In der Bezirksliga Nord hat der USV St. Oswald/Freistadt am Samstagabend einen 2:1-Erfolg gegen die SPG Steinprofis Oepping-Peilstein geholt und dabei einen Rückstand gedreht. Neo-Trainer Milen Valkov machte danach vor allem die unmittelbare Antwort seiner Mannschaft zum Knackpunkt. Nach dem 0:1 sei sofort die richtige Reaktion gekommen, nach der Pause habe sein Team höher gepresst und sich den ersten Saisonsieg mit viel Willen erarbeitet.

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Valkov hatte vor allem vor der Pause keinen einfachen Auftritt seiner Mannschaft gesehen. „Die erste Halbzeit war von viel Nervosität, Ungenauigkeit und teilweise hektischen Entscheidungen geprägt“, sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Oepping-Peilstein hatte laut seiner Einschätzung zunächst etwas mehr vom Spiel, trotzdem konnte St. Oswald selbst eine klare Torchance herausspielen. Dann kam in Minute 21 der Rückschlag, als die Gäste nach einem Fehler im Umschaltspiel durch Kevin Rachinger mit 1:0 in Führung gingen. Lange beschäftigt hat dieser Gegentreffer die Hausherren aber nicht. Nur eine Minute später gelang der Ausgleich, als Tobias Tober nach einer starken Aktion von Jonas Oprießnig zum 1:1 traf. Für Valkov war genau diese Szene der Wendepunkt des Abends. „Wir haben gleich nach dem 0:1 stark reagiert und sofort das 1:1 gemacht. Da haben wir gespürt, gewusst und gehofft, dass wir das Spiel noch drehen können.“ Mit diesem verdienten Ausgleich ging es in die Halbzeit.
Nach dem Seitenwechsel wollte St. Oswald mehr Zugriff, und genau das setzte die Mannschaft dann auch um. „Wir haben die Pressinglinie deutlich höher geschoben, waren aggressiver und gleichzeitig sehr stabil“, erklärte Valkov. Damit bekam sein Team die Partie besser in den Griff und legte im Vergleich zur ersten Halbzeit spürbar zu. Ganz leicht war das gegen die Gäste aber nicht, denn der Trainer hatte vor dem Spiel genau das erwartet, was dann auch zu sehen war: eine robuste, kompakte Mannschaft mit viel Tempo auf den Außenbahnen. „Wir haben gewusst, dass Peilstein auf beiden Seiten sehr schnelle Flügelspieler hat“, sagte er und strich auch die Qualität einzelner Akteure wie Benedikt Löffler, Matthias Kern und Simon Hofer heraus. Umso mehr freute ihn, dass seine Mannschaft nach dem Ausgleich am Drücker blieb. Die Entscheidung fiel schließlich in Minute 68, als Adrian Höller nach einer Standardsituation zum 2:1 traf und die Partie damit komplett drehte.
Entsprechend deutlich fiel das Lob des neuen Trainers nach dem Spiel aus, weil der Sieg aus seiner Sicht in erster Linie über Einstellung und Bereitschaft gekommen war. „Ein großes Kompliment an meine Mannschaft für die Mentalität und die Bereitschaft, dieses Spiel zu drehen“, sagte Valkov. „Die Leidenschaft und der unbedingte Wille, jeden Meter und jeden Zweikampf zu gewinnen, waren entscheidend.“ Dazu hob er hervor, dass auch die Einwechselspieler zusätzliche Stabilität gebracht hätten und genau das für eine ausgeglichene Mannschaft enorm wichtig sei. Besonders gefiel ihm auch, wer die Treffer erzielt hatte. Tobias Tober traf bei seinem ersten Startelfeinsatz, Adrian Höller legte den Siegtreffer nach. „Das war sehr wichtig für unsere Weiterentwicklung“, sagte Valkov. Ganz ohne Kritik wollte er den Abend aber trotzdem nicht abhaken. Vor allem im Spiel mit dem Ball sieht der Coach noch Arbeit vor sich: „Wir müssen im Positionsspiel und in der Spielgestaltung noch viel mehr daran arbeiten.“ Selbst bei einigen Entscheidungen von Schiedsrichter Imsirovic wollte er kein großes Thema aufmachen. Dass ihn einzelne Foulauslegungen geärgert hatten, sprach er an, schob aber gleich nach: „Ende gut, alles gut.“ Mit dem ersten vollen Erfolg der Saison und nun vier Punkten nach drei Runden soll dieser Abend für den USV St. Oswald daher eher Anfang als Endpunkt sein.