Nach dem 2:2 am Freitagabend gegen SK Amateure Steyr in der Bezirksliga Ost ordnete Dominik Schneeberger, Trainer von ASKÖ Leonding, den Auftritt seiner Mannschaft als klar überlegen ein. „Die Kontrolle lag 90 Minuten bei uns“, betonte er und verwies auf über 70 Prozent Ballbesitz gegen einen tiefen Fünferblock der Gäste. Trotz Comeback und zwischenzeitlicher Führung blieb nach einem ganz späten Strafstoß der Ärger: „Unterm Strich sind das zwei verlorene Punkte.“

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Leonding diktierte von Beginn an das Geschehen, schob die Kette hoch und band Steyr über weite Strecken in der eigenen Hälfte. Der frühe Rückstand passte aus Schneebergers Sicht nicht zum Kräfteverhältnis: Nach einem individuellen Fehler nutzten die Gäste die erste große Gelegenheit und trafen durch Daniel Bilic mit einem direkten Abschluss aus knapp 40 Metern zum 0:1. Die Hausherren blieben ihrer Linie treu, fanden zunehmend Lösungen gegen die Fünferkette – und glichen kurz vor der Pause aus: In Minute 44 stellte Lorenz Silber nach einer Standardsituation auf 1:1.
Auch nach dem Seitenwechsel hielt Leonding das Heft in der Hand, während Steyr vor allem über Umschaltmomente und ruhende Bälle lauerte. In Minute 73 schwächte eine Gelb-Rote Karte gegen Sandro Langwieser die Gastgeber – Leonding musste in Unterzahl weitermachen. Die Moral stimmte dennoch: Stefan Maslac drehte die Partie mit dem 2:1 (84.). In der Schlussphase folgte jedoch der Dämpfer: Mit einer der letzten Aktionen gab es einen Elfmeter gegen Leonding, den Daniel Bilic zum 2:2 verwertete (90.).
Schneeberger hob die Wirkung der ruhenden Bälle und die disziplinierte Umsetzung des Matchplans hervor: „Wir wurden aus Standardsituationen aber auch zunehmend aus dem Spiel gefährlich – so fiel auch das 1:1. Die Mannschaft setzte die taktischen Vorgaben sehr gut um.“ Anfangs habe man gegen die sehr tief stehende Fünferkette Anlaufschwierigkeiten im letzten Drittel gehabt, die sich im Laufe des Spiels und nach Korrekturen in der Halbzeit deutlich verringerten. Das Chancenverhältnis kippte spürbar in Richtung Leonding, das körperlich präsenter wirkte und sich mehrere gute Abschlüsse erarbeitete. Leider war die Chancenverwertung nicht zufriedenstellend an diesem Tag. Der Blick nach vorne bleibt optimistisch: „Auf den Leistungen im Frühjahr können wir aufbauen. Wir sind stabil, ziehen unser Spiel über 90 Minuten durch und können das Tempo über die gesamte Distanz gehen.“
Trotz viel Kontrolle und Geduld blieb es am Ende bei einem Remis – der späte Strafstoß verhinderte den verdienten Heimsieg.