Im letzten Heimspiel der Saison setzte sich die Bezirksliga Ost‑Truppe der Union Mitterkirchen hochverdient mit 2:0 gegen ASKÖ Doppl-Hart 74 durch. Paul Haslinger eröffnete früh, nach der Pause legte Maximilian Kranzl nach – ein runder Abschluss vor eigenem Publikum. Trainer Kevin Eder sprach von einem guten Auftritt „ab Minute eins hatten wir Spiel und Gegner im Griff“ und sah eine befreit aufspielende, kompakte Mannschaft. Mit dem Dreier schließt Mitterkirchen die Saison auf Platz vier ab, Doppl‑Hart bleibt Dritter – beide Teams im Spitzenfeld unterwegs.
Union Mitterkirchen erwischte den Traumstart: Bereits in Minute fünf stellte Paul Haslinger auf 1:0 und gab der Partie die Richtung vor. Die Gastgeber blieben kompakt, eroberten im Zentrum viele Bälle und kamen so in der Anfangsphase zu mehreren guten Möglichkeiten. „Wir haben befreit aufgespielt und unser Potenzial abgerufen. Aus einer guten Organisation heraus haben wir im Mittelfeldpressing die entscheidenden Ballgewinne gehabt“, erklärte Kevin Eder. Weitere gute Möglichkeiten unterstrichen die Überlegenheit, zur Pause stand dennoch „nur“ das 1:0.
Nach dem Seitenwechsel machte Mitterkirchen nahtlos weiter, verteidigte diszipliniert und spielte die Umschaltmomente sauber zu Ende. In Minute 57 besorgte Maximilian Kranzl das 2:0 – die Vorentscheidung. „Ab Minute eins haben wir es heute richtig gut gemacht, es ist nie ein Zweifel aufgekommen, wer heute als Sieger vom Platz geht“, so Eder. Selbst danach ließ Mitterkirchen weitere Chancen liegen. Am Ende stand ein abgeklärter 2:0‑Heimsieg.
In der Analyse rückte Eder nicht einzelne Szenen, sondern die mannschaftliche Leistung in den Mittelpunkt. „Es hat keine einzelne Aktion gegeben, die man herausheben muss. Es war eine geschlossene, starke Mannschaftsleistung – von hinten bis vorne“, betonte der Trainer. Der Schlüssel lag für ihn in der Haltung und im klaren Plan: kompakt stehen, im Zentrum zupacken, nach Ballgewinn zielstrebig kombinieren. „Wenn wir unser Potenzial am Platz bringen, sind wir ein sehr unangenehmer Gegner. Dann ist es richtig schwierig, gegen uns zu gewinnen“, sagte Eder. Genau diese Qualität will er künftig öfter sehen: „Wir müssen versuchen, Woche für Woche das abzuliefern, was die Mannschaft draufhat.“ Für die nächste Saison hat er die Messlatte bewusst hochgelegt: 26 Runden lang Stabilität, 26 Mal Leistung abrufen – dann, so Eder, sei ein Platz in der vorderen Tabellenregion wieder realistisch.
Trotz des klaren Heimsiegs verlor Eder den Respekt vor dem Gegner nicht. „Bei Doppl‑Hart hat man gemerkt, dass die Saison lange und kräftezehrend ist, vielleicht war die Luft ein bisschen draußen. Aber insgesamt ist das ein Spitzenteam mit lauter guten Kickern – heuer, glaube ich, sogar die beste Frühjahrsmannschaft, wenn ich die Tabelle richtig im Kopf habe“, sagte er anerkennend. Die Tabelle untermauert das: Doppl‑Hart beendet die Saison als Dritter, Mitterkirchen als Vierter – beide mit starkem Punktekonto. Jetzt heißt es Akkus aufladen, drei Wochen Sommerpause. „Wir bereiten uns wie jedes Jahr gut vor und wollen ab Spieltag eins unser Potenzial abrufen. Wenn uns das gelingt, werden wir uns mit Kampfmannschaft und Reserve, die in dieser Saison den Vizemeistertitel errungen hat, wieder im Spitzenfeld finden.“