Am 3. Spieltag der Bezirksliga Nord trennten sich die Union Wippro Vorderweißenbach und die Union Oberaigner Nebelberg torlos. Das Ergebnis erzählt dabei nur einen Teil dieser Partie. Aus Sicht von Sektionsleiter Harald Birngruber hatte Vorderweißenbach über weite Strecken mehr vom Spiel, ließ aber die nötige Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor vermissen und fand gerade nach der Pause nur selten eine Lücke. Dazu kam ein Treffer, der wegen Abseits aberkannt wurde.

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Harald Birngruber sah vor allem in der ersten Halbzeit jene Phase, in der seine Mannschaft das Spiel auf ihre Seite hätte ziehen können. „Vom Fußballerischen her war es eine sehr gute Leistung meiner Mannschaft“, sagte der Sektionsleiter nach dem torlosen Heimspiel. Aus seiner Sicht lief der Ball über die gesamte Spielzeit gut, und besonders vor der Pause kam Vorderweißenbach zu einigen hochkarätigen Möglichkeiten. Der Moment, der für ihn am meisten hängen blieb, war das aberkannte Tor nach rund einer halben Stunde. Nach einer weiten Flanke von der linken Seite köpfte Philipp Haiböck den Ball ins Tor, doch der Assistent hob die Fahne. „Ich denke, das nicht gegebene Tor war der entscheidende Moment“, sagte Birngruber. Ganz einseitig war die erste Hälfte dennoch nicht, denn auch der Aufsteiger blieb mit seinen Kontern gefährlich und kam laut Birngruber zu zwei guten Chancen. So ging es trotz der besseren Möglichkeiten der Heimischen mit einem 0:0 in die Pause.
Auch nach der Pause blieb Vorderweißenbach das aktivere Team, doch der Ertrag blieb aus. Birngruber beschrieb die zweite Hälfte so: „Es war ein Anlaufen gegen eine Mauer.“ Nebelberg stand weiter kompakt, verteidigte geschlossen und ließ die Angriffe der Hausherren nur noch selten wirklich klar werden. Während die Chancen vor der Pause noch hochkarätiger waren, fehlte nun öfter der letzte freie Raum oder der saubere Abschluss. Birngruber sprach davon, dass die Möglichkeiten nach dem Wechsel „nicht mehr so zwingend“ gewesen seien. Erst kurz vor Schluss bot sich noch einmal die große Gelegenheit auf den Sieg. Im letzten Angriff hätte Vorderweißenbach laut Birngruber „eigentlich das Siegestor erzielen können“, doch der Ball ging über das Tor. Genau in dieser Szene sah er noch einmal bestätigt, woran es an diesem Abend fehlte: „Die hundertprozentige Kaltschnäuzigkeit vor dem Tor hat uns gefehlt.“
Dass die Union Nebelberg den Punkt nicht zufällig mitnahm, stellte Birngruber ausdrücklich klar. „Das ist ein guter Aufsteiger, der sehr kompakt als Mannschaft auftritt“, sagte er über die Gäste. Für ihn lag die Stärke Nebelbergs nicht bei einzelnen herausragenden Spielern, sondern im geschlossenen Auftreten des gesamten Teams. „Da sind nicht viele Schlüsselspieler in der Mannschaft, sondern das ganze Kollektiv ist sehr, sehr gut miteinander aufgetreten“, meinte Birngruber. Auch rund um die Abseitsentscheidung beim aberkannten Treffer wollte er kein großes Thema aufmachen. „Wenn die Entscheidung so gefallen ist, dann muss man das akzeptieren“, sagte er nüchtern. Trotzdem blieb seine Einschätzung zum Spielausgang eindeutig. „Wenn das Spiel einen Sieger verdient hätte, wäre das mit Sicherheit die Union Vorderweißenbach gewesen“, so Birngruber. Nach drei Runden halten damit beide Teams bei fünf Punkten, doch während Nebelberg mit dem Auswärtspunkt gut leben kann, wird sich Vorderweißenbach eher fragen, warum aus einer ordentlichen Leistung kein voller Ertrag geworden ist.