In der Bezirksliga Nord hat der SV HOLZMANN Haslach gegen die Union Oberneukirchen mit 2:0 gewonnen und damit laut Trainer Philipp Aigner genau jene Reaktion gezeigt, die nach dem Derby in Julbach gefordert war. Haslach hatte über weite Strecken mehr vom Spiel, ging vor der Pause in Führung und legte in der Schlussphase nach. Für Aigner war vor allem eines klar: „Das Entscheidende war das 2:0.“

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Nach dem verpatzten Derby in Julbach stand für die Gastgeber vor allem die Frage im Raum, wie die Mannschaft diesmal auftreten würde. Genau darauf ging Aigner nach dem Schlusspfiff zuerst ein. „Für uns war sehr wichtig, nach dem verpatzten Derby gegen Julbach eine Reaktion zu zeigen“, sagte der Haslach-Trainer, und diese Reaktion war aus seiner Sicht von Beginn an zu erkennen. Haslach war zunächst zwingender, setzte den eigenen Plan ordentlich um und arbeitete auch mit Ball sauber. Belohnt wurde das in der 34. Minute, als Florian Pröll das 1:0 erzielte. Die Führung passte zum Eindruck, den Aigner schilderte: „Wir sind nicht unverdient in Führung gegangen.“ Mit diesem Zwischenstand ging es dann auch in die Pause.
Nach Seitenwechsel bekam die Partie aus Haslacher Sicht dennoch noch einmal einen anderen Verlauf. Aigner sprach von einem „kurzen Hänger“, in dem Oberneukirchen alles probierte und für einige Minuten Druck machte. Der Gegner blieb vor allem im Umschaltspiel gefährlich und kam laut Haslachs Trainer auch zu Chancen. Gerade deshalb maß Aigner dem zweiten Treffer großes Gewicht bei. „Das 1:0 hat uns das nötige Selbstvertrauen gegeben, aber das Entscheidende war sicher dann das 2:0“, sagte er. Dieses 2:0 besorgte Julian Friedl in der 76. Minute und brachte Haslach endgültig auf die Siegerstraße. Dass am Ende die Null stand, führte Aigner auf die letzte Konsequenz in der Defensive und auf eine gute Leistung des Tormanns zurück.
Mit dem 2:0 war für Aigner die Sache aber keineswegs einfach abgehakt. Er betonte zwar, dass es ein „sehr, sehr wichtiger Sieg“ gewesen sei, wollte den Auftritt aber nicht größer machen als nötig. „Man muss die Kirche definitiv im Dorf lassen“, sagte der Trainer und verwies darauf, dass Oberneukirchen ersatzgeschwächt antreten musste und das Fehlen von Schlüsselspielern zu merken war. Gleichzeitig sprach er sehr klar über das, was ihm bei seiner Mannschaft gefallen hat: „Die Grundtugenden haben heute wirklich sehr gut gepasst“ und „Jeder hat Herzblut am Platz gelassen.“ Genau darin sah er den wesentlichen Unterschied zur Vorwoche. Der Sieg hätte aus seiner Sicht sogar noch deutlicher ausfallen können.
Passend dazu verband Aigner das Lob an seine Mannschaft mit einer klaren Botschaft für die nächsten Wochen. Er hob hervor, dass die Gruppe nach dem Rückschlag im Derby zusammengeblieben ist und gemeinsam wieder in die Spur finden will. „Da merkt man dann doch, dass die Mannschaft zusammensteht und alle an einem Strang ziehen“, sagte der Trainer, der vor allem den Willen seiner Elf herausstrich. Auch für den Gegner fand er anerkennende Worte und bezeichnete die Union Oberneukirchen als fairen Gegner und Vorbildverein. Für den SV Haslach zählen nach dem Samstagnachmittag vor allem drei sehr wichtige Punkte, die Reaktion auf die Vorwoche und das Gefühl, sich den Sieg erarbeitet zu haben. Aigner formulierte es passend: „Somit pauschales Lob speziell für den Willen, den die Mannschaft heute gezeigt hat.“