In der Bezirksliga Ost feierte der ASV Raika Haidershofen-Behamberg einen 1:0-Auswärtssieg beim SPV Kematen-Piberbach/Rohr. Nach einer torlosen ersten Hälfte entschied in Minute 55 ein Strafstoß, Markus Kronsteiner traf zum Goldtor. „Endlich konnten wir uns belohnen“, sagte ASV-Coach Matthias Neuhauser nach einem Abend, an dem seine Mannschaft vor allem mit Herz und Arbeit überzeugte. Er sprach von einer „aufopfernden, kämpferischen Leistung“ über 90 Minuten und einem insgesamt verdienten Dreier, auch wenn es am Ende noch einmal brenzlig wurde.

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Beide Teams lieferten sich von Beginn an ein Geduldsspiel, in dem viele Wege über den Zweikampf führten. Haidershofen arbeitete konzentriert, hielt die Ordnung und setzte Nadelstiche. Zur Pause stand es 0:0, was zum Bild der ersten 45 Minuten passte. „Eine über die gesamte Spielzeit aufopfernde, kämpferische Leistung meiner Mannschaft“, bilanzierte Matthias Neuhauser. Nach dem Seitenwechsel suchte der ASV noch entschlossener den Weg nach vorne – und bekam in der 55. Minute den Lohn: Es gab Strafstoß, und Markus Kronsteiner verwandelte zum 0:1. Genau diese Szene hob Neuhauser als den entscheidenden Moment hervor. Danach blieb es ein enges Ringen, aber die Gäste verteidigten die Führung mit viel Einsatz und klarem Kopf.
Der Trainer fand deutliche Worte für das, was ihm am meisten gefiel. „Die Einstellung war top, die kämpferische Leistung“, betonte Neuhauser und ließ damit keinen Zweifel daran, wo der Grundstein für den Auswärtssieg lag. Gleichzeitig sah er seine Mannschaft auch mit Mut nach vorne agieren: „Wir konnten in der Offensive immer wieder Akzente setzen und mit Torschüssen gefährlich werden.“ Den Gesamteindruck fasste er später zusammen: „Es war eine souveräne Leistung. Ich denke, der Sieg ist trotz zweier guter Möglichkeiten des Gegners zum Schluss der Partie verdient, bei denen wir das Glück auf unserer Seite hatten.“ Auf Nachfrage nach möglichen Diskussionsthemen blieb er gelassen: Es gab aus seiner Sicht nichts zu beanstanden.
In der Schlussphase wurde es noch einmal eng, Kematen-Piberbach/Rohr drückte, doch Haidershofen blieb stabil und brachte das 1:0 über die Zeit. Neuhauser sprach von zwei guten Chancen der Heimelf, stellte aber zugleich das Positive heraus: „Endlich konnten wir uns belohnen.“ Genau dieser Satz passt zum Abend – viel Arbeit, wenig Spektakel, aber maximale Ausbeute. Für die Tabelle bedeutet der Auswärtssieg einen wertvollen Schritt in einer engen unteren Hälfte: Kematen-Piberbach/Rohr hält nach 21 Runden bei 17 Punkten (Rang 12), Haidershofen-Behamberg bei 13 Zählern (Rang 13). Neuhauser will den Schwung nun mitnehmen: Einsatz, Ordnung und diese klare Haltung sollen auch in den kommenden Wochen den Unterschied machen.