Spielberichte

„Das 1:1 kurz vor der Pause war der Game Changer“ – Union Lasberg fixiert Sieg in Minute 89

Union Lasberg
Union Julbach

In der Bezirksliga Nord hat sich die Wimberger Sportunion Lasberg am Samstagnachmittag in einer intensiven Partie gegen die Union Thaller Fassaden Julbach mit 3:2 durchgesetzt. Lasberg war laut Sektionsleiter Christian Tucho über die gesamten 90 Minuten das überlegene Team, musste aber bis zur 89. Minute warten. Julbach stand tief, setzte gute Nadelstiche und blieb mit seiner Effizienz im Spiel. Das 1:1 kurz vor der Pause war für Tucho der entscheidende Moment.

Eckball - Blick von der Eckfahne auf den fliegenden Ball und die Beine des Spielers

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Rückstand trotz klarer Vorteile

Schon nach 16 Minuten liefen die Gastgeber trotzdem einem Rückstand nach, weil Michael Kasper Julbach mit 1:0 in Führung brachte. Für Tucho passte dieser Zwischenstand allerdings nicht wirklich zum Spielbild. „Wir waren die 90 Minuten sicher überlegen, der Gegner hat aber immer wieder gute Nadelstiche gesetzt und war vor dem Tor sehr effizient“, sagte der Lasberger Sektionsleiter. Gerade in der ersten Halbzeit habe seine Mannschaft ein gutes Spiel gemacht und sich viele Möglichkeiten erarbeitet. Dass Lasberg dennoch lange hinten lag, machte die Partie aus Sicht der Hausherren so unangenehm. Der Druck war da, die Spielanteile ebenfalls, nur auf der Anzeigetafel schlug sich das zunächst nicht nieder.

Ausgleich vor der Pause hielt Lasberg auf Kurs

Erst in der 41. Minute belohnte sich Lasberg, als Michael Andreas Hackl das 1:1 erzielte. Genau dieser Treffer war für Tucho im Rückblick der Schlüsselmoment. „Ganz wichtig war auf jeden Fall, kurz vor der Pause das 1:1 zu machen. Das war sicher der Game Changer“, meinte er. Wäre seine Mannschaft mit einem Rückstand in die Kabine gegangen, „wäre es sicher schwieriger geworden“, weil sich Julbach in der Pause wohl noch einmal anders eingestellt hätte. Nach dem Seitenwechsel drehte Lasberg die Partie dann rasch, Andreas Stütz traf in der 50. Minute zum 2:1. Dennoch blieb das Spiel heikel, weil die Gastgeber ihre Vorteile nicht konsequent genug in weitere Tore ummünzen konnten. Tucho sprach das auch klar an: „Wir müssen sicher über die Chancenauswertung reden, weil wir gerade in der ersten Halbzeit fünf bis sechs hochkarätige Chancen liegen gelassen haben.“ So blieb Julbach trotz Unterlegenheit im Rennen und kam in der 79. Minute durch Jonas Wagner noch einmal zum 2:2.

Aglas setzt späten Schlusspunkt

Dass die Union Lasberg trotz des Chancenplus nie ganz ruhig werden konnte, beschrieb Tucho sehr treffend. „Trotz der extremen Überlegenheit und dem großen Chancenplus hatten wir nie das Gefühl, dass das Spiel schon in unsere Richtung kippt, weil immer nur ein Tor Vorsprung da war“, sagte er. Die Union Julbach habe sehr tief verteidigt, „seine Defensivaufgaben sehr gut erledigt“, „eigentlich keinen einzigen Fehler im ganzen Spiel gemacht“ und zudem mit Philipp Schneeberger einen guten Torwart gehabt. In der Offensive blieben die Gäste mit hohen Bällen und Kontern immer wieder gefährlich. Umso größer war die Erleichterung, als Nico Aglas in der 89. Minute doch noch das 3:2 erzielte. Tucho sprach von einem „Lucky Punch“, stellte aber ebenso klar: „Anhand des Chancenpluses war auf jeden Fall ein Dreier für uns drinnen.“ Besonders hob er danach wieder den mannschaftlichen Zusammenhalt hervor. „Das Laufen, jeder für jeden, dass jeder für jeden kämpft und jeder für jeden läuft, ist aktuell unsere große Stärke.“ Auch mit der Leistung des Unparteiischen war er einverstanden, strittige Szenen habe es keine gegeben. So baute Lasberg die ungeschlagene Serie weiter aus und hält nach drei Runden bei sieben Punkten.

Bezirksliga Nord: Lasberg : Julbach - 3:2 (1:1)

  • 89
    Nico Aglas 3:2
  • 79
    Jonas Wagner 2:2
  • 50
    Andreas Stütz 2:1
  • 41
    Michael Andreas Hackl 1:1
  • 16
    Michael Kasper 0:1