In der Bezirksliga Nord hat die SPG Steinprofis Oepping-Peilstein am Sonntagnachmittag gegen den SV HOLZMANN Haslach nach torloser erster Hälfte noch klar mit 3:0 gewonnen. Neo-Trainer Daniel Schopper sprach von „zwei verschiedenen Halbzeiten“ und sah die Entscheidung vor allem nach dem Seitenwechsel. Ein sehenswerter Freistoß zum 1:0 gab den Gastgebern den nötigen Schub, danach zog die SPG die Partie immer mehr auf ihre Seite.

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Schopper hatte für den Beginn einen klaren Plan vorgegeben, und genau dieser Ansatz war auch über weite Strecken der ersten Hälfte zu sehen. „In der ersten Halbzeit haben wir geschaut, dass wir defensiv gut stehen, kein Tor kassieren und Nadelstiche setzen“, sagte der Trainer nach dem Spiel. Haslach hatte nach seiner Einschätzung zwar gefühlt mehr Spielanteile, wirklich zwingend wurde der Gegner aber nur selten. Schopper formulierte es deutlich: „Bis auf ein Abseitstor konnten sie nichts Zwingendes herausspielen.“ Gleichzeitig sah er die besseren Möglichkeiten sogar bei seiner Mannschaft, die diese Chancen aber noch nicht in eine Führung ummünzen konnte. Deshalb passte das 0:0 zur Pause aus Sicht des Trainers zwar zum Spielverlauf, es war aber auch ein Zwischenstand, bei dem für die Gastgeber noch mehr drinnen gewesen wäre.
Nach dem Seitenwechsel veränderte sich das Bild dann spürbar. Oepping-Peilstein nahm laut Schopper durch personelle Veränderungen „das Spiel mehr in die eigene Hand“ und kam dadurch auch zu besseren Möglichkeiten. Für den Trainer gab es im Nachhinein keinen Zweifel, welcher Moment die Partie in die gewünschte Richtung lenkte. „Das 1:0 war der entscheidende Punkt“, sagte er. In der 57. Minute traf Simon Hofer per Freistoß zur Führung, und Schopper beschrieb diesen Treffer als echten Ruck für seine Mannschaft. „Das Freistoßtor war sehr sehenswert, der Ball hat genau in den Winkel gepasst“, erklärte er. Mit diesem Tor sei das Selbstvertrauen deutlich gewachsen, und genau daraus entwickelte sich jene zweite Halbzeit, die der Trainer später als den klaren Unterschied zwischen den beiden Teams bezeichnete.
Mit dem 1:0 im Rücken blieb Oepping-Peilstein das aktivere Team und setzte Haslach nun immer stärker unter Druck. Schopper sprach davon, dass sich das Blatt nach der Pause gewendet habe und seine Mannschaft „mehr Willen zum Sieg“ gezeigt habe. Besonders hervor hob er Matthias Leo Kern, der nach seiner Einwechslung viel Schwung brachte. Der Trainer meinte, Kern habe „mit seiner Einwechslung in der zweiten Halbzeit das Spiel an sich gerissen“, und in der 79. Minute belohnte sich der Offensivspieler dann auch mit dem 2:0. Damit war die Partie noch nicht formal entschieden, aber die Gastgeber hatten sie nun klar im Griff. Den Schlusspunkt setzte Lukas Schaubmayr in der Nachspielzeit mit dem 3:0. So wurde aus einer anfangs ausgeglichenen Partie am Ende noch ein verdienter und klarer Heimsieg.
Dass Schopper nach dem Schlusspfiff zufrieden war, lag für ihn nicht nur an den drei Treffern, sondern vor allem an der Entwicklung gegen den Ball. „Die Defensivleistung oder Kompaktheit meiner Mannschaft wird immer besser. Wir haben wenig zugelassen“, sagte der Trainer. Genau das war auch die Grundlage dafür, dass seine Elf nach dem 0:0 zur Pause nicht unruhig wurde, sondern im zweiten Durchgang geduldig auf ihre Momente wartete. Ganz ohne kritischen Blick wollte Schopper den Sieg aber nicht einordnen. Im letzten Drittel und im Spielaufbau sieht er weiterhin Potenzial, dort müsse sich sein Team noch steigern. Mit vier Punkten aus zwei Runden ist der Start für die SPG Oepping-Peilstein damit gelungen, und der Auftritt gegen Haslach hat vor allem gezeigt, dass die Mannschaft geduldig bleiben kann, bis das Spiel in ihre Richtung kippt.