In der Bezirksliga Nord hat sich die SPG Print&Wear Putzleinsdorf/Hofkirchen gegen die Union Oberneukirchen ein 2:2-Unentschieden geholt und dabei laut Sportkoordinator Gerhard Ecker eine Partie erlebt, die schon nach wenigen Minuten einen ganz anderen Verlauf nahm. Die frühe Rote Karte machte es für die Gastgeber schwer, trotzdem drehte die SPG das Spiel später sogar. Dass am Ende nur ein Punkt blieb, brachte Ecker auf den Punkt: "Aus meiner Sicht lag es an der Chancenauswertung."

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Der Knackpunkt kam sehr früh. Bereits in der 6. Minute sah Alexander Wögerbauer die Rote Karte, damit musste die SPG fast die gesamte Begegnung in Unterzahl bestreiten. "Durch den frühen Ausschluss ist es natürlich ganz schwierig gewesen", erklärte Ecker. Dass die Mannschaft unter diesen Umständen bis zur Pause trotzdem das 0:0 hielt, war für ihn ein klares Zeichen, dass die Basis gestimmt hat. "Gut funktioniert haben das Miteinander und auch das Zweikampfverhalten". Gerade nach so einem frühen Rückschlag sei es wichtig gewesen, dass die Mannschaft nicht auseinanderfiel, sondern gemeinsam dagegenhielt und im Spiel blieb.
Nach dem Seitenwechsel schlug Oberneukirchen dann zuerst zu. Tobias Wollendorfer brachte die Gäste in der 58. Minute mit 1:0 in Führung. Die Antwort der Mannschaft ließ aber nicht lange auf sich warten. Nur fünf Minuten später stellte Marco Zeller auf 1:1. In der 75. Minute wurde die starke Reaktion der Heimischen noch deutlicher, als Clemens Peer zum 2:1 traf. "Wir haben das Spiel in Unterzahl gedreht", sagte Ecker, und genau das war der Punkt, der seiner Analyse besonderes Gewicht gab. Trotz personeller Nachteile hatte seine Mannschaft die Partie nicht nur offen gehalten, sondern zwischenzeitlich sogar auf ihre Seite gezogen.
Lange konnte die SPG Putzleinsdorf/Hofkirchen diesen Vorsprung allerdings nicht halten. In der 79. Minute sah Torschütze Clemens Peer ebenfalls Rot, damit waren die Gastgeber nur noch zu neunt. Noch in derselben Minute fiel auch der Ausgleich, als Wollendorfer mit seinem zweiten Treffer auf 2:2 stellte. Im Rückblick blieb für Ecker deshalb ein gemischtes Gefühl. Einerseits habe die Mannschaft die Begegnung "fast unter Kontrolle gehabt", obwohl sie über weite Strecken in Unterzahl war. Andererseits verwies er darauf, dass die SPG die Chance gehabt habe, das Spiel zu entscheiden. Auch die Union Oberneukirchen habe am Ende noch diese Möglichkeit vorgefunden, deshalb gehe das Unentschieden für ihn grundsätzlich in Ordnung: "Aus meiner Sicht lag es an der Chancenauswertung." Genau zwischen diesen beiden Polen bewegte sich seine Einordnung dann auch: viel Einsatz, viel Widerstandskraft, aber eben nicht die Konsequenz, um aus dieser besonderen Partie mehr als einen Punkt mitzunehmen.