Zum Auftakt der Bezirksliga Nord musste sich der SV HOLZMANN Haslach der DSG Sportunion Altenberg mit 0:2 geschlagen geben. Das Ergebnis passte aus Sicht von Trainer Philipp Aigner aber nur bedingt zum Spiel. Haslach ließ einige gute Möglichkeiten aus, wurde von zwei effizienten Abschlüssen der Gäste bestraft und haderte vor allem mit dem zweiten Gegentor mitten in einer eigenen Druckphase.

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Philipp Aigner sprach nach dem Schlusspfiff von einer „sehr unglücklichen Niederlage“, und diese Einschätzung begründete der Trainer sehr klar mit dem Spielverlauf. Aus seiner Sicht habe seine Mannschaft vieles von dem umgesetzt, was sie sich vorgenommen hatte. „Die Leistung meiner Mannschaft war definitiv gut. Da waren viele positive Dinge dabei, wir haben den Plan gut umgesetzt“, sagte Aigner. Gerade deshalb ärgerte ihn der Rückstand besonders. Denn noch bevor DSG Sportunion Altenberg in der 27. Minute durch Simon Mayr auf 1:0 stellte, hatte SV HOLZMANN Haslach nach Aussage des Trainers bereits zwei Hochkaräter vorgefunden. Statt eines offenen Spiels zur Pause stand dennoch ein 0:1, weil Altenberg einen Fehler eiskalt bestrafte und Haslach auf der anderen Seite die eigenen Chancen nicht nutzte.
Auch nach dem Seitenwechsel sah Aigner zunächst kein anderes Bild. Seine Mannschaft drückte aus seiner Sicht weiter auf den Ausgleich und blieb das aktivere Team, ohne sich für den Aufwand zu belohnen. Dann fiel in der 57. Minute das 0:2, erneut durch Simon Mayr, und genau dort setzte der Haslach-Trainer den entscheidenden Punkt der Partie an. „Das 2:0 war schon ein wenig der Knackpunkt. Wir haben auf den Ausgleich gedrückt, und dann fällt dieses Tor aus dem Nichts“, sagte Aigner. Den Treffer bezeichnete er als „typisches Slapstick-Tor“, also als eine Szene, die aus seiner Sicht kaum erklärbar war. Umso bitterer war für ihn, dass dieses zweite Gegentor in einer Phase fiel, in der SV HOLZMANN Haslach auf den Ausgleich drängte und Altenberg in der zweiten Halbzeit nur zu wenigen Offensivaktionen kam.
Trotz der Niederlage wollte Aigner die Leistung seiner Mannschaft ausdrücklich nicht schlechtreden. „Wir waren sehr präsent, gut im Spiel und haben einen braven Job gemacht“, hielt der Trainer fest. Vor allem gegen den Ball und in den direkten Duellen gefiel ihm der Auftritt. „Wir waren körperlich sehr präsent. Da hat sich das harte Training und die Vorbereitungszeit im Sommer gelohnt. In den Zweikämpfen und bei den zweiten Bällen waren wir sehr präsent – auch läuferisch stark“, sagte Aigner. Selbst nach dem 0:2 sei seine Mannschaft feldüberlegen geblieben, während die Gäste sehr tief verteidigen mussten. Genau dort lag für ihn aber auch der Unterschied zwischen einem ordentlichen Auftritt und einem zählbaren Ergebnis. „Die Chancenverwertung war das Problem, weil wir doch fünf, sechs Hochkaräter vorgefunden haben, aber am Ende steht der Nuller.“ Gleichzeitig sprach er DSG Sportunion Altenberg Respekt aus. Die Gäste hätten diszipliniert verteidigt, ihre wenigen Möglichkeiten sehr effizient verwertet und mit Spielern wie Tormann Peyrl sowie Doppeltorschütze Mayr hohe Qualität in den entscheidenden Momenten gehabt.
Nebenschauplätze suchte der Coach nach dem Auftaktspiel nicht. Auch dem Referee stellte er ein ordentliches Zeugnis aus und nahm mögliche Diskussionen gleich aus der Partie. „Schiedsrichter Turic hat heute eine gute Leistung geboten. Strittige Szenen gibt es immer, aber in Summe war nichts Spielentscheidendes dabei“, sagte Aigner. So blieb als Hauptthema am Ende die Chancenverwertung und die bittere Erkenntnis, dass Aufwand allein in dieser Liga nicht reicht. Der Trainer gratulierte dem Gegner fair zu den drei Punkten und fasste das Spiel mit einer bekannten Fußballweisheit zusammen: „Die Tore, die man vorne nicht schießt, bekommt man hinten.“ Für den SV Haslach steht damit zum Start in die neue Saison zwar ein 0:2, in Aigners Analyse steckte aber auch die klare Botschaft, dass weniger der Auftritt seiner Mannschaft als vielmehr die fehlende Belohnung vor dem Tor über diese Niederlage entschied.