In der Bezirksliga Nord hat SV Freistädter Bier am Samstag gegen SV HOLZMANN Haslach einen klaren 6:0-Heimsieg gefeiert. Nach einer noch offenen Anfangsphase stellte Freistadt die Weichen schon vor der Pause auf Sieg und legte direkt nach dem Seitenwechsel entscheidend nach. Trainer Michael Wolm sah vor allem das frühe 3:0 als jenen Moment, ab dem die Partie klar in eine Richtung lief.

Foto von Torsten Dettlaff auf Pexels
Ganz einseitig war das Spiel zu Beginn noch nicht. Michael Wolm schilderte, dass beide Mannschaften mit viel Selbstvertrauen aus der Vorwoche in diese Partie gegangen seien. Haslach kam dabei laut dem Freistädter Trainer sogar zur ersten Möglichkeit, konnte sie aber nicht nutzen. Im Gegenzug meldeten sich die Gastgeber durch Paul Grabner an, ebenfalls nach einem Angriff über die Seite. Den ersten klaren Ertrag gab es dann nach einem Standard: Nach einem Corner brachte Jindrich Rosulek Freistadt in der 10. Minute mit 1:0 in Führung. Wolm erklärte danach, seine Mannschaft sei im Spiel geblieben und habe sofort auf das zweite Tor gehen wollen. Genau das gelang auch, als Rene Kober in der 26. Minute auf 2:0 erhöhte. Kurz vor der Pause war sogar noch das 3:0 möglich. Trotzdem war schon zur Halbzeit klar zu sehen, dass die Hausherren das Geschehen immer besser in den Griff bekamen.
Den entscheidenden Bruch in der Partie machte Wolm dann ganz klar am Beginn der zweiten Hälfte fest. "Nach der Pause mit dem 3:0 hatten wir das Gefühl, dass wir dieses Spiel nach Hause bringen konnten", sagte der Trainer. Dieses Tor fiel gleich mit dem ersten Angriff nach Wiederbeginn, als Rosulek in der 47. Minute seinen zweiten Treffer des Tages erzielte. Damit war Freistadt nicht nur klar vorne, sondern auch endgültig am Drücker. Wolm sprach davon, dass seine Mannschaft den Gegner danach "komplett dominieren" konnte und sogar noch Möglichkeiten auf ein höheres Ergebnis hatte. Einen besonderen Anteil schrieb er Daniel Pühringer zu, der nach seiner Einwechslung "gleich frischen Wind brachte". Pühringer traf in der 65. Minute zum 4:0, ehe Kober nur drei Minuten später auf 5:0 stellte. Den Schlusspunkt setzte wieder Kober in der 89. Minute, womit der Freistädter Angreifer einen Dreierpack schnürte und das halbe Dutzend vollmachte.
Für den Freistädter Trainer war dieser deutliche Sieg nicht nur das Ergebnis eines gelungenen Nachmittags, sondern auch ein Beleg für die Entwicklung seiner Mannschaft in den vergangenen Wochen. "Die Mannschaft wächst Woche für Woche. Die Abläufe funktionieren, die Null steht", sagte Wolm. Gerade dieser Satz erklärt viel von dem, was gegen Haslach zu sehen war. Freistadt ließ nach dem ordentlichen Beginn der Gäste kaum noch etwas anbrennen und spielte die Partie mit zunehmender Sicherheit herunter. Dazu kommt für Wolm, dass sein Team im Zentrum immer mehr Kontrolle bekommt. "Das Mittelfeld ist die Schaltzentrale in unserem Spiel", erklärte er. Vorne habe man mit Rosulek zudem einen Stürmer, "der die Tore macht". Dass neben dem Doppelpack von Rosulek auch Kober dreimal traf und Pühringer nach seiner Einwechslung sofort Wirkung zeigte, passte genau in dieses Bild einer Mannschaft, bei der derzeit viele Abläufe ineinandergreifen.
So klar das 6:0 am Ende auch ausfiel, Wolm wollte den Fokus nach dem Schlusspfiff nicht nur auf das Ergebnis legen. Verbesserungspotenzial sieht er vor allem darin, die Spannung in den nächsten Wochen hochzuhalten. "Unsere Serie hält an. Wir wollen diese Serie bis zur Winterpause fortsetzen", sagte der Trainer. Dabei richtet sich der Blick in Freistadt schon auf zwei besondere Aufgaben, denn mit dem Derby in St. Oswald und dem Heimderby gegen Lasberg stehen zum Abschluss noch zwei attraktive Spiele an. Wolm sprach von "sehr schönen Spielen", die nun vor der Mannschaft liegen. Dass seine Elf derzeit in einer guten Phase steckt, formulierte er ebenfalls deutlich: "Wir sind gerade in einem richtigen Flow. Es macht Spaß, die Mannschaft so zu sehen, dass immer wieder Schritte nach vorne passieren." Nach einem 6:0 wie gegen Haslach hatte dieser Satz jedenfalls genügend Grundlage.