Bezirksliga Ost

"Wir sind mit dem Tabellenplatz zufrieden" – ASKÖ Leonding setzt weiter auf den eigenen Nachwuchs

ASKÖ Leonding

In der Bezirksliga Ost hat ASKÖ Leonding die Saison mit 35 Punkten auf Rang sieben beendet, und genau diese Einordnung gefällt Obmann Anton Reiter. Für ihn steht nicht nur der Tabellenplatz, sondern vor allem die Entwicklung im Kader im Vordergrund. Der Verein sieht sich nach einer ordentlichen Saison mit eigenen Nachwuchsspielern bestätigt, plant mit einem kleinen personellen Umbruch und geht ohne größere Verletzungssorgen in die Sommerpause.

Fußball liegt neben dem Spielfeld

Foto von Duc Van auf Unsplash

Solider Schlussspurt als Grundlage

Ein Blick auf die Tabelle zeigt, warum Reiter die Spielzeit nüchtern, aber zufrieden bewertet. ASKÖ Leonding beendete die Saison mit 35 Punkten auf Platz sieben, nachdem die Mannschaft im Verlauf der 26 Runden fast durchgehend im Bereich zwischen Rang sieben und elf unterwegs war. In der Schlussphase gelang es noch einmal, ordentlich anzuschreiben. Dem 2:1 gegen Union Schiedlberg folgte ein 3:1 gegen Union Saxen, und zum Abschluss stand ein klares 4:1 gegen SK Asten. Dazwischen lagen zwar die Niederlagen gegen Kematen-Piberbach/Rohr und ASKÖ Doppl-Hart, doch der Gesamteindruck blieb für den Obmann positiv. "Die Saison ist grundsätzlich gut verlaufen. Wir sind mit dem Tabellenplatz zufrieden", sagt Reiter. Genau darin steckt auch die Linie seiner Bewertung: kein großer Überschwang, aber eine Saison, mit der der Verein arbeiten kann.

Der Nachwuchs ist für Reiter das eigentliche Plus

Viel stärker als auf einzelne Ausreißer in den Ergebnissen schaut der Obmann auf das, was sich innerhalb des Kaders entwickelt hat. Für Reiter war es ein zentrales Thema, dass Spieler aus dem eigenen Nachwuchs an die Kampfmannschaft herangeführt wurden und dort bereits erkennbare Schritte gemacht haben. "Sehr erfreulich war der Einbau eigener Nachwuchsspieler, die Qualität haben und ein Zukunftsversprechen sein werden", sagt er. Dass er dabei bewusst keine Einzelnen herausheben will, passt gut zu seinem Zugang. Es geht ihm weniger um schnelle Lobeshymnen, sondern um eine Entwicklung, die nachhaltig sein soll. "Ich möchte jetzt namentlich keinen nennen, aber unsere eigenen Nachwuchsspieler haben seit der Winterpause im Training und im Spiel schon sehr gute Ansätze gezeigt und sind unsere Zukunftshoffnung", erklärt Reiter. 

Abgänge, ein Neuzugang und Ruhe im Trainerteam

Auch personell bleibt der Sommer in Leonding überschaubar, aber nicht ohne Bewegung. Fix verlassen werden den Verein Marcel Freilinger aus der Innenverteidigung Richtung Doppl, Außenspieler Sandro Langwieser zu St. Magdalena, Tormann Pascal Reich zu ASV Salzburg und Moritz Gimpl aus dem zentralen Mittelfeld aus beruflichen Gründen. Auf der Zugangsseite nennt Reiter bisher Stefan Grimm, einen Innenverteidiger vom SV Traun. Das klingt nicht nach großem Umbruch, sehr wohl aber nach einer Phase, in der Rollen neu besetzt und Abläufe neu gefunden werden müssen. Wichtig ist für den Verein dabei, dass im Trainerbereich der Kern bestehen bleibt. "Der Cheftrainer der Kampfmannschaft bleibt gleich", betont Reiter. Dazu kommt ein neuer Co-Trainer und 1B-Trainer in Doppelfunktion, während der bisherige 1B-Trainer eine Karrierepause einlegt. Insgesamt wirkt das eher nach geordnetem Weiterarbeiten als nach einem Neustart, und genau dieses Bild vermittelt Reiter auch im Gespräch.

Keine großen Verletzungssorgen und ein klarer Blick auf die Liga

Vor der Sommerpause ist auch der Gesundheitszustand des Kaders ein Punkt, der für Ruhe sorgt. Reiter spricht nicht von großen Baustellen, sondern von den üblichen kleinen Problemen, die nach einer langen Saison auftreten können. "Glücklicherweise nichts Schlimmes, kleine Wehwehchen, die in der Sommerpause auszukurieren sind", sagt er. Das ist für die Vorbereitung auf die neue Spielzeit sicher keine schlechte Ausgangslage. Gleichzeitig blickt der Obmann auch über den eigenen Verein hinaus und erkennt die Stärke der Spitzenteams klar an. Ennser Sportklub und Union Ansfelden hätten sich den Aufstieg laut Reiter verdient, weil sie "im Endeffekt die spielstärksten Mannschaften" gewesen seien. Für Leonding bleibt damit eine ordentliche Einordnung: Rang sieben ist eine gute Basis, der Kader bleibt im Kern zusammen, und der Verein will den nächsten Schritt vor allem über Kontinuität und den eigenen Nachwuchs machen.