In der Bezirksliga Nord hat sich der SV Freistädter Bier gegen die Union Lembach nach einem 0:2-Rückstand noch ein 2:2-Unentschieden gesichert. Nach Treffern von Alexander Mühlparzer und Idris Sakic verkürzte Rene Kober noch vor der Pause, ehe Jindrich Rosulek in der Schlussphase ausglich. Trainer Michael Wolm sprach von einem wichtigen Heimpunkt und nannte das Remis unter dem Strich gerecht.

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Für Michael Wolm begann die Partie mit einer vorsichtigen Phase auf beiden Seiten. „Die ersten Minuten waren ein Abtasten beider Mannschaften“, sagte der Freistädter Trainer und beschrieb damit einen Beginn, in dem sich beide Teams erst finden mussten. Danach kam Lembach aber zu den entscheidenden Aktionen und stellte die Gastgeber früh vor eine unangenehme Aufgabe. Alexander Mühlparzer brachte die Gäste in der 14. Minute mit 1:0 in Führung, in der 23. Minute legte Idris Sakic das 2:0 nach. Dass Freistadt trotzdem nicht abreißen ließ, war für Wolm ein wichtiger Punkt dieser ersten Hälfte. Seine Mannschaft antwortete sofort, denn schon eine Minute später gelang durch Rene Kober der Anschluss zum 1:2. Wolm schilderte diese Reaktion so: „Praktisch mit dem nächsten Angriff gelang uns der Anschluss, aus einem Handelfmeter.“ So ging es mit 1:2 in die Pause.
Wolm hob vor allem hervor, wie seine Mannschaft aus der Kabine kam. „Die Mannschaft kam sehr gefestigt und stabil aus der Halbzeit“, sagte er, und genau das war aus seiner Sicht die Grundlage dafür, dass Freistadt im Spiel blieb und sich den Punkt noch holte. Die Gastgeber arbeiteten auf den Ausgleich hin, ohne dabei die Ordnung völlig zu verlieren. Entscheidend war für den Trainer auch, dass seine Wechsel Wirkung zeigten. „Nach gewissen Wechseln kam frischer Wind, so konnten wir über die Seite gute Akzente setzen“, erklärte Wolm. Aus dieser Phase heraus fiel dann auch das 2:2 durch Jindrich Rosulek in der 82. Minute. Den Treffer bezeichnete der Freistädter Trainer als „hochverdienten Ausgleich“, weil seine Mannschaft nach der Pause deutlich gefestigter wirkte und sich diesen Moment aus seiner Sicht erarbeitet hatte.
Dass sich der SV Freistadt nach dem 2:2 nicht mit dem Remis zufriedengab, machte Wolm ebenfalls deutlich. „Meine Mannschaft wollte dann unbedingt auch den Siegestreffer erzielen“, sagte er. Gleichzeitig wusste er aber auch, was diese Schlussphase mit sich brachte: „Wir verabsäumten es aber und gaben logischerweise in der Defensive Räume für die Lembacher frei. Die Union Lembach hat noch eine Riesenmöglichkeit in Minute 94.“ Insgesamt sprach Wolm von „einem ausgeglichenen Fußballspiel zweier sehr bemühter Mannschaften“, deshalb gehe das 2:2 „unterm Strich auch sehr gerecht“ aus. Für Freistadt hat dieser Punkt trotzdem Gewicht, weil nach zwei verlorenen Heimspielen endlich wieder angeschrieben wurde. „Wir wollten unbedingt zu Hause punkten“, betonte Wolm. „Klar wollten wir das Match mit drei Punkten beenden, aber das war jetzt ein richtiger Schritt.“ Dazu passte auch sein Lob an die eigene Mannschaft, die „super fokussiert, super motiviert“ gewesen sei und „bis zum Schluss zusammengehalten“ habe. Lembach erlebte er als „sehr unangenehmen Gegner“, der die Seiten gut bespielt habe und über eine gute Kaderstruktur verfüge. Diskussionen um das Schiedsrichterteam wollte Wolm keine aufmachen, im Gegenteil: „Das Schiedsrichter-Trio hatte einen sehr guten Auftritt.“ Viel lieber richtete er den Blick gleich wieder nach vorne. „Diese Liga ist verrückt. Jeder kann jeden schlagen“, sagte der Trainer und kündigte an, in den nächsten Wochen mehr Konstanz in die eigenen Leistungen bringen zu wollen. Der nächste Fokus gilt bereits der Aufgabe in Julbach.