Ein intensiver Fußballnachmittag in der Bezirksliga Ost endet für ASKÖ Doppl-Hart 74 mit einem Statement-Sieg: Trotz doppelter Unterzahl gegen Union Zorn Gestra Bad Hall blieb das Team dem eigenen Plan treu – mutig, kompakt, entschlossen. Trainer Gerald Dickinger-Neuwirth ordnete den Auftritt als kollektiven Kraftakt ein und fasste zusammen: „Es war sehr gerecht, glaube ich, weil wenn du nach 15 Minuten mit zwei Mann weniger am Feld stehst und dann 2:0 gewinnst, haben wir vieles richtig gemacht.“

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Zwei Rote Karten binnen fünf Minuten stellten die Partie früh auf den Kopf: Patrik Andelic (12.) und Matthias Sallinger (17.) mussten vom Feld – die Gastgeber agierten fortan mit zwei Mann weniger. Dickinger-Neuwirths Reaktion: Ruhe bewahren, den Matchplan nachschärfen und weiter Initiative zeigen. In der Pause lautete die Ansage: „Wir ziehen uns nicht zurück, wir attackieren weiter. Und wenn wir nach 60 Minuten dort sind, kommen die nächsten drei Punkte. Genauso ist es heute aufgegangen.“ Die Mannschaft stellte auf Viererkette und Raute im Mittelfeld um, hielt den Rhythmus hoch und verteidigte ihren Korridor kompromisslos. Die Gäste aus Bad Hall fanden in der Box nur selten klare Lösungen.
Besondere Strahlkraft hatte die Torhüterposition: Der etatmäßige Einserkeeper fehlte – Philipp Berger übernahm. „Wie er von den Fans empfangen wurde, mit einem Riesenapplaus – das war aus meiner Sicht mitunter spielentscheidend. Was Philipp Berger da gemacht hat, war stark“, sagte der Coach. Im Zentrum prägte Marko Lekic-Ninic die Partie: Eigentlich als „Zehner“ zu Hause, übernahm er als alleiniger Sechser in der Raute und überzeugte mit Ruhe am Ball sowie klugen Pässen in die Spitze. Auf den Außen arbeiteten Marcel Topf und Timo Reiter aufmerksam gegen Flugbälle, hielten die Flügel sauber und schirmten das Zentrum ab. Die Offensivakzente saßen: Kilian Wehrl stellte in Minute 29 auf 1:0, Milos Jotanovic erhöhte in Minute 74 auf 2:0 – zwei präzise Nadelstiche als Belohnung für taktische Disziplin und leidenschaftliche Arbeit gegen den Ball.
Die Blaupause formulierte der Trainer glasklar: „Der Schlüssel zum Erfolg war, das Zentrum dichtzumachen und außen offen zu lassen. Sollen sie flanken – das sind dann hohe Bälle.“ Auch personell gab es Einblicke: Der Kapitän aus dem Herbst ist langzeitverletzt und derzeit nicht schmerzfrei. Torhüter David Tanev trainiert bereits wieder mit, wurde „heute noch geschont“. Ein weiterer Spieler befindet sich nach einem Kreuzbandriss am Weg zurück und benötigt noch einige Wochen. Zum Schluss richtete Dickinger-Neuwirth den Blick auf Tribüne und Team: „Danke für eure Unterstützung – die Fans waren wie ein zwölfter Mann hinter uns. Ich ziehe den Hut: eine tolle Mannschaftsleistung. Ich hoffe, es geht so weiter.“