In der Bezirksliga Ost feierte Union HAKAKÜCHE Ansfelden bei Union WABS Saxen einen hart erarbeiteten 1:0-Auswärtssieg. Nach torloser erster Hälfte machte Viktor Vrebac in der 52. Minute den Unterschied, als er einen Freistoß-Abpraller verwertete. Sportchef Mario Farthofer sprach von einem "sehr zerfahrenen" und kampfbetonten Spiel und hielt fest: "Entschieden hat am Ende eine Einzelaktion." Mit den drei Punkten behauptet Ansfelden Rang zwei, Saxen bleibt im Tabellenmittelfeld. Die Gäste nahmen in einem Spiel mit vielen hohen Bällen die Punkte mit.

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Die Partie war von Beginn an zäh und intensiv. Viele hohe Bälle, viele Duelle um die zweiten Bälle, kaum längere Passstafetten – es war der erwartete Abnützungskampf. Mario Farthofer brachte es auf den Punkt: "Es war ein sehr zerfahrenes Spiel mit vielen hohen Bällen, sehr kampfbetont." Bis zur Pause standen die Abwehrreihen sicher, das 0:0 zur Halbzeit passte zum Bild. Nach dem Seitenwechsel fiel dann die eine Szene, auf die beide Seiten gelauert hatten: ein Freistoß für Ansfelden, der zunächst stark pariert wurde, doch beim Abpraller reagierten die Gäste schneller – "Den Freistoß hat der Tormann noch sehr gut gehalten, beim Abpraller waren wir schneller und Viktor Vrebac hat den Abstauber genutzt", schilderte Farthofer die Entstehung des 0:1 in Minute 52. Danach blieb die Begegnung eng, doch Ansfelden verteidigte den knappen Vorsprung mit viel Einsatz über die Zeit.
Auch nach dem Schlusspfiff wollte bei Ansfelden niemand mehr herauslesen, als auf dem Platz zu sehen war. "Generell hat der Einsatz gestimmt. Der Rest war in dem Spiel eher nicht so gut", sagte Sportchef Farthofer und nahm die drei Punkte dennoch dankbar mit: "Es gibt so Spiele, und das Wichtigste ist, dass wir die Punkte bei einem guten Gegner mitgenommen haben." Auf die Frage nach dem Unterschied zwischen den Teams blieb er konsequent bodenständig: "Eigentlich nur eine Einzelaktion." Ansfelden habe zwar, so Farthofer, "wahrscheinlich ein bisschen mehr Chancen gehabt", doch das Match hätte aus seiner Sicht genauso gut ohne Tore enden können. Diese Ehrlichkeit passt zum Verlauf: harte Arbeit, wenig Glanz – und am Ende das goldene Tor im richtigen Moment.
Großen Anteil am zähen Charakter der Begegnung schrieb Farthofer auch dem Heimteam zu. "Saxen war sehr motiviert, hat uns gut zugestellt, hatte sehr viele zweite Bälle und war wirklich sehr engagiert. Also wirklich ein guter Auftritt", lobte er den Gegner ausdrücklich. In solchen Spielen kann auch die Leitung des Unparteiischen zum Thema werden – diesmal nicht negativ. "Bis auf ein paar Kleinigkeiten kann man dem Schiedsrichter wirklich ein Lob aussprechen. Es war eine gute Leistung, und generell hat es keine spielentscheidenden Situationen gegeben", so Farthofer. Das passte zum Bild auf dem Platz: Die knappe Entscheidung blieb sportlich begründet.
Mit dem 1:0 in Saxen hat Ansfelden am 21. Spieltag einen Auswärtssieg mit Wirkung gelandet. In der Tabelle stehen nun 48 Punkte zu Buche, Platz zwei hinter dem Ennser Sportklub (56) bleibt damit abgesichert. Saxen hält nach der Niederlage bei 22 Zählern und rangiert im gesicherten Mittelfeld. Für Ansfelden war es genau die Art von Arbeitssieg, die in einer langen Saison zählt: aus einem engen, kampfbetonten Spiel das Maximum herausholen. "Entschieden hat am Ende eine Einzelaktion" – dieser Satz passt zum Verlauf. Der Einsatz hat gestimmt, das Ergebnis auch, und Platz zwei ist weiter abgesichert.