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"Der Anschlusstreffer war Gold wert" – Union Nebelberg holt nach 0:2 noch einen Punkt

Union Nebelberg
Oberneukirchen

In der Bezirksliga Nord hat sich die Union Oberaigner Nebelberg nach einem 0:2-Rückstand gegen die Union Oberneukirchen noch ein 2:2-Remis gesichert. Trainer Stefan Eidenberger war danach vor allem mit der Reaktion seiner Mannschaft zufrieden und sprach von einem Punkt, mit dem er "mehr als zufrieden" sei. Lange sah es allerdings nicht danach aus, weil die Gäste die Partie vor allem vor der Pause klar im Griff hatten.

Spieler in Schwarz-Blau führt den Ball

Bild von jcomp auf Freepik

Oberneukirchen drückt vor der Pause

Für Stefan Eidenberger war schnell klar, dass seine Mannschaft in der ersten Hälfte kaum in die Partie fand. Oberneukirchen begann nach seinen Worten "bärenstark" und ging bereits in der vierten Minute durch einen Elfmeter, den Raphael Eibensteiner zum 0:1 verwertete, in Führung. Nur wenig später ließen die Gäste aus kurzer Distanz schon die nächste große Möglichkeit liegen. Dazu kamen große Probleme über die Außenbahnen, wo Oberneukirchen immer wieder Tempo aufnehmen konnte. "Wir hatten in der ersten Halbzeit überhaupt keinen Zugriff auf das Spiel", sagte Eidenberger offen. Das 0:2 durch Nico Pröll nach 25 Minuten passte daher zum Spielverlauf, und dabei blieb es fast nicht. Kurz vor der Pause kam noch eine weitere Riesenchance der Gäste dazu, als Raphael Eibensteiner den Ball vor dem leeren Tor nur an die Stange schoss. Vom Aufsteiger kam in dieser Phase laut dem Trainer "relativ wenig", lediglich ein Freistoß strich knapp am Tor vorbei. Eidenbergers Urteil fiel deshalb klar aus: "Ansonsten war Union Oberneukirchen in allen Belangen besser."

Nach dem 1:2 kippt die Partie plötzlich

Auch nach dem Seitenwechsel schien zunächst alles in dieselbe Richtung zu laufen. Union Oberneukirchen hatte wieder die erste große Möglichkeit und vergab allein vor dem Tor. Eidenberger machte daraus keinen Hehl: "Zu diesem Zeitpunkt hätte es schon vier oder fünf zu null für die Gäste stehen können." Dann aber änderte sich das Bild. In der 53. Minute verkürzte Hannes Lauss nach einem Freistoß aus dem Halbfeld von Jan Reischl auf 1:2, und genau dieses Tor war für den Trainer der Wendepunkt. "Der Anschlusstreffer war Gold wert, weil wir danach wirklich viel besser im Spiel waren und weiter gedrückt haben", sagte er. Nur wenig später vergab Union Oberaigner Nebelberg aus 16 Metern noch die große Chance auf den Ausgleich, weil der Gäste-Torhüter stark reagierte. In der 63. Minute fiel das 2:2 dann doch: Sebastian Florian Fenzl setzte sich im Strafraum durch und hämmerte den Ball unter die Latte. Damit war der Gastgeber endgültig zurück, und das Spiel hätte sogar noch ganz kippen können. Kurz danach verhinderte der Torhüter von Union Oberneukirchen mit einer weiteren starken Parade gegen Fenzl sogar noch das 3:2, als er den Schuss an die Latte lenkte.

Warum Nebelberg zurückkam

Eidenberger erklärte den Umschwung vor allem mit einer klaren Veränderung im eigenen Spiel. In der ersten Halbzeit hatte die Union Nebelberg viel mit langen Bällen gearbeitet, obwohl das laut dem Trainer "überhaupt nicht unser Spielstil ist". Nach der Pause wurde es trotz des schweren Bodens besser. "Obwohl der Boden durch den Regen sehr durchnässt war und teilweise die Bälle im Wasser liegen geblieben sind, waren wir viel besser im Spiel. Wir konnten wieder unser Passspiel durchziehen", sagte Eidenberger. Gleichzeitig vergaß er nach dem Punktgewinn nicht, die Leistung des Gegners einzuordnen. Die Union Oberneukirchen sei "eine spielerisch sehr starke Mannschaft", besonders über die Außen, mit vielen schnellen Bällen nach vorne und sauberen Kombinationen. "Erste Halbzeit haben sie uns fast an die Wand gespielt", meinte der Trainer. Auch deshalb blieb seine Bewertung nüchtern: "Ein Sieg wäre ganz sicher nicht verdient gewesen." Der Punkt fühlte sich für ihn trotzdem gut an, weil seine Mannschaft nach einem schwachen Beginn nicht auseinanderfiel. "Ich bin einfach sehr glücklich, wie sie sich in der zweiten Halbzeit präsentiert haben. Das macht mich sehr stolz." Dazu passte für ihn auch, dass Schiedsrichter Pusch "eine klare Linie" hatte und der frühe Elfmeter "goldrichtig" war. Für den Aufsteiger steht damit nach zwei Runden ein guter Start mit vier Punkten, auch wenn dieses 2:2 vor allem eines zeigte: Ohne die deutliche Steigerung nach der Pause wäre am Freitagabend nichts zu holen gewesen.

Bezirksliga Nord: Nebelberg : Oberneukirchen - 2:2 (0:2)

  • 63
    Sebastian Florian Fenzl 2:2
  • 53
    Hannes Lauss 1:2
  • 25
    Nico Stefan Pröll 0:2
  • 4
    Raphael Eibensteiner 0:1