In der Bezirksliga Nord hat die Wimberger Sportunion Lasberg das Duell zweier Teams aus der Spitzengruppe bei der DSG Sportunion Altenberg mit 3:0 gewonnen und den Gegner an der Tabellenspitze abgelöst. Trainer Franz Waldhör machte nach dem Auswärtssieg vor allem „Leidenschaft, Kampfgeist und den unbedingten Siegeswillen“ verantwortlich. Genau das brauchte der Aufsteiger auch, denn nach der Pause mussten die Gäste nach einer Roten Karte lange in Unterzahl bestehen und überstanden dabei sogar einen Elfmeter gegen sich.

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Waldhör hatte vor der Partie einen klaren Plan im Kopf, und genau der ging zunächst voll auf. „Unser vorrangiges Ziel war, gut ins Spiel zu starten und die ersten zwanzig Minuten gut zu überstehen“, sagte der Lasberg-Trainer. Seine Mannschaft hielt diese Vorgabe nicht nur ein, sie legte in dieser Phase sogar den Grundstein für den Auswärtssieg. Waldhör sprach von einer taktisch extrem disziplinierten Vorstellung, bei der seine Elf das Umgesetzte „super“ auf den Platz brachte und Altenberg zunächst wenig zuließ. Gleichzeitig kamen auch die Gäste schon früh zu Möglichkeiten. Die erste Konsequenz daraus folgte in Minute 20, als Michael Andreas Hackl das 0:1 erzielte. Nur vier Minuten später legte derselbe Spieler mit seinem zweiten Treffer des Nachmittags das 0:2 nach. Aus Sicht der Lasberger war das die Belohnung für einen Start, in dem sie wach waren, ihre Aufgaben sauber erledigten und dem Gegner nie den Rhythmus gaben, den er sich erhofft hatte.
Dass die Partie trotz des Zwei-Tore-Vorsprungs noch einmal heikel werden konnte, zeigte sich direkt nach der Pause. In der 50. Minute kassierte Lasberg Rot und musste von da an in Unterzahl weiterspielen. Waldhör sprach in diesem Zusammenhang von „einem kleinen Schock“ für seine Mannschaft, weil sich das Spiel damit schlagartig veränderte. Noch unangenehmer wurde es, als Altenberg die große Chance bekam, per Elfmeter auf 1:2 zu verkürzen. Genau in diesem Moment aber schlug aus Sicht des Lasberg-Trainers die Szene des Spiels. „Eine Schlüsselszene war sicher der parierte Elfmeter“, sagte Waldhör, der den Tormann für dessen „Wahnsinnseinstand“ hervorhob. Für ihn war klar, warum diese Aktion so schwer wog: „Wenn Altenberg da das 1:2 macht, kommen die noch viel mehr auf. Dann ist die Frage, ob wir das eine ganze Halbzeit lang zu zehnt wirklich durchverteidigen können.“ Stattdessen blieb es beim 0:2, und Lasberg bekam genau in dieser kritischen Phase den Glauben zurück, das Spiel tatsächlich über die Zeit bringen zu können.
Nach dem Ausschluss war die Richtung des Spiels zwar klarer, aber nicht automatisch zugunsten der Gastgeber. Altenberg hatte laut Waldhör in dieser Phase deutlich mehr Ballbesitz, doch wirklich zwingend wurde das nur selten. Der Lasberg-Coach erklärte auch, warum seine Mannschaft damit gut zurechtkam. Man habe sich auf einen aggressiven Gegner eingestellt, der im Pressing stark sei und immer wieder versuche, zwischen die Linien zu kommen. Genau das wollten die Gäste unterbinden, und nach Einschätzung ihres Trainers gelang das über weite Strecken. „Durch unsere taktische Disziplin und durch unsere hervorragende Leistung haben wir nicht zugelassen, dass sie das Spiel aufziehen können, das sie sich gewünscht hätten“, sagte Waldhör. Dazu kam, dass Lasberg trotz Unterzahl nach Ballgewinnen immer wieder Konter fahren konnte. Der Trainer meinte sogar, seine Mannschaft hätte „das eine oder andere Tor mehr machen können“, weil noch gute Chancen liegenblieben. Ganz leer ging diese Phase aber nicht aus: In Minute 86 sorgte Johann Achhorner mit dem 0:3 endgültig für die Entscheidung und nahm der Partie den letzten Rest an Spannung.
Für Waldhör war der Erfolg in Altenberg deshalb mehr als nur ein ordentliches Auswärtsspiel. Er verwies vor allem auf jene Dinge, die seine Mannschaft nach seiner Wahrnehmung zuletzt nicht immer in dieser Form gezeigt hatte. „Was uns in den vergangenen Wochen gefehlt hat, war die Leidenschaft, der Kampfgeist und der unbedingte Siegeswille. Den haben wir diesmal wieder auf den Platz gebracht“, sagte der Trainer. Besonders wichtig war ihm dabei die mannschaftliche Geschlossenheit. „Jeder hat für jeden gekämpft, jeder ist für jeden gelaufen“, fasste er die Leistung zusammen und stellte die Kompaktheit seiner Elf über alles. Dass die Union Altenberg stark in die Saison gestartet war, wertete den Auftritt für ihn zusätzlich auf. So nimmt die Union Lasberg nicht nur drei Punkte aus Altenberg mit, sondern laut aktueller Tabelle auch Platz eins in der Bezirksliga Nord. Waldhör sprach am Ende von einer „sehr, sehr ansprechenden Vorstellung“ seiner Mannschaft, und nach diesem 3:0 gibt es wenig, das dieser Einschätzung widersprechen würde.