Der ASKÖ Doppl/Hart 74 blickt auf eine gute Hinrunde in der Bezirksliga Ost zurück. Mit 21 Punkten überwintert die Mannschaft auf Rang sechs der Tabelle und präsentierte sich im Herbst als sehr ausgeglichenes Team. Das Torverhältnis von 27:16 unterstreicht die Stabilität sowohl in der Offensive als auch in der Defensive. Vor allem Alexander Sixl war einmal mehr der Mann für die Tore: Der Angreifer traf 13 Mal in 13 Spielen und gehört damit erneut zu den treffsichersten Spielern der Liga.
Im Winter kam es beim Verein allerdings zu einer wichtigen Veränderung auf der Trainerbank. Alexander Steinkellner verließ den Klub Richtung ASKÖ Donau Linz, als Nachfolger wurde Gerald Dickinger-Neuwirth verpflichtet, der zuvor beim FC Steinerkirchen tätig war. Der sportliche Leiter, Rainer Trausner, zeigt sich mit dieser Lösung sehr zufrieden: „Wir haben zwei Wochen vor der Vorbereitung einen neuen Trainer verpflichtet und sind sehr zufrieden mit ihm. Ich glaube, er ist der richtige Mann am richtigen Ort.“
Die Wintervorbereitung verlief insgesamt positiv, auch wenn die Ergebnisse gegen höherklassige Gegner teilweise deutlich ausfielen. Doppl/Hart testete unter anderem gegen Edelweiß oder Donau Linz und konnte dabei phasenweise gut mithalten. „Wir haben großteils sehr gut mitgespielt. Natürlich ist dann die Klasse der Gegner durchgekommen, aber insgesamt waren wir mit der Spielweise zufrieden“, erklärt Trausner. Verletzungen und personelle Veränderungen machten die Vorbereitung allerdings nicht immer einfach. Der Kader ist etwas dünner geworden, nachdem Luca Mayer zur Union Altenberg wechselte und zwei junge Spieler während der Saison aufhörten. Aktuell gibt es zudem drei verletzte Akteure im Team.
Im Winter wurde der Verein am Spielermarkt fündig. Arda Erol kehrte von Union Pichling zurück und verstärkt die Kampfmannschaft. Mit Mitar Vidic von der Blauen Elf Linz wurde zudem ein junger Spieler verpflichtet. „Er ist U18-Spieler. Wir sind ganz generell stark dahinter, aus dieser Altersklasse die Spieler näher an die Kampfmannschaft heranzuführen“, so Trausner.
Anstelle eines klassischen Trainingslagers setzte der Verein in diesem Winter auf ein Teambuilding-Wochenende in Prag. Dort standen gemeinsame Aktivitäten auf dem Programm. „Die Mannschaft ist richtig zusammengewachsen. Die Jungen und die Älteren sind eine Einheit geworden – das merkt man auch auf dem Platz“, berichtet Trausner, der diese Entwicklung auch dem neuen Coach zuschreibt. Der Zusammenhalt innerhalb des Teams habe sich dadurch deutlich verbessert.
Sportlich geht Doppl/Hart ohne großen Druck in das Frühjahr. Ein Aufstieg ist intern kein Thema, vielmehr möchte sich der Verein in der oberen Tabellenhälfte etablieren und gleichzeitig jungen Spielern Spielzeit geben. „Aufsteigen ist für uns kein klares Ziel. Wenn es passiert, passiert es – wenn nicht, ist das auch kein Problem. Wichtig ist, dass wir mit dem Abstieg nichts zu tun haben und möglichst unter die ersten Fünf kommen“, erklärt der sportliche Leiter.
Der Auftakt in die Rückrunde hat es allerdings gleich in sich. Zunächst wartet mit Bad Hall ein direkter Konkurrent aus dem oberen Tabellenbereich, danach folgt das Auswärtsspiel beim starken Team aus Ansfelden. „Das werden gleich harte Brocken. Bad Hall und Ansfelden spielen vorne mit. Da sehen wir gleich, wie wir in die Rückrunde starten“, sagt Trausner. Mit einer stabilen Mannschaft, einem neuen Trainer und einer eingespielten Offensive rund um Torjäger Alexander Sixl möchte Doppl/Hart auch im Frühjahr eine gute Rolle in der Bezirksliga Ost spielen. Ein Platz im vorderen Tabellenbereich scheint jedenfalls in Reichweite.