleiter. Genau daraus leitete sich auch ab, warum der SVR nur selten wirklich gefährlich wurde. Niemetz brachte es deutlich auf den Punkt: „Unsere spielerische Stärke konnten wir nicht ausspielen. Dadurch sind wir auch zu sehr wenigen Torchancen gekommen.“ Weil die Gäste aber gleichzeitig defensiv diszipliniert arbeiteten, blieb die Partie trotzdem lange offen. „Wir haben aber auch wenig zugelassen und so ist das Spiel eigentlich etwas dahingeplätschert“, sagte Niemetz. Die Entscheidung fiel dann in der 76. Minute, als Karim Keik für Gunskirchen das 1:0 erzielte. Aus Sicht der Riedauer war diesem Gegentor ein unglücklicher Ballverlust vorausgegangen. „Wir versuchten, einen Angriff zu starten. Durch einen Fehlpass konnte Gunskirchen dann einen Konter fahren und das 1:0 erzielen“, schilderte Niemetz die Szene. Mehr als dieser eine Treffer sollte in einer insgesamt engen Begegnung nicht fallen.
Dass der SV Riedau trotz der Niederlage nicht völlig unzufrieden auf die eigene Leistung blickte, lag vor allem an der Arbeit gegen den Ball. Niemetz lobte seine Mannschaft ausdrücklich für jene Dinge, die in so einem engen Auswärtsspiel nötig sind. „Was sehr gut war, war die Einstellung und der Kampfgeist. Die Jungs haben die Zweikämpfe super angenommen, haben gut dagegengehalten, haben wenig zugelassen. Darauf kann man aufbauen“, sagte er. Auch den Gegner stufte er als unangenehm ein. Die Union sei „eine kompakte Mannschaft“, zudem habe man vorne „einen guten Stürmer drinnen, der schwer zu bändigen war“. Trotzdem hatte Niemetz das Gefühl, dass seine Mannschaft vieles ordentlich verteidigte und den Gegner lange gut im Griff hatte. Gerade deshalb schmerzt aus Riedauer Sicht, dass die beste Chance nach dem Rückstand ungenutzt blieb. „Zum Schluss des Spiels hatten wir noch eine sehr gute Chance durch Niklas Aigner, einen unbedrängten Kopfball vom Elfer, den er leider neben das Tor setzte“, sagte Niemetz. In der Schlussphase versuchte Riedau noch einmal alles, um doch noch zum Ausgleich zu kommen. Dazu kam noch eine Szene nach einem Eckball, bei der sich Niemetz über den Pfiff von Schiedsrichter Dauti ärgerte, weil ein Verteidiger in den Torhüter gelaufen war und der Angriff damit beendet wurde.
Am Ergebnis änderte das nichts mehr. So blieb unter dem Strich eine knappe Niederlage, bei der der SV Riedau kämpferisch dagegenhielt, sich spielerisch aber zu selten befreien konnte und für den Aufwand keinen Ertrag mitnahm.