In der Bezirksliga Nord hat sich die Union M-TEC Arnreit am Sonntagnachmittag mit einem 1:1-Remis von der SPG Intersport Pötscher Bad Leonfelden/Schenkenfelden 1b getrennt. Für Sportchef Bernhard Reiter fühlte sich das Unentschieden trotz eines starken und noch ungeschlagenen Aufsteigers nicht wie ein gewonnener Punkt an. Aus Arnreiter Sicht war es vielmehr ein Spiel, in dem die Gastgeber mehr davon hatten, sich viele Möglichkeiten erspielten und sich am Ende für den Aufwand nicht ausreichend belohnten.

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Arnreit hatte nach Darstellung von Reiter von Beginn an mehr vom Spiel und vor allem vor der Pause die besseren Szenen. „Wir als Heimmannschaft waren stärker, haben mehr Torchancen gehabt, gerade in der ersten Halbzeit“, sagte der Sportliche Leiter. Belohnt wurden die Gastgeber in der 24. Minute, als Thomas Grubhofer die Führung zum 1:0 erzielte. Reiter beschrieb den Treffer als sauber vorgetragenen Angriff: „Unser Tor war ein Abschlag mit einer guten Kopfballverlängerung in die Tiefe, dann die tolle Hereingabe in die Mitte und vor dem Torwart wurde versenkt.“ Lange hielt der Vorsprung aber nicht. Schon in der 29. Minute glich Sebastian Gusenleitner für die Gäste aus, nachdem er einen Freistoß aus knapp 20 Metern in die Torwartecke setzte. Mit dem 1:1 ging es auch in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel verlor die Partie laut Reiter etwas an Tempo, ohne dass Arnreit den Zugriff ganz abgab. „In der zweiten Halbzeit ist das Spiel etwas abgeflacht“, sagte er, schob aber sofort nach, dass für ihn trotzdem mehr drinnen gewesen wäre. „Wir hätten das Spiel trotzdem noch entscheiden können mit ein, zwei Hochkaräter zum Schluss, aber es ist dann beim 1:1 geblieben“, so Reiter. Noch deutlicher fiel seine Einordnung danach aus: „Aufgrund des Chancenplusses von unserer Mannschaft sind das eher zwei verschenkte Punkte.“ Den Hauptgrund machte er klar am eigenen Abschluss fest. Arnreit habe sich „mit spielerischen Mitteln sehr viele Chancen herausgearbeitet“, sei vor dem Tor aber zu wenig konsequent gewesen. „Wir waren teilweise alleine vor dem Torwart und haben ihn fast immer zu wenig geprüft. Der Torabschluss war das einzige Manko gestern.“
Trotz des Ärgers über das Resultat wich Reiter der Leistung des Gegners nicht aus. Bad Leonfelden/Schenkenfelden habe Qualitäten gezeigt, auch wenn Arnreit nach seiner Ansicht zu vielen Chancen kam. „Da war ich etwas überrascht“, sagte er mit Blick darauf, dass die SPG zu Beginn doch einiges zuließ. Insgesamt stufte er die Gäste aber klar hoch ein: „Das ist eine starke Truppe. Sie haben gute Aktionen dabei, gute Athletik im Spiel und sind nicht umsonst noch ohne Niederlage.“ Gerade deshalb bleibt bei Arnreit das Gefühl, mehr liegen gelassen zu haben. Denn Reiter sah seine Mannschaft nicht unterlegen, sondern über weite Strecken als das aktivere Team, das sich für seinen Aufwand nicht entsprechend belohnt hat.
Diskussionen über Nebenschauplätze wollte der Funktionär gar nicht erst groß aufmachen. Er sprach von einem „sehr fairen Spiel“ und meinte, dass „im Großen und Ganzen“ auch die Leistung von Schiedsrichter Kizil gepasst habe. Die Hauptursache für das Remis sah er ohnehin nur bei der eigenen Chancenverwertung. „Weil wir einfach das zweite oder dritte Tor nicht geschossen haben, das wir hätten schießen können aufgrund der Vielzahl der hochkarätigen Chancen“, fasste Reiter zusammen. Unter dem Strich bleibt für die Union Arnreit nach sechs Runden und nun 10 Punkten ein ordentliches Tabellenbild, aber eben auch das klare Gefühl, dass an diesem Nachmittag mehr drinnen gewesen wäre als nur ein Zähler.