In der Bezirksliga Nord trennten sich Union Thaller Fassaden Julbach und SV Freistädter Bier mit 0:0. Aus Sicht der Gäste war dabei über weite Strecken mehr drin. Trainer Michael Wolm sah seine Mannschaft gut organisiert, in vielen Phasen sogar tonangebend und sprach am Ende von einem gerechten Remis, obwohl Freistadt mit zwei guten Möglichkeiten dem Treffer näher war als die Gastgeber.
Michael Wolm war mit dem Auftritt seiner Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit durchaus einverstanden. „Wir konnten das Spiel von Beginn an gut dominieren und gewisse Angriffe über die Seite starten. Leider fehlte die letzte Konsequenz für den Führungstreffer“, sagte der Freistadt-Trainer. Genau darin lag aus seiner Sicht der Hauptunterschied zwischen einem ordentlichen Auswärtsspiel und einem möglichen Sieg. Die Gäste kamen in gute Zonen, spielten sich immer wieder nach vorne, belohnten sich aber nicht. Die beste Gelegenheit vor der Pause hatte Raphael Thürriedl, dessen Abschluss nur an die Latte ging. Wolm ordnete diese Phase klar ein: „Grundsätzlich war es ein gutes Spiel in der ersten Halbzeit, aber es ging torlos in die Pause.“ So blieb es beim 0:0 nach 45 Minuten, obwohl Freistadt in dieser Phase das aktivere Team war.
Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild aus Sicht des Freistadt-Coachs zunächst nur wenig. Wolm sprach von einer Partie, die in ähnlichen Bahnen weiterlief, ohne dass sich eine Seite klare Vorteile auf der Anzeigetafel verschaffen konnte. „Nach der Pause war es ein ähnliches Bild, wobei die hundertprozentigen Torchancen ausblieben“, erklärte er. Trotzdem blieb bei den Gästen das Gefühl, dass noch etwas gehen könnte. Die größte Gelegenheit des zweiten Durchgangs kam dann spät: „In der 85. Minute hatten wir eine gute Möglichkeit auf den Lucky Punch durch Paul Grabner, um dieses Spiel 1:0 zu gewinnen.“ Vorbereitet wurde dieser Umschaltmoment laut Wolm über Daniel Pühringer und Rene Kober, ehe Julbachs Tormann noch eingreifen konnte. Dass die Gastgeber dennoch bis zum Schluss gefährlich bleiben konnten, überraschte den Freistadt-Trainer nicht. „Von den Möglichkeiten her hätten wir den Sieg durchaus verdient gehabt, aber Julbach lauert die ganze Saison immer wieder auf genau diese eine Möglichkeit, um ein Spiel in ihre Richtung zu drehen. So ist das 0:0 in Ordnung.“
So sehr Freistadt dem versäumten Auswärtssieg nachtrauern konnte, so deutlich sprach Wolm auch den positiven Aspekt dieses Nachmittags an. „Besonders freut mich, dass wir das erste Mal in dieser Saison zu null gespielt haben“, sagte er. Gerade dieser Punkt hatte für ihn Gewicht, weil er den Auftritt seiner Mannschaft insgesamt als sehr diszipliniert und sauber organisiert einschätzte. „Das ist ein richtig guter Schritt für die Defensive. Jetzt heißt es, die Balance zu finden aus einer kompakten Defensive und der guten Offensive“, so Wolm weiter. Auch die Aufgabe in Julbach ordnete er entsprechend ein: „Aufgrund der Tabellensituation wussten wir, dass Julbach ein sehr unangenehmer Gegner ist. Meine Mannschaft war gut eingestellt und super organisiert, sodass wir ein sehr ordentliches Spiel abliefern konnten.“ Dazu passte für ihn auch der Rahmen der Partie. „Eine sehr gute Leistung des Schiedsrichtertrios, keine strittigen Situationen. Natürlich eine gewisse Härte, aber unterm Strich ein sehr ordentliches und faires Spiel.“ Freistadt nimmt damit zumindest einen stabilen Auftritt mit und richtet den Blick bereits nach vorne. „Wir werden auf den letzten Leistungen aufbauen und freuen uns auf die nächste Heimaufgabe gegen Oberneukirchen.“