Zum Saisonauftakt der Bezirksliga Ost hat die Union Zorn Gestra Bad Hall gegen die Union Mitterkirchen einen klaren 3:0-Heimsieg gefeiert. So deutlich, wie das Ergebnis am Ende aussieht, war die Partie nach Einschätzung von Neo-Trainer Peter Winkler aber lange nicht. Der neue Bad Haller Coach sah viel Defensivarbeit, eine geschlossene Mannschaftsleistung und vor allem eine Chancenverwertung, die am Freitagabend den Unterschied ausmachte.

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Winkler schilderte eine Partie, in der seine Mannschaft nicht sofort das Kommando übernommen hat. "Von Beginn an war es eine ausgeglichene Partie mit etwas mehr Spielanteilen von Union Mitterkirchen", sagte der Trainer nach dem Schlusspfiff. Union Zorn Gestra Bad Hall setzte laut seinem Coach vor allem Nadelstiche, stand in der Verteidigung kompakt und blieb nach vorne immer wieder im Spiel. Dieses Bild trug die Begegnung durch die erste Halbzeit. Die Gastgeber arbeiteten gegen den Ball sauber und nutzten dann in der 33. Minute ihre Chance zur Führung. Miklòs Micsinai traf zum 1:0. Für Union Zorn Gestra Bad Hall war dieser Treffer wichtig, weil er einer umkämpften Anfangsphase eine klare Richtung gab und zugleich den Pausenstand von 1:0 bedeutete.
Nach dem Seitenwechsel wurde die Aufgabe für Union Zorn Gestra Bad Hall nicht leichter. Winkler sah nun eine Phase, in der die Gäste noch mehr vom Spiel hatten. "In der zweiten Halbzeit war Union Mitterkirchen die spielbestimmende Mannschaft, hat sehr viele Eckbälle und sehr viele Standards kreiert", erklärte er. Genau dort musste seine Mannschaft das abrufen, was er später mehrfach hervorhob: Konsequenz in den Zweikämpfen, gegenseitige Hilfe und den absoluten Willen, das Gegentor zu verhindern. Bad Hall brachte diese knappe Führung durch und schlug dann selbst wieder zu. In der 82. Minute erhöhte Patrick Grillitsch auf 2:0. In der Nachspielzeit fiel schließlich auch noch das 3:0. Dominik Kornhuber stellte in der 93. Minute den Endstand her. Gerade deshalb wirkte das Ergebnis am Ende klarer, als es der Spielverlauf über weite Strecken war.
Für Winkler lag die Erklärung für diesen Heimsieg nicht in spielerischer Überlegenheit, sondern in der Art, wie seine Mannschaft als Kollektiv gearbeitet hat. "Der entscheidende Moment war die kämpferische Leistung von der ersten bis zur letzten Minute. Wir haben alles reingehaut", sagte der Trainer. Für ihn war besonders wichtig, dass seine Elf defensiv alles investierte, um ohne Gegentor zu bleiben. "Wir haben die Fehler, die wir gemacht haben, gegenseitig wieder ausgemerzt. Wir waren kompakt, wir haben sehr viel positiv kommuniziert. Wir waren eine Einheit am Platz", fasste er zusammen. Dazu kam aus seiner Sicht die Effizienz vor dem Tor. "Wir haben unsere Chancen zu hundert Prozent genützt", betonte Winkler, und genau darin sah er den entscheidenden Unterschied zwischen beiden Teams. Ganz ohne kritischen Blick wollte er den Abend aber nicht stehen lassen. Im Spielaufbau müsse Union Zorn Gestra Bad Hall noch klarer werden, "um in den nächsten Spielen Erfolg zu haben".
Auffällig war nach dem 3:0 auch, wie klar Winkler die Leistung des Gegners einordnete. Die Union Mitterkirchen sei "einer meiner Titelfavoriten in der Bezirksliga Ost", sagte der Trainer, und er begründete das auch. Die Gäste hätten "von der ersten bis zur letzten Minute versucht, alles spielerisch zu lösen", seien im Mittelfeld sehr gefährlich und sehr kombinationsstark gewesen. Umso höher bewertete Winkler die Defensivarbeit seiner eigenen Mannschaft. Sie habe, wie er es formulierte, "alle Körperteile dazu genutzt", um kein Tor zu bekommen. Auch rund um die Zweikämpfe blieb der Bad Haller Coach sachlich. Er sprach von einer fairen Partie beider Seiten, zweikampfbetont, aber sauber geführt, und bezeichnete die Leistung von Schiedsrichter Hüttler mit seinen Assistenten als "über 90 Minuten in Ordnung". Lange ausruhen will sich die Union Bad Hall auf diesem Auftaktsieg dennoch nicht. Winkler blickt bereits auf das nächste Spiel gegen Amateure Steyr und kündigte an: "Wir werden versuchen, wieder eine ähnliche kämpferische, mentale, gute Leistung zu bringen, um den einen oder anderen Punkt aus Steyr zu holen."