In der Bezirksliga Nord hat Steinprofis Oepping-Peilstein am Freitagabend gegen Union M-TEC Arnreit mit 0:3 verloren. Das Ergebnis fiel aus Sicht der Gastgeber klarer aus, als es der Auftritt vor allem vor der Pause vermuten ließ. Trainer Daniel Schopper machte nach dem Schlusspfiff vor allem die ausgelassenen Chancen als Hauptgrund aus. „Die Tore haben uns gefehlt“, brachte er es auf den Punkt.

Foto von (Augustin-Foto) Jonas Augustin auf Unsplash
Schopper sah seine Mannschaft zunächst gut im Spiel. „In der ersten Halbzeit waren wir spielbestimmend und hatten super Möglichkeiten“, sagte der Trainer. Genau daran knüpfte später aber auch seine Hauptkritik an, denn Oepping-Peilstein ließ diese Phase ungenutzt. Besonders deutlich wurde das bei einem Freistoß von Simon Hofer, der an die Stange ging, ehe der Abpraller direkt in den Händen des Tormanns landete. Dazu kamen laut Schopper weitere Chancen aus aussichtsreicher Position. Weil der Gastgeber aus seiner ordentlichen ersten Hälfte kein Tor machte, bekam die Partie kurz vor der Pause trotzdem die Richtung, die man vermeiden wollte. In der 41. Minute traf Kevin Aiglstorfer zum 0:1 für Arnreit. Für Schopper war das umso bitterer, weil er genau vor dieser Stärke des Gegners gewarnt hatte: „Wir haben durch einen Konter das 1:0 bekommen, obwohl wir uns darauf vorbereitet haben. Aber Arnreit macht das gut und kontert gut.“
Auch nach dem Seitenwechsel erkannte Schopper zunächst ein ähnliches Bild wie vor der Pause. „Wir haben gleich begonnen wie in der ersten Halbzeit. Von Anfang weg haben wir Druck gemacht und versucht, spielerische Lösungen zu finden“, schilderte er. Oepping-Peilstein blieb damit das aktivere Team, schaffte es aber erneut nicht, die eigene Überlegenheit in Zählbares umzuwandeln. Stattdessen erhöhte Arnreit in der 69. Minute auf 0:2, als Manuel Wimmer nach einem abgefälschten Schuss traf. Für den Trainer der Heimelf war damit die entscheidende Schwelle überschritten. „Ausschlaggebend war das 2:0, da war das Spiel gelaufen“, sagte Schopper. Er begründete das auch mit dem Stil des Gegners: „Wenn du Arnreit kennst und du bist 2:0 hinten, dann ist die Messe gelesen. Da wirst du nicht mehr viele Chancen bekommen, denn Arnreit steht hinten gut, verteidigt kompakt und wartet einfach auf seine Situationen.“ Genau in dieses Bild passte dann auch der dritte Treffer. In der 87. Minute stellte Moritz Kobler auf 0:3, wobei Schopper von einem individuellen Fehler auf Seiten seiner Mannschaft sprach.
Am Ende blieb bei den Gastgebern vor allem die Erkenntnis, dass Aufwand und Ertrag weit auseinanderlagen. „Wir haben unsere Chancen nicht genutzt, obwohl wir Top-Chancen hatten“, sagte Schopper noch einmal deutlich. Dass seine Mannschaft wieder einem Rückstand hinterherlaufen musste, habe auch im Kopf etwas bewirkt, trotzdem habe sie weiter versucht, auf den Ausgleich zu drängen. Ganz schlecht reden wollte der Trainer den Auftritt deshalb nicht. „Positiv waren die spielerischen Akzente. Wir haben trotz des 0:1 weiter versucht, uns Chancen zu erarbeiten“, hielt er fest. Gleichzeitig sprach er dem Tabellenführer Respekt aus: „Die Tabelle lügt nicht. Arnreit ist eine geschlossene Mannschaft, die ihre Stärken perfekt ausspielt.“ Auch mit der Leistung des Unparteiischen war Schopper einverstanden. „Die Leistung des Schiedsrichtertrios war gut“, sagte er. Für Oepping-Peilstein bleibt nach diesem 0:3 damit eine klare Aufgabe: Die spielerische Linie war über weite Strecken da, vor dem Tor fehlte diesmal aber genau das, was Schopper so knapp wie treffend zusammenfasste: „Die Tore.“