Spielberichte

Mario Hieblinger (Trainer Union Bad Hall): 'Wir waren körperlich die bessere Mannschaft'

SK Asten
Union Bad Hall

In der 21. Runde der Bezirksliga Ost setzte sich die Union Zorn Gestra Bad Hall beim SK Kornspitz Asten klar mit 0:5 durch. Nach einer frühen Führung und dem wichtigen 2:0 vor der Pause legten die Gäste in der Schlussphase nach. Trainer Mario Hieblinger sprach von körperlicher Überlegenheit und einer über weite Strecken dominanten Vorstellung, sah aber auch Luft nach oben bei der Chancenverwertung. Asten wehrte sich lange tapfer, musste sich am Ende aber klar geschlagen geben.

Mehrere Paar Trainingsschuhe stehen am Spielfeldrand neben der Bande

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühe Führung, wichtiges 2:0 vor der Pause

Bad Hall erwischte den besseren Start und stellte rasch die Weichen. In Minute 11 traf Maximilian Baumgartner zum 0:1 und gab den Ton vor. „Wir waren eigentlich immer die dominantere Mannschaft. Am Anfang haben wir uns aber schwergetan“, ordnete Coach Mario Hieblinger den Auftakt ein. Die Gäste blieben am Drücker, ohne das Match frühzeitig zuzumachen. Kurz vor der Pause folgte dann der Knackpunkt: Ivan Puskaric erhöhte in Minute 45 auf 0:2. Hieblinger beschrieb diese Szene so: „Beim zweiten Tor hatten wir eine Kontersituation, wir spielen den Ball in die Tiefe und nutzen es im Strafraum eiskalt.“ Genau dieses 2:0 vor dem Halbzeitpfiff brachte die nötige Ruhe. „Wir sind verdient in Führung gegangen, hätten es aber früher entscheiden können“, blieb der Trainer trotz klarer Pausenführung (0:2) selbstkritisch.

Bad Hall legt nach – Physis und Effizienz bringen die Entscheidung

Nach dem Seitenwechsel änderte sich am Bild wenig: Bad Hall kontrollierte das Geschehen, ließ hinten kaum etwas zu und wartete auf den nächsten Stich. „In der zweiten Halbzeit waren wir physisch in einem besseren Zustand. Hinten raus konnten wir das Spiel entscheiden“, erklärte Hieblinger. Als Asten kräftemäßig nachließ, schlugen die Gäste zu: Wieder war es Puskaric, der in Minute 78 zum 0:3 traf. In der Schlussphase legten die Gäste offensiv noch einmal zu. Manuel Fellinger stellte in Minute 90 auf 0:4, Paul Weiermayer setzte in der Nachspielzeit (90+3) das 0:5 obendrauf. Auch die Defensivarbeit passte aus Sicht des Trainers: „Wichtig ist, dass wir keine Gegentore kriegen. Wir haben ganz wenig zugelassen, ein, zwei Schüsse hat unser Tormann gut gehalten.“ Gleichzeitig blieb der Blick nach vorne klar: „In der Offensive haben wir Luft nach oben. Wir müssen unsere Chancen besser zu Ende spielen, daran arbeiten wir im Training – oft in Überzahlsituationen.“

Asten wehrt sich, Schiri unauffällig – Blick aufs Tableau und Ausblick

Trotz des deutlichen Endstands bekam Asten vom Gegner Respekt ausgesprochen. „Die haben uns das Leben schwer gemacht und sind besser, als es die Tabelle zeigt“, sagte Hieblinger. Vor allem bis rund um die 60. Minute hielt Asten mit, stand tief und lauerte auf Konter. „Bis zur 60. Minute hat uns der Gegner alles abverlangt“, so der Coach. Diskussionen gab es keine nennenswerten: „Die Schiedsrichterleistung war ganz normal, keine großen Fehler.“ In der Tabelle liegt Asten mit vier Punkten am Ende, während Bad Hall mit 35 Zählern im sicheren Mittelfeld steht – nach oben wie nach unten geht heuer wohl nicht mehr viel. Den entscheidenden Unterschied fasste Hieblinger zusammen: „Der Unterschied lag heute in der Physis und darin, dass wir unsere Chancen genutzt haben.“ Und weil Anspruch bleibt, schob er nach: „Wir hätten früher entscheiden können – genau daran setzen wir an.“

Bezirksliga Ost: SK Asten : Bad Hall - 0:5 (0:2)

  • 93
    Paul Weiermayer 0:5
  • 90
    Manuel Fellinger 0:4
  • 78
    Ivan Puskaric 0:3
  • 45
    Ivan Puskaric 0:2
  • 11
    Maximilian Baumgartner 0:1