Spielberichte

„Der ständige Glaube an den Sieg hat dazu geführt“ – SPG Oepping-Peilstein holt Derbysieg trotz Unterzahl

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Steinprofis Oepping-Peilstein
Putzleinsdorf/Hofkirchen

In der Bezirksliga Nord hat die SPG Steinprofis Oepping-Peilstein das Derby gegen die SPG Print&Wear Putzleinsdorf/Hofkirchen mit 2:1 für sich entschieden. Neo-Trainer Daniel Schopper führte den Heimsieg vor allem auf Kompaktheit, Laufarbeit und den Glauben seiner Mannschaft zurück. Nach dem Blitzstart, dem Ausgleich vor der Pause und einer gelb-roten Karte nach dem Seitenwechsel biss sich sein Team auch in Unterzahl durch und schlug spät noch einmal zu.

Torwart in Neongrün, im Vordergrund der Ball

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Blitzstart bringt Oepping-Peilstein ins Spiel

Besser hätte dieses Derby für die Gastgeber kaum beginnen können. Schon in der 1. Minute brachte Nedzad Majdancic Oepping-Peilstein in Führung und sorgte damit genau für jenen Auftakt, den sich Schopper erhofft hatte. „Es war ein richtiger Derby-Fight mit einem perfekten Start für uns. Das frühe Tor hat uns natürlich genau in die Karten gespielt und Auftrieb gegeben“, sagte der neue Trainer nach der Partie. Umso höher schätzte er diesen Beginn ein, weil seine Mannschaft personell reagieren musste. „Wir mussten auf zwei Positionen umstellen, weil wir Ausfälle hatten, das wurde gut kompensiert“, hielt Schopper fest. Danach kam der Landesliga-Absteiger aber immer besser in die Partie. Die Gäste übernahmen laut Schopper mehr und mehr das Kommando, während Oepping-Peilstein seine Umschaltmomente zwar bekam, diese aber nicht sauber fertigspielte. Noch vor der Pause fiel dann der Ausgleich: Marco Zeller traf in der 35. Minute zum 1:1, mit dem es auch in die Halbzeit ging.


Nach der Pause wird es mit Unterzahl noch schwieriger

Was nach dem Seitenwechsel folgte, machte die Aufgabe für die Hausherren noch einmal deutlich schwerer. Schopper sprach von einem „herben Rückschlag“, weil seine Mannschaft nach der Pause durch eine gelb-rote Karte wegen Kritik in Unterzahl geriet. „Die gelb-rote Karte wegen Kritik hat natürlich zu einem anderen Spiel geführt“, sagte er offen. Dass Putzleinsdorf den Druck danach weiter erhöhte, passte zum Verlauf. Oepping-Peilstein musste noch enger zusammenrücken, noch konsequenter gegen den Ball arbeiten und noch mehr Meter machen. Genau darin sah Schopper aber auch die entscheidende Reaktion seiner Mannschaft. „Wir waren in der zweiten Halbzeit sehr kompakt gestanden und haben gut gegen den Ball gearbeitet. Alle Spieler haben eine herausragende Laufleistung auf den Platz gebracht“, sagte er. Gerade in dieser Phase hatte der Trainer trotz aller Schwierigkeiten offenbar ein gutes Gefühl. „Irgendwie hatte ich das Gefühl, das könnte heute noch zu unseren Gunsten enden“, meinte Schopper. Es war also kein Spiel, in dem die Gastgeber nur noch über die Zeit retten wollten. Auch mit einem Mann weniger blieben sie aufmerksam und suchten ihre wenigen Möglichkeiten.

Rachinger nutzt Nadelstich zum späten Sieg

Genau einer dieser wenigen Vorstöße entschied das Derby schließlich. Während Putzleinsdorf in Überzahl mehr vom Spiel hatte und Oepping-Peilstein lange verteidigen musste, gelang den Gastgebern in der Schlussphase doch noch der entscheidende Nadelstich. In der 83. Minute war es der zuvor eingewechselte Florian Rachinger, der zum 2:1 traf und den viel umjubelten Sieg perfekt machte. Schopper erklärte die Szene aus seiner Sicht so: „Der ständige Glaube an den Sieg hat schlussendlich dazu geführt, dass wir trotz Unterzahl offensiv wieder vereinzelt Aktionen setzen konnten.“ Besonders hervor hob er dabei die mannschaftliche Geschlossenheit. „In der Kompaktheit lag heute unsere größte Stärke. Wir waren aggressiv in den Zweikämpfen, immer beim Mann. Unsere zwei Sechser haben im Zentrum eine unglaubliche Leistung abgeliefert“, sagte der Trainer. Dazu kam für ihn ein Umschaltspiel, das zwar nicht immer sauber ausgespielt wurde, am Ende aber doch noch den entscheidenden Ertrag brachte. Dass der Gegner Qualität hatte, verschwieg Schopper dabei nicht. „Putzleinsdorf hat gute Einzelspieler und versucht spielerische Lösungen zu finden. Im Großen und Ganzen war das ein sehr guter Gegner“, betonte er.

Viel Arbeit bleibt, Rückenwind ist trotzdem da

So groß die Freude über den Derbyerfolg auch war, Schopper wollte den Sieg nicht größer machen als nötig. Für ihn ist die Richtung klar: weiterarbeiten und den Erfolg richtig einordnen. „Jetzt heißt es weiter hart arbeiten, Woche für Woche, denn man sieht an der Tabelle, wie ausgeglichen diese Liga ist“, sagte der Trainer. Genau dieses 2:1 passte auch zu seiner Einschätzung, weil sich in der Bezirksliga Nord derzeit nur Kleinigkeiten entscheiden. Die SPG Oepping-Peilstein hat sich in einem hitzigen und intensiven Spiel mit Disziplin, Laufbereitschaft und Überzeugung durchgesetzt und nimmt damit viel mit. Lange Zeit sprach vieles dafür, dass die Partie nach dem Ausgleich und der Unterzahl eher gegen die Gastgeber laufen könnte. Am Ende stand aber genau das, worauf Schopper immer wieder verwies: eine geschlossene Leistung, der Glaube an den eigenen Moment und ein später Treffer, der drei wichtige Punkte brachte. Viel Zeit zum Zurücklehnen bleibt ohnehin nicht, denn schon am Freitag wartet laut Schopper die nächste schwierige Aufgabe.

Bezirksliga Nord: Oepping-Peilstein : Putzleinsdorf/Hofkirchen - 2:1 (1:1)

  • 83
    Florian Rachinger 2:1
  • 35
    Marco Zeller 1:1
  • 1
    Nedzad Majdancic 1:0