In der Bezirksliga Nord hat sich die Union M-TEC Arnreit am Sonntagnachmittag lange tief hineingestellt, musste sich der Union Wippro Vorderweißenbach am Ende aber mit 1:2 geschlagen geben. Aus Sicht von Sektionsleiter Harald Birngruber war der Auswärtssieg verdient, weil seine Mannschaft nach kurzen starken Arnreiter Phasen über weite Strecken das Kommando hatte, geduldig blieb und in der Schlussviertelstunde doch noch die passende Antwort fand.

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Die Partie begann laut Birngruber mit einer kurzen, aber klaren Druckphase der Gastgeber. Arnreit startete „relativ aggressiv“ und kam in den ersten fünf Minuten zu zwei Möglichkeiten. Einmal schloss der Stürmer zu früh ab, sodass Vorderweißenbachs Tormann den Ball halten konnte, danach kam ein Chip über die Abwehr, den der Angreifer nicht sauber mitnahm, ehe ein Verteidiger klärte. Danach kippte das Spiel aus Sicht des Sektionsleiters deutlich. „Ab der fünften Minute haben wir das Spiel vollkommen übernommen. Der Ball ist super gelaufen“, sagte Birngruber. Was fehlte, waren zunächst die ganz klaren Chancen, weil Arnreit tief stand und, wie er es beschrieb, „teilweise mit sieben Verteidigern hinten verteidigt hat“. Ein Treffer um die 30. Minute zählte wegen einer Abseitsstellung beim Verdecken des Sichtfelds nicht, kurz vor der Pause fiel das 0:1 dann aber doch: Nach einem Corner kam der Ball noch einmal nach vorne, und Philipp Haiböck köpfte aus kurzer Distanz zur Führung ein.
Nach dem Seitenwechsel sah Birngruber zunächst fast das gleiche Bild wie vor der Pause, nur dass Arnreit wieder mit Schwung aus der Kabine kam. Die ersten Minuten gehörten diesmal erneut den Hausherren, ehe Vorderweißenbach wieder mehr Zugriff bekam. In dieser Phase fiel allerdings der Ausgleich. Nach einem Schuss, den der Torhüter noch stark abwehrte, setzte Arnreit nach, dann gab es nach einem Treffer im Gesicht Elfmeter. Michael Furtmüller verwandelte in der 53. Minute zum 1:1. Birngruber meinte dazu nüchtern: „Die Schiedsrichterleistung war im Großen und Ganzen vollkommen okay. Das Einzige, was aus meiner Sicht überraschend war, war der Elfmeterpfiff.“ Am grundsätzlichen Eindruck änderte das für ihn aber nichts. „Wir waren eigentlich immer positiv, weil wir wirklich die Mannschaft waren, die permanent Fußball gespielt hat“, sagte er. Vorderweißenbach zog sich nach dem Ausgleich nicht zurück, blieb am Drücker und fand in der 75. Minute die entscheidende Szene. Wieder war ein Eckball der Ausgangspunkt, wieder war Haiböck auf der kurzen Seite mit dem Kopf zur Stelle, und nachdem der Tormann zunächst abwehren konnte, staubte Wendelin Anton Wolfmayr zum 1:2 ab.
Gerade dieses zweite Tor war für Birngruber der Knackpunkt des Nachmittags. „Das Wichtigste war in einer Phase, in der wir eigentlich wirklich nicht viele Chancen hatten, dann der Führungstreffer zum 2:1. Da ist die Mannschaft zu zwei Abschlüssen innerhalb von einer halben Minute gekommen, und das war der Ausschlag“, erklärte der Sektionsleiter. Danach habe die Union Arnreit „nichts mehr entgegenzusetzen“ gehabt. Als größte Stärke hob er das geschlossene Auftreten hervor, verbunden mit einem Sonderlob für Torschütze Philipp Haiböck: „Er hat einen Tag zuvor Hochzeit gefeiert und die Mannschaft wirklich permanent angetrieben.“ Ganz zufrieden war Birngruber trotz des Auswärtssieges aber nicht. „Es fehlt immer der letzte nötige präzise Pass“, sagte er mit Blick auf mehrere gut herausgespielte Situationen. Über Arnreit sprach er respektvoll und verwies auf einen seit Jahren bekannten Stil: defensiv stabil, mit weiten Bällen und Flanken immer wieder gefährlich. Für die Union Vorderweißenbach bedeuten die drei Punkte einen starken Start mit vier Zählern aus zwei Spielen, Arnreit hält nach zwei Runden bei drei Punkten.