In der Landesliga West musste sich der ATSV Ammer Tank Sattledt am 2. Spieltag bei der SPG St. Marienkirchen/Wallern 1b mit 0:1 geschlagen geben. Neo-Trainer Reinhard Klug sprach nach dem Auswärtsspiel von einem Auftritt, in dem seine Mannschaft am Dienstagabend über weite Strecken nicht hineinfand. Einsatz, Zweikampfstärke und Kompaktheit hätten gefehlt, deshalb ging die Niederlage für ihn letztlich auch in Ordnung.

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Zur Pause stand es noch 0:0, doch auch dieses Zwischenresultat täuschte aus Sicht von Reinhard Klug nicht darüber hinweg, dass seine Mannschaft nur schwer in die Partie fand. „Wir sind überhaupt nicht ins Spiel gekommen, über 90 Minuten“, sagte der Trainer sehr deutlich. Die Entscheidung fiel dann in der 54. Minute, und auch diese Szene schilderte Klug sehr konkret. Nach einem langen Ball aus der SPG-Abwehr sprang das Leder vor einem ATSV-Innenverteidiger noch einmal auf. Der Versuch, die Situation mit einem Rückpass zu Torwart Lukas Laher zu lösen, misslang, Venhar Jashari ging dazwischen und verwertete zum 1:0. „Da war unser Torwart noch ein bisschen dran, aber schlussendlich war es ein Abwehrfehler von unserer Seite“, ordnete Klug das Gegentor ein.
Für Klug lag der Knackpunkt nicht nur im Gegentor, sondern vor allem in der Art, wie das Spiel über weite Strecken lief. „Der Gegner war sehr aggressiv, sehr gut in den Zweikämpfen, hat die Tiefe gut belaufen und war sehr beweglich“, sagte der Trainer. Genau das fehlte ihm bei seiner eigenen Mannschaft. „Wir waren eher ein bisschen statisch“, brachte er es auf den Punkt. Dass ihn der Auftritt so störte, hatte auch mit dem Vergleich zum ersten Meisterschaftsspiel zu tun. Dort sei der ATSV aggressiv und kompakt gewesen, habe kaum Räume zugelassen und sei als Mannschaft aufgetreten. „Das war diesmal eigentlich nicht vorhanden“, sagte Klug. Dazu passte auch seine Einschätzung zur Offensive, denn viel Ertrag sprang nach vorne nicht heraus. „Wir haben eigentlich kaum Chancen vorgefunden“, meinte der Trainer, dessen Gesamturteil deshalb klar ausfiel: „Daher geht die Niederlage auch in Ordnung.“
Komplett abgemeldet sah Klug seine Mannschaft aber auch nicht. Gerade in den letzten 20 bis 30 Minuten versuchten die Sattledter, den 0:1-Rückstand aufzuholen. Der Trainer sah dabei durchaus Situationen, in denen mehr möglich gewesen wäre. „Wenn wir die besser fertigspielen, der letzte Pass ankommt und wir mit mehr Konzentration spielen, können wir vielleicht noch den Ausgleich schießen“, sagte er. Genau daran haperte es aber am Dienstag. Klug sprach von einem zu unpräzisen Passspiel, das weitere Möglichkeiten verhinderte. Eine Szene aus der ersten Halbzeit mit Sertan Cam, der nach Klugs Sicht alleine auf das Tor zugelaufen war und nach einem Foul nur Gelb statt einer härteren Strafe für den Gegenspieler zur Folge hatte, erwähnte der Trainer zwar noch als „kleinen entscheidenden Punkt“. Ein großes Thema wollte er daraus aber nicht machen. „Die Schiedsrichterleistung war im Großen und Ganzen okay“, sagte Klug. Nach zwei Runden hält der ATSV Sattledt damit bei einem Punkt, und wo angesetzt werden muss, benannte der Trainer nach dem Schlusspfiff ohnehin klar genug: mehr Einsatz, mehr Zweikampfhärte und wieder mehr Kompaktheit.